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Werke Clemens von Alexandrien (150-215) Quis dives salvetur?

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Salvation of the Rich Man

XIII.

And how much more beneficial the opposite case, for a man, through possessing a competency, both not himself to be in straits about money, and also to give assistance to those to whom it is requisite so to do! For if no one had anything, what room would be left among men for giving? And how can this dogma fail to be found plainly opposed to and conflicting with many other excellent teachings of the Lord? "Make to yourselves friends of the mammon of unrighteousness, that when ye fail, they may receive you into the everlasting habitations." 1 "Acquire treasures in heaven, where neither moth nor rust destroys, nor thieves break through." 2 How could one give food to the hungry, and drink to the thirsty, clothe the naked, and shelter the houseless, for not doing which He threatens with fire and the outer darkness, if each man first divested himself of all these things? Nay, He bids Zaccheus and Matthew, the rich tax-gathers, entertain Him hospitably. And He does not bid them part with their property, but, applying the just and removing the unjust judgment, He subjoins, "To-day salvation has come to this house, forasmuch as he also is a son of Abraham." 3 He so praises the use of property as to enjoin, along with this addition, the giving a share of it, to give drink to the thirsty, bread to the hungry, to take the houseless in, and clothe the naked. But if it is not possible to supply those needs without substance, and He bids people abandon their substance, what else would the Lord be doing than exhorting to give and not to give the same things, to feed and not to feed, to take in and to shut out, to share and not to share? which were the most irrational of all things.


  1. Luke xvi. 9. ↩

  2. Matt. vi. 19. ↩

  3. Luke v. 29; xix. 9. ↩

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Welcher Reiche wird gerettet werden? (BKV)

13.

1. Und um wie viel nützlicher ist das Gegenteil, daß einer nämlich selbst genügend besitzt, um nicht in Sorge um das Lebensnotwendige sein zu müssen und um anderen, bei denen es nötig ist, helfen zu können! Denn welche Möglichkeit zum Wohltun1 bliebe noch in der Welt übrig, wenn niemand etwas besäße? 2. Wie könnte man leugnen, daß sich diese Lehre in offenem Gegensatz und Widerspruch zu vielen anderen schönen Lehren des Herrn erwiese? 3. „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit sie euch, wenn er zu Ende geht, in die ewigen Zelte aufnehmen!“2 „Erwerbt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstört noch Diebe nachgraben!“3 4. Wie könnte irgendeiner einen Hungernden speisen und einen Dürstenden tränken und einen Nackten bekleiden und einen Obdachlosen aufnehmen (und er droht denen, die dies nicht tun Feuer und die äußerste Finsternis),4 wenn zuvor jeder selbst nichts von all diesen Dingen besitzt? 5. Indessen ist der Herr selbst zu Gaste bei den reichen Zöllnern S. 243 Zakchaios5 und Levi6 und Matthaios,7 und er befiehlt ihnen nicht, ihren Reichtum aufzugeben, sondern fordert nur die gerechte Verwendung und verbietet die ungerechte und verkündet: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.“8 6. In solcher Weise lobt er (mit diesem Wort) die richtige Verwendung, daß er auch mit diesem Zusatz zur Wohltätigkeit auffordert, die darin besteht, daß man dem Dürstenden Trank, dem Hungernden Brot gibt, den Obdachlosen bei sich aufnimmt, den Nackten bekleidet.9 7. Wenn es aber nicht möglich ist, diese Bedürfnisse anders als auf Grund eigenen Besitzes zu befriedigen, und der Herr trotzdem befiehlt, auf den Besitz zu verzichten, was würde er dann anderes tun, als uns befehlen, die gleichen Dinge zu geben und nicht zu geben, zu speisen und nicht zu speisen, aufzunehmen und abzuweisen, mitzuteilen und nicht mitzuteilen, was doch ganz sinnlos wäre?


  1. Das Wort (xxx) , ursprünglich „Gemeinschaft“, dann „die Betätigung der Gemeinschaft“, „Freigebigkeit“, „Barmherzigkeit“. ↩

  2. Lk 16,9. ↩

  3. Mt 6,20. ↩

  4. Vgl. Mt 25,35-43. ↩

  5. Vgl. Lk 19,5 f. ↩

  6. Vgl. Mk 2,14 f.; Lk 5,27-29. ↩

  7. Vgl. Mt 9,9f. Während gewöhnlich angenommen wird, daß Levi an den genannten Stellen nur ein anderer Name für Matthaios sei, nimmt Clemens zwei verschiedene Personen an; ebenso Herakleon bei Clem. Strom. IV 71,3; Origines, Geg. Celsus I 62. ↩

  8. Lk 19.9. ↩

  9. Vgl. Mt 15,35-46; Jes 58,7 (woher das Wort (xxx) für „obdachlos“ stammt). ↩

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