20. Fortsetzung. Das Gesicht Daniels von den vier großen Thieren.
Hiermit wollen wir die Gesichte Daniels selbst verbinden und sie zusammen auslegend zeigen, wie übereinstimmend und wie wahr sie sind. Denn also sagt er: „Ich sah in meinem Schauen des Nachts, und siehe, die vier Winde des Himmels kämpften auf dem großen Meere. Und vier große Thiere stiegen empor aus dem Meere, unterschieden von einander. Das erste war gleich einer Löwin und hatte Adlerflügel, ich schaute, bis daß ausgerissen wurden seine Flügel und es ward aufgehoben von der Erde und stand auf den Füßen wie ein Mensch, und ein Menschenherz wurde ihm gegeben. Und siehe, ein anderes Thier, gleich einem Bären, stand ihm zur Seite, und drei Reihen1 waren in seinem Rachen und in seinen Zähnen, und so sprach man zu ihm: Erhebe dich, friß viel Fleisch. Hierauf schaute ich und siehe, ein anderes, gleich einem Parder, und Flügel hatte es wie von einem Vogel, vier an sich, und vier Köpfe waren an dem Thiere, und die Herrschaft ward ihm gegeben. Nach diesem sah ich im Schauen des Nachts und siehe, ein viertes S. 28 Thier, schrecklich und wunderbar und stark überaus; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zerstampfte die Reste mit seinen Füßen; es war aber verschieden von den übrigen Thieren, welche ich gesehen vor ihm, und es hatte zehn Hörner. Ich betrachtete die Hörner, und siehe ein anderes kleines Horn wuchs aus ihrer Mitte auf, und drei von den früheren Hörnern wurden abgestoßen durch selbes, und siehe, Augen wie Menschenaugen waren an diesem Horne und ein Mund, welcher Ungeheueres redete.“2
