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Homilies of St. John Chrysostom
4.
But not this, but many other grounds for confidence ought we to have. For God hath already given us not a few pledges for favourable hopes. And first of all, those who carried the evil tidings departing hence with the speed of wings, supposing they should long ere this have reached the camp, 1 are yet delayed in the midst of their journey. So many hindrances and impediments have arisen; and they have left their horses, and are now proceeding in vehicles; whence their arrival must of necessity be retarded. For since God here stirred up our priest, and common father, and persuaded him to go forth, and undertake this embassy, he detained the messengers for a while, when they were but half way on their road, lest arriving before him they might kindle the fire, and make our teacher's efforts to mend matters useless, when the royal ears had become inflamed. For that this hindrance on the road, was not without God's interposition is evident from this. Men who had been familiar with such journeys all their lives, and whose constant business it was to ride on horseback, now broke down through the fatigue of this very riding; so that what hath now happened is the reverse of what took place in the case of Jonah. For God hastened him when unwilling, to go on his mission. But these, who were desirous to go, He hindered. O strange and wonderful event! He wished not to preach of an overthrow; and God forced him to go 2 against his will. These men with much haste set forward to be the bearers of a message of overthrow, and against their will again He has hindered them! For what reason think you? Why, because in this case the haste was an injury; but in the other case, haste brought gain. On this account, He hastened him forward by means of the whale; and detained these by means of their horses. Seest thou the wisdom of God? Through the very means by which each party hoped to accomplish their object, through these each received an hindrance. Jonah expected to escape by the ship, and the ship became his chain. These couriers, by means of their horses, expected the more quickly to see the Emperor; and the horses became the obstacles; or rather, neither the horses in one case, nor the ship in the other, but the Providence of God everywhere directing all things according to its own wisdom!
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to stratopedon. The common Lexicons quote only Can. 7, of Sardica for the use of this word, to signify the court of an Emperor. Due Cange, Gloss. Med. Gr., shews it to be common, quoting St. Basil, Ep. 127, al. 59, &c.; St. Athanasius, Apol. ad Constantium, c. 4, St. Macar. Hom. XV. p. 213 (1st ed.) sec. 30, and other passages. The term is accounted for by the acknowledged dependence of the Emperors on the army, and their constantly having a strong guard about them. Compare our expression, "head-quarters" to denote the seat of government. Theodosius was now at Constantinople. ↩
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?n?stesen. ↩
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Homilien über die Bildsäulen (BKV)
5.
Vor allen andern Gliedern lasset uns also von der Zunge einen Weisen Gebrauch machen, diese bezähmen, Schimpf- und Spottreden, schandbare Worte und Verwünschungen und die böse Gewohnheit zu schwören aus unserem Munde verbannen! Ich komme nämlich in meiner Rede auf die alte Ermahnung zurück. Ich habe zwar gestern mit eurer Liebe die Vereinbarung getroffen, nicht länger von diesem Gebote zu reden, weil ich an allen vorausgegangenen Tagen zur Genüge darüber gesprochen. Allein, was soll ich denn thun? Ich kann es nicht unterlassen euch solange zu ermahnen, bis ich euere Besserung sehe. Sagt ja auch Paulus zu den Galatern: „Hinfort falle mir Niemand mehr lästig,” 1 und doch erscheint er wieder in ihrer Gesellschaft und redet. So ist die väterliche Liebe beschaffen: wenn die Väter sagen, daß sie ihre Hand abziehen wollen, so ziehen sie dieselbe nicht ab, bis sie sehen, daß sich die Kinder gebessert. Habt ihr gehört, was heute der Prophet über das Schwören zu uns sagt? „Ich erhob meine Augen und sah,” S. 307 sagt er, „und sieh, es war eine fliegende Sichel 2von zwanzig Ellen Länge und zehn Ellen Breite. Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe eine fliegende Sichel von zwanzig Ellen Länge und zehn Ellen Breite. Und sie wird, heißt es, in das Haus Desjenigen kommen, der bei meinem Namen schwört und es in seiner Mitte zerstören und die Steine und das Gebälk niederreissen.” 3Was bedeutet nun wohl dieser Ausspruch? Und warum erscheint denn die Strafe, welche die Schwörenden trifft, unter dem Bild einer Sichel und zwar einer fliegenden Sichel? Damit man erkenne, daß man die Rache nicht zu vermeiden, der Strafe nicht zu entrinnen vermöge. Einem fliegenden Schwerte kann vielleicht Jemand entrinnen; einer Sichel aber, die auf den Nacken hinfällt und so zu einer Schlinge geworden, kann Niemand ausweichen. Sind aber auch noch Flügel daran, welche Rettung ist dann noch zu hoffen? Warum zerstört sie denn aber auch die Steine und das Gebälk des Schwörenden? Damit diese Verwüstung den Andern zur Besserung werde. Denn weil ein todter Schwörer begraben werden muß, so wird der Anblick des verwüsteten und zur Ruine gewordenen Hauses Allen, die vorübergehen und es erblicken, zur Warnung, nicht denselben Frevel zu wagen, um nicht dieselbe Strafe leiden zu müssen; zugleich wird diese Ruine ein beständiger Ankläger gegen die Sünde des Verstorbenen sein. Nicht so verwundet ein Schwert, wie das Wesen eines Schwures; nicht so tödtet ein Dolch, wie der Stoß eines Eides. Wer einen Eidschwur gethan, der ist, und scheint er auch zu leben, schon todt und hat seinen Streich schon erhalten. Und gleichwie Derjenige, welcher den Strick empfangen, 4ehe er noch aus der Stadt heraustritt, ehe er S. 308 noch zur Richtstätte5 kömmt, ehe er noch den ihn erwartenden Henker erblickt, schon beim Überschreiten der Schwelle der Gerichtsstube todt ist: so ergeht es auch dem, der geschworen. Das laßt uns erwägen und nicht unsere Brüder zum Schwören bewegen! Was treibst du, o Mensch? Du nöthigst ihn beim heiligen Tische zu schwören und opferst an der Stelle den Bruder, wo Christus als Opfer daliegt! Die Mörder würgen wohl auf den Strassen, du aber erwürgest den Bruder im Angesichte der Mutter, verruchter denn Kain, als er die Mordthat beging! Denn Dieser erschlug seinen Bruder in der Einsamkeit und gab ihm nur den zeitlichen Tod; du aber ermordest den Bruder in der Mitte der Kirche und gibst ihm den künftigen, den ewigen Tod. Ist denn die Kirche darum gebaut, um da zu schwören? Sie ist darum vorhanden, damit wir da beten. Steht der Altar aus dem Grunde da, daß wir zu Schwüren Veranlassung geben? Darum ist er vorhanden, um unsere Sünden zu lösen, nicht um sie zusammenzubinden. Du aber, wenn du dich vor nichts Anderem scheuest, habe doch wenigstens Ehrfurcht vor dem Buche selber, das du zum Eidschwure hinreichest. Schlage das Evangelium auf, das du in die Hand nimmst, und auf das du den Eidschwur verlangst; und wenn du hörst, was Christus dort über die Eidschwüre spricht, so erzittere und laß davon ab! Was sagt er also dort über die Schwüre? „Ich aber sage euch, ihr sollt gar nicht schwören.” 6Du aber reichst das Gesetz, welches zu schwören verbietet, gerade zum Eidschwure hin. Welch' eine Verachtung! Welch' ein Wahnsinn! Denn du thust eben das, was Jemand thun würde, der den Gesetzgeber, welcher das Morden verbietet, zum Mitgenossen des Mordes auffordern wollte. Ich seufze und weine nicht so sehr, wenn ich höre, daß Einige auf den S. 309 Strassen erwürgt worden sind, als ich seufze, weine und zittere, wenn ich sehe, daß Jemand zu diesem Altare herkömmt, die Hände darauf legt, das Evangelium berühret und schwört. Du bist über Gelder in Ungewißheit, nicht wahr? Und du mordest eine Seele! Was machst du denn für einen so großen Gewinn, da du ja sowohl deine als deines Bruders Seele so gewaltig verletzest? Denn wenn du glaubst, daß er ein wahrheitsliebender Mann ist, so nöthige ihn nicht zum Schwören! Wenn du aber weißt, daß er lügt, so zwinge ihn nicht, einen Meineid zu schwören! „Aber um volle Gewißheit zu haben,” sagst du. Im Gegentheil, wenn du ihn nicht zu einem Eidschwure zwingst, dann wirst du die größere Sicherheit haben. Denn wenn du ihn zwingst und dich so nach Hause begibst, so wirst du fortwährend vom Gewissen gefoltert bei dem Gedanken: Hab' ich ihn wohl nicht grundlos zum Schwure veranlaßt? Hat er wohl keinen Meineid geschworen? Bin wohl nicht ich Schuld an der Sünde gewesen? Hast du ihn aber nicht zum Schwören angehalten, so wirst du bei der Rückkehr nach Hause eines großen Trostes genießen, Gott danken und sagen: Gott sei gepriesen, daß ich mich selber bezwungen und nicht ohne Grund und umsonst zu einem Eide Anlaß gegeben! Mag doch das Gold bejammert werden, mögen wir die Gelder verlieren, damit uns das die volle Sicherheit gebe, das Gebot weder selbst übertreten, noch einen Andern gezwungen zu haben. Dieses zu thun. Bedenke, aus welchen Gründen du ihn nicht zum Eide angehalten, und das wird dir zur Beruhigung und zum Troste genügen. Oft ertragen wir es großmüthig, wenn wir bei einem entstandenen Streite beschimpft werden, und sagen zu dem, der uns geschmäht hat: „Was soll ich dir thun? Der oder jener Beschützer deiner Person hält mich zurück; der bindet mir die Hände.” Und das genügt uns als Trost. So bezwinge auch du dich und wehre es dir, wenn du Jemand zu einem Eide nöthigen willst, und sage zu dem, der den Eid leisten soll: „Was soll ich mit dir machen? Gott hat befohlen nicht zu schwören; Gott hält mich nun ab.” Das reicht nun hin sowohl zur Ehre des S. 310 Gesetzgebers, als auch zu deiner Sicherheit, und Denjenigen, der da schwören will, in Furcht zu versetzen. Denn wenn er sieht, daß wir uns so sehr scheuen, Andere zum Schwören zu reizen, so wird er desto mehr selber sich scheuen, voreilig zu schwören. Wenn du dieses Wort sagst, 7 so wirst du mit freudiger Zuversicht heimkehren. Höre also auf Gott in seinen Geboten, damit auch er dich erhöre in deinen Gebeten! Dieses Wort wird im Himmel aufgeschrieben werden, wird am Tage des Gerichtes dir beistehen und viele Sünden vertilgen. Lasset uns aber nicht nur beim Eide so denken, sondern bei allen unsern Handlungen, und wenn wir wegen Gott etwas Gutes thun müssen, das dann einigen Schaden mit sich bringt: so lasset uns nicht bloß den daraus entspringenden Schaden ins Auge fassen, sondern auch den Gewinn, den wir ernten, weil wir es um Gottes willen gethan! Ich gebe ein Beispiel. Hat dich Jemand beschimpft? Ertrage es großmüthig! Du wirst es aber großmüthig ertragen, wenn du nicht bloß an die Schmach, sondern auch an die Größe Desjenigen denkst, der Dieß befiehlt: und du wirst es gelassen ertragen. Hast du ein Almosen gespendet? Denke nicht allein an die Ausgabe, sondern auch an den Gewinn, den die Ausgabe bringt! Hast du eine Einbuße an Geldern erlitten? Danke dafür und siehe nicht bloß auf den schmerzlichen Verlust, sondern auch auf den Vortheil, den die Danksagung bringt! Wenn wir uns selber in eine solche Verfassung versetzen, so wird uns keiner der vorkommenden Unglücksfälle betrüben, sondern wir werden selbst aus scheinbar traurigen Fällen Vortheile ziehen: Verlust wird uns lieber als Reichthum, Traurigkeit angenehmer als Vergnügen und Wollust, die Schmach reizender sein als die Ehre, und alle Widerwärtigkeiten werden zu unserm Vortheil gereichen; hier werden wir einer großen Ruhe genießen, dort des Himmelreiches theilhaftig werden. Mögen S. 311 wir desselben Alle gewürdiget werden durch die Gnade und Menschenfreundlichkeit unseres Herrn Jesu Christi, durch welchen und mit welchem dem Vater zugleich und dem heiligen Geiste sei Ehre, Macht und Herrlichkeit jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.—
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Gal. 6, 17. ↩
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Siehe übrigens die Anmerkung zu Zach. 5, 1 gegen Ende der neunten Homilie. Das Folgende deutet hier eher auf eine „Sichel” als eine fliegende „Rolle.” ↩
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Zach. 5, 1 ff. ↩
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Ὁ τὸ σπαρτίον λαβών, d. h. der zum Stricke oder zum Galgen verurtheilt worden. ↩
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Βάραθρον — eigentlich Abgrund, besonders der Felsenschlund hinter der Akropolis zu Athen, in welchen zum Tode verurtheilte Verbrecher gestürzt wurden. ↩
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Matth. 5, 34. ↩
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Nämlich: „Gott hat befohlen, nicht zu schwören” u. s. w. ↩