• Start
  • Werke
  • Einführung Anleitung Mitarbeit Sponsoren / Mitarbeiter Copyrights Kontakt Impressum
Bibliothek der Kirchenväter
Suche
DE EN FR
Werke Johannes Chrysostomus (344-407) Ad populum Antiochenum homiliae I-XXI [De statuis]

Übersetzung ausblenden
Homilies of St. John Chrysostom

9.

"O that I did endure the peril for God," saith some one, "then I should have no anxiety!" But do not even now sink into despondency; for not only indeed is he well approved, who suffers in the cause of God: but he who is suffering any thing unjustly: 1 and bearing it nobly, and giving thanks to God who permits it, is not inferior to him who sustains these trials for God's sake. The blessed Job is a proof of this, who received so many intolerable wounds through the devil's plotting against him uselessly, vainly, and without cause. Yet, nevertheless, because he bore them courageously, and gave thanks to God who permitted them, he was invested with a perfect 2 crown. Be not sad then on account of death; for it is natural to die: but grieve for sin; because it is a fault of the will. But if thou grievest for the dead, mourn also for those who are born into the world; for as the one thing is of nature, so is the other too of nature. Should any one, therefore, threaten thee with death, say to him, "I am instructed by Christ not to fear them which kill the body, but are not able to kill the soul.'" 3 Or should he threaten thee with the confiscation of thy goods, say to him, "Naked came I out of my mother's womb, and naked shall I return thither. We brought nothing into this world, and it is certain we can carry nothing out." 4 "And though thou take me not, death will come and take me; and though thou slay me not, yet the law of nature will presently interfere and bring the end." Therefore we should fear none of these things which are brought on us by the order of nature, but those which are engendered by our own evil will; for these bring forth our penalty. But let us continually consider this, that as regards the events which come upon us unexpectedly we shall not mend them by grieving, and so we shall cease to grieve.


  1. 1 Pet. xi. 19, 20: "for it" in this text is not in the original, as is marked by the italics in our version. ↩

  2. holokleron. He seems to mean a reward as full as if he had suffered for God. See on Rom. v. 11, Hom. IX. ↩

  3. Matt. x. 28. ↩

  4. Job i. 21; 1 Tim. vi. 7. ↩

Übersetzung ausblenden
Homilien über die Bildsäulen (BKV)

3.

Jedoch genug hievon! Wir wollen nun von dem, was heute vorgelesen worden, nur einen Satz vorführen und damit unsere Rede beschließen. Er heißt: „Paulus ein Gebundener Jesu Christi und Timotheus der Bruder.” 1 Eine herrliche Bezeichnung des Paulus! Nicht ein Name der Herrschaft und Ehre, sondern Bande und Ketten! Fürwahr ein Ehrenname! Es haben den Paulus viele andere Dinge verherrlicht: die Entrückung in den dritten Himmel, die Entzückung ins Paradies und das Hören unaussprechlicher Worte, allein Nichts von dem setzt er hieher, sondern vor Allem die Kette; denn diese verlieh ihm mehr Glanz und Ruhm als obige Dinge. Wie denn so? Weil jene Dinge Gnadengaben des gütigen Herrn sind, die Kette hingegen ein Beweis der Standhaftigkeit und Geduld seines Dieners ist. Es Pflegen bei den Liebenden die Leiden, die sie für ihre Geliebten erdulden, einen größern Eindruck zu machen als die Wohlthaten, die sie von ihnen empfangen. Ein König ist nicht so stolz auf seine Krone, als sich Paulus an seinen Banden erfreute. Und das ganz mit Recht; denn das Diadem schmückt bloß das gekrönte Haupt, die Kette hingegen gewährt nicht nur einen viel größern Schmuck, sondern bietet auch Schutz. Oft hat die Königskrone das Haupt, das sie schmückte, verrathen, zahllose Feinde herbeigelockt und gereizt, nach der Herrschaft zu streben. In Kriegen aber ist dieser Schmuck so gefährlich, daß man ihn ablegt und verbirgt. Die Könige wenigstens verändern in den Schlachten ihre Kleidung und mischen sich dann unter die Krieger; solcher Verrath droht von der Krone. Die Kette hingegen bringt ihren Trägern keinen solchen Nachtheil, S. 319 sondern gerade das Gegentheil. Gibt es Fehde und Kampf wider den Satan und iene unseligen Geister, so schlägt der Gefesselte dadurch, daß er ihnen die Kette vorhält, ihre Angriffe ab. Viele der weltlichen Obrigkeiten führen ihren Amtsnamen nicht nur, so lange sie sich im Amte befinden, sondern auch nachdem sie dasselbe niedergelegt: Jener heißt Altbürgermeister, Dieser gewesener Stadtrichter; Paulus aber heißt ganz vorzugsweise „der Gebundene” und zwar mit vollem Rechte. Denn jene Amtswürden sind kein vollgiltiger Beweis eines geistigen Adels; denn sie sind für Geld feil und durch Schmeicheleien der Freunde erwerblich; allein die Würde, die sich von den Banden herschreibt, ist ein Beweis eines wohlgeordneten Herzens und das sicherste Zeichen einer brünstigen Liebe zu Christus. Jene Würden nehmen bald ein Ende, diese hingegen hat keinen Nachfolger. Denn bedenke nur, welch lange Zeit von Paulus bis auf unsere Tage verfloß, und wie der Name dieses „Gebundenen” noch glänzender wurde. Alle Obrigkeiten, so viele ihrer in den alten Zeiten gelebt, sind vergessen, und den Meisten sind nicht einmal ihre Namen bekannt; der Name aber des heiligen Paulus, des „Gebundenen”, ist unter uns, ist in der Heimath der Barbaren, ist bei den Scythen und Indiern gar wohl bekannt; und wanderst du selbst bis an die Grenzen des Erdkreises, so wirst du diesen Namen vernehmen, und mag Jemand wohin immer auch kommen, überall wird er den Paulus in Aller Munde vorfinden. Und ist es ein Wunder, daß Dieß zu Wasser und zu Lande geschieht, da ja der Name des Paulus im Himmel von den Engeln, von den Erzengeln, von den himmlischen Gewalten und von Gott ihrem Könige hochgeschätzt wird? Und was waren denn das für Bande, fragst du, daß sie dem Gebundenen eine so hohe Ehre verschafften? Waren sie denn nicht aus Eisen verfertigt? Wohl waren sie aus Eisen geschmiedet, allein sie waren sehr verherrlicht durch die Gnade des heiligen Geistes, weil sie Paulus um Christi willen getragen. O des Wunders! Die Knechte wurden gebunden, der Herr ward gekreuzigt, und die Verkündigung (des Evangeliums) S. 320 nimmt von Tag zu Tag zu! Und gerade durch die nämlichen Mittel, durch die man sie zu verhindern wähnte, ward sie gefördert: sowohl Kreuz als Bande, die ein Greuel zu sein schienen, sind nun Zeichen des Heiles geworden, und dieses Eisen ist uns werther als alles Gold, nicht seiner eigenen Beschaffenheit wegen, sondern wegen des eben angegebenen Grundes. 2Jedoch ich sehe. daß hieraus für uns eine Frage entspringt; wenn ihr nun aufmerksam zuhört, so will ich sowohl die Frage stellen, als auch die Lösung beifügen. Welches ist nun die Frage? Dieser Paulus trat einst vor den (Landpfleger) Festus, redete mit ihm und rechtfertigte sich ob der Verbrechen, die ihm die Juden vorwarfen; er sagte, wie er Jesum gesehen, wie er jene beglückende Stimme gehört; wie er durch die Blendung zum Lichte gelangt, wie er gefallen und aufgestanden, und wie er, ohne Bande gebunden, als ein Gefangener in Damaskus seinen Einzug gehalten. Er redete von den Propheten und vom Gesetze und zeigte, daß Jene Dieß alles vorausgesagt haben: dadurch hat er den Richter gewonnen und war nahe daran, ihn zu seiner Ansicht zu bekehren.


  1. Philem. 1. ↩

  2. Eben als „Zeichen des Heiles,” weil Zeichen der Tugenden, die in den Banden geübt worden sind. ↩

  Drucken   Fehler melden
  • Text anzeigen
  • Bibliographische Angabe
  • Scans dieser Version
Übersetzungen dieses Werks
Homilien über die Bildsäulen (BKV)
Homilies of St. John Chrysostom
Kommentare zu diesem Werk
Einleitung in die Säulenhomilien
Preface to the Benedictine Edition of the Homilies on the Statues

Inhaltsangabe

Theologische Fakultät, Patristik und Geschichte der alten Kirche
Miséricorde, Av. Europe 20, CH 1700 Fribourg

© 2026 Gregor Emmenegger
Impressum
Datenschutzerklärung