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Werke Johannes Chrysostomus (344-407) Ad populum Antiochenum homiliae I-XXI [De statuis]

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Homilies of St. John Chrysostom

3.

Let us not then grieve on account of this despondency, but even give thanks to God, for great is the gain that comes of tribulation. The husbandman, when he has sown the seed he had gathered with so much labour, prays that a shower may come; and the ignorant man, looking on, will be surprised at all that takes place; and perhaps say to himself, "what can this man be doing? He is scattering what he has collected; and not only scattering, but he is also mixing it up in the earth with much industry, so that it will be no easy matter for him to collect these together again; and besides mixing them with the earth, he is moreover desiring a heavy rain, so that all he has cast therein will rot, and become mire." Such a person is also terrified when he observes the thunders bursting through the clouds, and the lightnings striking downwards. But not so the farmer. He is glad and rejoices whilst beholding the heavy rain. For he does not regard what is present, but awaits the future. He does not attend to the thunderings, but is reckoning the number of his sheaves. He thinks not of the decaying seed, but of the flourishing ears of corn; not of the tedious rain, but of the delightful dust of the threshing floor. Thus indeed, also, should we regard, not our present tribulation, nor the pain of it, but the benefit that may arise from it--the fruit that it will bring forth. Let us wait for the sheaves of the threshing floor; for if we be sober, we shall be able to collect much fruit from the present time, and to fill the granaries of our minds. If we be sober, we shall not only be far from taking any harm from this trouble, but we shall also reap innumerable benefits. But should we be slothful, even tranquillity will destroy us! Either of these things is injurious to him who takes no heed; but they both profit him who lives with strictness. And even as gold if it be covered with water, still shows its own proper beauty, and although it should fall into the furnace, would again come forth brighter than before; but on the other hand, should clay or grass be mixed with water, the one dissolves and the other corrupts; and should they fall into the fire, the one is parched and the other is burnt up; so also in truth it is with the just man and the sinner! For should the former enjoy repose, he remains illustrious, even as gold is when immersed in water; and though he falls into trial, he becomes the more illustrious, like gold when subjected to the test of fire; but the sinner, if he obtains rest, is enervated and corrupted like the grass and the clay, when they come in contact with water; and should he undergo trial, he is burnt up and destroyed, in the same way as the grass and the clay are by the action of fire!

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Homilien über die Bildsäulen (BKV)

5.

Wir könnten nun auch über die andern Elemente: den Himmel, die Luft, die Erde, das Meer Betrachtungen anstellen und ihre Unvolltommenheit an den Tag legen, wie nämlich ein jedes des andern bedarf und ohne dasselbe verdirbt und zu Grunde geht. Denn fehlten der Erde die S. 217 Brunnen und das Naß, das ihr vom Meere und von den Flüssen zugeführt wird, so würde sie in Kürze verdorren und zerfallen. Ebenso bedürfen die andern Elemente eines des andern: die Luft der Sonne, sowie die Sonne der Luft. Jedoch ich will mich darüber nicht weiter auslassen; ich habe ja denen, die nachdenken wollen, durch das Gesagte genug Gelegenheit geboten, Dieses zu thun. Denn wenn schon die Sonne, das herrlichste aller Geschöpfe, so unvollkommen und bedürftig erscheint, um so mehr müssen es die andern Theile der Welt sein. Das sage ich darum, damit die Strebsamen sich die Unvollkommenheiten an ihnen sammeln mögen. — Nun will ich mich wieder aus der heiligen Schrift mit euch unterhalten und zeigen, daß nicht die Sonne allein, sondern diese ganze Welt vergänglich sei. Denn da die Elemente sich unter einander aufreiben, indem eine zu große Kälte die Kraft der Sonne zu mindern, und wieder die zunehmende Hitze den Frost zu schwächen vermag, und die Elemente einander entgegengesetzte Wirkungen und Zustände hervorbringen und von einander erleiden: so ist es stets klar, daß Dieß ein Beweis ihrer großen Vergänglichkeit sei, und ein Beweis, daß alles Sichtbare körperlich sei. Weil jedoch diese Betrachtung für unsern schlichten Verstand zu erhaben sein dürfte, wohlan, so wollen wir euch zur süßen Quelle der Schrift führen und damit euere Ohren ergötzen. Wir wollen uns nämlich nicht speciell vom Himmel und von der Erde, sondern überhaupt von allen Geschöpfen mit euch unterreden und euch einen Apostel vorführen, der euch ganz Dasselbe bekräftigt und es ebenso klärlich ausspricht, daß die sämmtliche Schöpfung jetzt der Vergänglichkeit unterworfen sei, und warum sie es sei, und wann sie davon ihre Befreiung erlangen und in welchen Zustand sie dann übergehen werde. Denn nachdem er den Ausspruch gethan, daß „die Leiden dieser Zeit nicht zu vergleichen sind mit der Herrlichkeit, die an uns soll geoffenbart werden,” 1 setzt er hinzu: „Diesem S. 218 Offenbarungszustande an den Kindern Gottes harret die Schöpfung voll Sehnsucht entgegen; denn sie ist einem unvollkommenen Zustande unterworfen, nicht aus eigener Wahl, sondern durch den, der sie unterworfen auf die Hoffnung.” 2 Er will aber damit Folgendes sagen: Die Schöpfung ist vergänglich erschaffen, das will es nämlich besagen: „Die Schöpfung ist einem unvollkommenen Zustande unterworfen;” vergänglich wurde sie aber erschaffen, weil es Gott also befahl; Gott hat es aber wegen unseres Geschlechtes also befohlen; denn weil sie einen vergänglichen Menschen ernähren sollte, so mußte sie selber so sein; denn vergängliche Körper dürfen sich in einem unvergänglichen Geschöpfe nicht aufhalten. Allein so bleibt die Schöpfung nicht, fährt er weiter, sondern „auch sie wird von der Dienstbarkeit der Verderbniß befreit werden.” 3 Dann zeigt er, wann Dieß geschehen und durch wen es geschehen wird, und sagt: „Zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.” Denn sobald wir auferstehen und unverwüstliche Leiber erlangen, dann werden auch die Himmelskörper und die Erde und die ganze erschaffene Welt unvergänglich und unverwelklich erscheinen. Wenn du also die Sonne aufgehen siehst, so bewundere den Schöpfer; wenn du siehst, daß sie sich versteckt und verschwindet, so lerne daraus die Unvollkommenheit ihrer Natur und bete sie ja nicht als Gott an. Denn darum hat Gott nicht bloß der Natur der Elemente den Beweis ihrer Unvollkommenheit auf die Stirne geschrieben, sondern auch seinen Knechten, den Menschen, befohlen über dieselben zu herrschen, damit du, falls du aus ihrem Anblick ihr Unterthänigkeitsverhältniß nicht zu erkennen vermagst, aus ihren Beherrschern erkennest, daß alle Geschöpfe deine Mitknechte seien. Deßwegen spricht Jesus der Sohn des Nave: „Die Sonne stehe still in Gabaon und der Mond im Thale Ajalon.”4Und wieder befahl ihr der Prophet Isaias unter dem Könige S. 219 Ezechias zurückzugehen,5und Moses herrschte über Luft und Meer, über Erde und Felsen. Elisäus verwandelte die Natur des Wassers,6 die drei Knaben überwanden das Feuer. Siehst du, wie Gott auf doppelte Weise für uns gesorgt hat, indem er uns einerseits durch die Schönheit der Elemente zur Gotteserkenntniß hinführt, andererseits aber durch ihre Hinfälligkeit abhält, in eine abgöttische Verehrung derselben zu verfallen?


  1. Röm. 3, 18. ↩

  2. Röm. 8, 19. 20. ↩

  3. Ebend. V. 21. ↩

  4. Jos. 10, 12. ↩

  5. Isai. 38. 8. ↩

  6. IV. Kön. 3. ↩

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Übersetzungen dieses Werks
Homilien über die Bildsäulen (BKV)
Homilies of St. John Chrysostom
Kommentare zu diesem Werk
Einleitung in die Säulenhomilien
Preface to the Benedictine Edition of the Homilies on the Statues

Inhaltsangabe

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