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Homilies of St. John Chrysostom
1.
The discourse concerning the three young men, and the Babylonian furnace, did, as it would seem, yesterday give no small comfort to your Charity; and still more the example in the case of Job, and that dunghill more to be venerated than any kingly throne. For from seeing a royal throne no advantage results to the spectators, but only a temporary pleasure, which has no profit; but from the sight of Job's dunghill, one may derive every kind of benefit, yea, much divine wisdom and consolation, in order to patience. Therefore to this day many undertake a long pilgrimage, 1 even across the sea, hastening from the extremities of the earth, as far as Arabia, that they may see that dunghill; and having beheld it, may kiss the land, which contained the wrestling-ground 2 of such a victor, and received the blood that was more precious than all gold! For the purple shines not so brilliantly, as did that body when dyed 3 not in another's blood, but in its own! Even those very wounds were more precious than all manner of jewels! For the nature of pearls is of no help to our life; nor do they satisfy any necessary want on the part of those who have them. But those wounds are a consolation for all sadness; and that thou mayest learn this to be the truth, suppose any one were to lose a beloved and only son. Shew him ten thousand pearls, and you will not console his grief, or lighten his anguish; but recall to his mind the wounds of Job, and thou wouldest easily be able to minister comfort by speaking thus: "Why sorrowest thou, O man? Thou hast lost one son; but that blessed man, after he had been bereaved of the whole family of his children, both received a plague in his own flesh, and sat down naked upon the dunghill, streaming with gore from every part, and his flesh gradually wasting away; even he who was just, and true, so devout a man, who stained from every evil deed, and had even God for a witness to his virtue." By speaking thus thou wouldest extinguish all the sufferer's sadness, and remove all his distress. Thus the wounds of the just man become more useful than pearls!
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Comp. Hom. I. 23; Hom. XXXI. on Rom. xvi. 4. ↩
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ten dexam?nen ta sk?mmata, see Hom. IV., this word can only mean the prepared place, not the spectators. ↩
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baptizomenon, perhaps rather "drenched," but the mention of the purple favors "dyed;" the present tense does not admit "baptized," though the allusion is well sustained in Ben. tinctum. ↩
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Homilien über die Bildsäulen (BKV)
1.
Ich habe gestern gesagt: Gott sei gepriesen! Ich werde heute Ebendasselbe neuerdings sagen: denn wenn auch der Sturm vorübergezogen, so soll doch davon die Erinnerung bleiben, nicht um uns zu betrüben, sondern damit wir (Gott) danken. Wenn wir nämlich das Andenken an das Unglück bewahren, so werden wir dieses thatsächlich niemals erfahren; denn wozu bedürfte es wohl dieser Erfahrung, wenn uns schon die Erinnerung bessert? Wie uns also Gott in dem gegenwärtigen Sturme nicht untergehen ließ, so wollen auch wir, nachdem derselbe vorüber, uns nicht von der Erschlaffung 1hinreissen lassen. Gott hat uns in der Trübsal getröstet, lasset uns jetzt in der Freude ihm danken! Er hat uns getröstet, als wir seufzten, und uns nicht verlassen; lasset uns also im Glücke uns nicht selber dadurch verrathen, daß wir nachläßig werden! Denn es steht geschrieben: „Am Tage der Sättigung denke an die Zeit des Hungers.” 2 Denken also auch wir in den Tagen der Ruhe an die Zeit der Versuchung; ja thun wir Ebendasselbe auch in Bezug auf die Sünden! Hast du gesündigt, und hat dir Gott die Sünde verziehen, so nimm die Vergebung an und danke dafür; vergiß aber der Sünde nicht, nicht um dich durch diesen Gedanken zu quälen, sondern um deiner Seele die Lehre zu geben, nicht mehr muthwillig zu sein, nicht mehr in die alten Sünden zu fallen. So hat es auch Paulus gemacht; denn den Worten: „Er hat mich für treu erachtet und zum Amte bestellt,” 3fügt er hinzu: „Der ich zuvor ein Lästerer und ein Verfolger und ein Schmäher gewesen.”4 „Der Wandel des Knechtes,” spricht er, „werde nur an den Pranger gestellt, damit die Güte des Herrn offenbar werde. Habe ich auch die Ver- S. 241 gebung der Sünden erlangt, so lege ich doch die Erinnerung an dieselben nicht ab.” Das aber offenbarte nicht nur die Güte des Herrn, sondern verschaffte auch ihm (Paulus) größern Ruhm; denn wenn du weißt, wer er früher gewesen, so wirst du ihn noch mehr bewundern, und wenn du siehst, wie groß er dennoch geworden, so wirst du ihn noch höher preisen; und wenn du viel gesündiget hast, so wirst du aus diesem Beispiele, falls du dich nur bekehrst, gute Hoffnungen schöpfen; denn dieses Beispiel zieht auch die Verzweifelnden an und bewirkt, daß sie sich aufraffen. Ebenso wird es auch in unserer Stadt sein; denn Alles, was vorging, beweist einerseits eure Tugend, indem ihr durch eure Buße einen solchen Zorn abzuwenden vermochtet, und verkündet andererseits die Barmherzigkeit Gottes, welche wegen einer kleinen Bekehrung eine so gewaltige Wolke verscheucht hat; ja es werden Alle, die den Muth fast gänzlich verloren, dadurch ermuntert, indem sie aus dem, was uns begegnet ist, lernen, daß Derjenige, der nach oben auf die Hilfe Gottes hinblickt, nicht untergehen könne, und sollten ihn von allen Seiten unzählige Wogen umstürmen. Denn wer hat je solche Leiden, wie die unsrigen, geschaut, wer von solchen gehört? Wir besorgten ja täglich, daß die Stadt mit ihren Bewohnern von Grund aus zerstört werden würde; aber gerade als der Teufel sich der Hoffnung hingab, das Schifflein werde versinken, da hat uns Gott eine heitere Stille verschafft; vergessen wir also nicht die Größe der Leiden, damit wir auch an die Größe der Wohlthaten denken, die Gott uns gespendet; denn Derjenige, welcher die Beschaffenheit der Krankheit nicht kennt, wird auch die Kunst des Arztes nimmer begreifen. Das lasset uns auch unsern Kindern erzählen, lasset es uns auf tausend Geschlechter fortpflanzen, damit sie alle einsehen lernen, wie der Satan beflissen gewesen, unsere Stadt bis auf den Grund zu zerstören, wie aber Gott die gefallene, darniederliegende Stadt wieder aufzurichten vermocht, wie er sie nicht bloß von jeglichem Schaden bewahrt, sondern auch von der Furcht befreit und in aller Eile selbst die Gefahr verscheucht hat. Denn in S. 242 der vergangenen Woche waren wir alle besorgt, es dürften unsere Güter geraubt und Kriegsknechte gegen uns ausgeschickt werden; ja wir träumten von tausend andern Leiden. Doch sehet, das ist alles vorüber, wie eine Wolke, wie ein flüchtiger Schatten, und die Furcht vor dem Unglück war unsere einzige Strafe, ja wir sind eigentlich gar nicht gestraft, sondern nur belehrt und besser geworden, weil Gott das Herz des Kaisers gerührt hat. Rufen wir also unabläßig und täglich: Gepriesen sei Gott! Lasset uns mit größerem Eifer der Versammlung beiwohnen und der Kirche zueilen, woraus wir einen solchen Nutzen geschöpft. Denn ihr wißt ja, wohin ihr Anfangs euere Zuflucht genommen, wo ihr zusammengeströmt, woher euch die Rettung gekommen. Halten wir also fest an diesem heiligen Anker, und gleichwie er uns zur Zeit der Gefahr nicht verrathen, so wollen auch wir ihn zur Zeit der Befreiung (von der Gefahr) nimmer verlassen, sondern mit Eifer ausharren, uns täglich versammeln und beten und das Wort Gottes anhören; wir wollen die Zeit,die wir bisher durch geschäftiges und neugieriges Forschen verloren, indem wir denen nachliefen, die aus dem Hoflager des Kaisers gekommen, und denen die Sorge um Abwendung der drohenden Gefahren oblag — wir wollen all diese Zeit auf die Anhörung der göttlichen Gesetze verwenden und sie nicht mit unzeitigen und nutzlosen Geschäften vergeuden, damit wir uns nicht wieder selbst in die Noth eines solchen Sturmes versetzen.