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Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)
I.
13. Versuchung hat euch noch keine getroffen, als eine menschliche. Gott ist aber getreu und wird euch nicht versuchen lassen über euere Kräfte, sondern bei der Versuchung auch den Ausgang geben, daß ihr sie ertragen könnet.
I. Paulus hatte sie durch Erwähnung alter Beispiele genugsam erschreckt und durch die Worte geängstigt: „Wer da zu stehen glaubt, der sehe zu, daß er nicht falle!“ Sie hatten auch wirklich viele Drangsale ausgestanden und waren darin geübt; denn er sagt: „Ich war in Schwäche und in Furcht und in vielem Zittern bei euch.“1 Damit sie nun nicht sagen möchten: Was suchst du uns in Furcht und Schrecken zu setzen? Wir sind in diesen Verfolgungen nicht unerfahren; denn wir sind verbannt und verfolgt und haben viele und anhaltende Gefahren bestanden: so spricht er, um ihren Hochmuth wieder zu dämpfen: „Versuchung S. 405 hat euch noch keine getroffen als eine menschliche,“ d. h. sie war gering, kurz und erträglich. „Menschlich“ bedeutet bei ihm das Schwache, wie er denn auch sagt: „Ich rede nach menschlicher Weise um der Schwachheit eures Fleisches willen.“2 Werdet also nicht hochmüthig, will er sagen, als hättet ihr den Sturm schon überstanden; denn noch hat euch keine Todesgefahr bedroht, noch keine Versuchung getroffen, die euch den Untergang verkündete. Das Nämliche sagt er auch den Hebräern: „Noch habt ihr im Kampfe wider die Sünde nicht bis auf’s Blut widerstanden.“3 Siehe nun, wie er sie jetzt wieder ermuntert, nachdem er sie eingeschüchtert und gelehrt hat, bescheiden zu sein, indem er sagt: „Gott ist getreu und wird euch nicht versuchen lassen über eure Kräfte.“ Es gibt also Versuchungen, die über unsere Kräfte sind. Und welche sind diese? So zu sagen alle; denn das Können hängt vom Winke Gottes ab, wir erlangen aber dasselbe durch die Gesinnung unseres Willens. Damit wir aber gründlich erkennen, daß wir nicht nur jene Versuchungen, die unsere Kraft überstehen, sondern auch nicht einmal die leichten ohne Gottes Hilfe zu überwinden vermögen, fügt er hinzu: „Sondern er wird bei der Versuchung auch den Ausgang geben, daß ihr sie ertragen könnet.“ Nicht einmal jene mäßigen Versuchungen, wie ich schon sagte, können wir durch eigene Kraft aushalten, sondern auch darin bedürfen wir der Hilfe Gottes, um sie zu ertragen und zu überwinden. Denn er gibt die Kraft zur Ausdauer und schnelle Befreiung, so daß die Versuchung erträglich wird; Dieses nämlich deutet er an mit den Worten: „Er wird den Ausgang geben, daß ihr (die Versuchung) ertragen könnet;“ das Ganze schreibt er Gott zu.
S. 406 14. Darum, meine Brüder, fliehet den Götzendienst!
Neuerdings besänftigt er sie durch den Ausdruck der Verwandtschaft und sucht sie dringend von diesem Laster abzuhalten; denn er sagt nicht einfach: Entfernt euch davon, sondern: „Fliehet!“ und nennt es Götzendienst. Auch nimmt er hier nicht den Schaden des Nebenmenschen zum Beweggrunde, sondern zeigt, daß die Sache schon an und für sich geeignet sei, großen Schaden zu stiften.
13. Ich rede zu euch als Verständigen; beurtheilet selbst, was ich sage!
Weil er von einem so wichtigen Gegenstand spricht und durch den Ausdruck „Götzendienst“ die Größe des Verbrechens aufzeigt, so überläßt er nun ihnen selbst das Urtheil und stellt sie — unter Ertheilung von Lobsprüchen— als Richter auf, um so den Schein der Bitterkeit und Gehässigkeit zu vermeiden. „Ich rede zu euch als Verständigen,“ sagt er; das heißt auf die Gerechtigkeit seiner Sache vollkommen vertrauen, wenn man den Angeklagten selbst zum Richter bestellt. Das weckt auch die Zuhörer mehr, wenn man nicht gebietend und vorschreibend auftritt, sondern gleichsam berathend und ihr Urtheil erwartend sich ausspricht. Mit den Juden, die thörichter und unverständiger waren, verfuhr Gott nicht also; nicht immer gab er den Grund an, warum er befehle, sondern befahl geradezu; jetzt aber, nachdem wir eine hohe Freiheit erlangt haben, werden wir auch seines Rathschlusses theilhaftig, und der Apostel redet wie mit Freunden und sagt: Ich bedarf keines andern Richters; ihr selbst möget über meine Worte richten, ich nehme euch als meine Richter an.
S. 407 16. Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht Theilnahme am Blute Christi?
Was sagst du da, o heiliger Paulus? Du willst die Zuhörer beschämen, indem du jene ehrwürdigen Geheimnisse erwähnest, und nennest jenen Schauder und Ehrfurcht erregenden Kelch „den Kelch der Segnung“? Ja freilich, sagt er; denn jene Worte sind von hoher Bedeutung; wenn ich nämlich die „Segnung“ nenne, enthülle ich den ganzen Schatz der Güte Gottes und erinnere an jene großen Gaben. Denn auch wir erzählen, wenn wir den Kelch opfern und genießen, die unaussprechlichen Wohlthaten Gottes und alle empfangenen Gnaden und danken Gott, daß er das Menschengeschlecht von dem Irrthum befreit hat; daß er Diejenigen, die ihm entfremdet waren, wieder an sich gezogen; daß er Diejenigen, welche hoffnungslos und ohne Gott lebten, zu seinen Brüdern und Miterben gemacht. Für diese und alle ähnliche Gnaden danken wir ihm, und so genießen wir den Kelch. Wie nun, ihr Korinther, thut ihr nicht das Gegentheil, indem ihr zwar Gott preiset, daß er euch von dem Götzendienste befreit hat, und dann doch wieder zu den Götzenopfern hineilet? „Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht Theilnahme am Blute Christi?“ Treffender und furchtbarer Ausspruch! Denn er will damit sagen: Das Blut in dem Kelche ist eben dasselbe, das aus der Seite geflossen ist, und das trinken wir. Er nennt ihn einen „Kelch der Segnung“, weil wir denselben in den Händen haltend Christum loben und preisen, mit Staunen bewundernd sein unaussprechlich Geschenk und ihm dankend, daß er dieses Blut nicht nur vergossen, um uns vom Irrthume zu erlösen, sondern auch, daß er uns dasselbe mitgetheilt hat. Willst du also Blut, sagt er, so opfere nicht das Blut von Thieren auf den Götzenaltären, sondern „röthe meinen Altar mit meinem Blute!“ Was ist schauerlicher als Das? was aber zugleich auch liebenswürdiger?
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Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens
1.
Il vient de leur inspirer une sage terreur, il vient de leur rappeler d'anciens exemples; il les a inquiétés en leur disant: « Que celui qui paraît ferme, prenne garde de tomber » ; on sait d'ailleurs qu'ils avaient supporté un grand nombre d'épreuves, qu'ils y avaient souvent trouvé des sujets d'exercices; car, dit l'apôtre lui-même, « tant que j'ai été parmi vous, j'y ai toujours été dans un état de faiblesse, de crainte et de tremblement » (I Cor. 11, 3); il s'ensuit que les Corinthiens auraient pu dire : pourquoi nous inspirer de la terreur, nous remplir de crainte ? nous ne sommes pas sans expérience des maux; nous avons été chassés ; nous avons souffert la persécution; nous avons couru sans trêve ni repos mille et mille dangers; et l'apôtre leur répond , pour réprimer leur orgueil : « Aucune tentation ne vous a encore éprouvés, si ce n'est une tentation humaine », c'est-à-dire, faible, de peu de durée, proportionnée à vos forces. Il appelle humain ce qui est petit; c'est ainsi qu'il dit : « Je vous parle humainement, à cause de la faiblesse de votre chair ». (Rom. VI, 19.) Donc, ne vous exaltez pas, comme si vous aviez triomphé de la tempête ; vous n'avez pas encore vu le péril qui menace de mort, l'épreuve qui nous montre le glaive prêt à nous égorger. C'est ainsi qu'il disait aux Hébreux : « Vous n'avez et pas encore résisté, jusqu'à répandre votre sang, en combattant contre le péché». (Héb. XII, 4.) Que fait-il ensuite, après les avoir effrayés? Voyez comme il les redresse; il vient de leur persuader la modestie, et il leur dit : « Dieu est fidèle , et il ne souffrira pas que vous soyez tentés au-delà de vos forces ». Il y a donc des tentations qui ne se peuvent supporter? Quelles sont-elles? Toutes les tentations pour ainsi dire, car le pouvoir de supporter est dans la volonté de Dieu , qui se détermine selon nos propres dispositions. Aussi, pour nous prouver, nous montrer qu'il nous est impossible, sans le secours de Dieu, de supporter, non-seulement les tentations trop fortes pour nous, mais même les tentations humaines, dont il parle ici , Paul ajoute : « Il vous fera tirer avantage de la tentation même, afin que vous puissiez persévérer ».
Même les tentations médiocres, je l'ai déjà dit, ce n'est pas par notre vertu propre que nous les supportons; même dans ces circonstances, nous avons besoin du secours de Dieu, pour les traverser et, avant de les traverser, pour en soutenir le choc; car c'est Dieu qui donne la patience, et qui procure la prompte délivrance ; ce n'est que par Dieu que la tentation se peut supporter; c'est ce que l'apôtre a indiqué par ces paroles : « Il fera que vous (450) pourrez persévérer » ; l'apôtre attribue tout à Dieu. « C'est pourquoi , mes très-chers frères, fuyez l'idolâtrie (14) ». Il les traite encore une fois avec douceur, en leur donnant le nom de frères; et il se hâte de les affranchir de l'idolâtrie; il ne se borne pas à dire : retirez-vous de, mais, « Fuyez »; et il appelle l'idolâtrie par son nom; et ce n'est pas seulement à cause du scandale, qu'il ordonne de repousser l'idolâtrie, mais c'est que l'idolâtrie en elle-même est une peste qui fait des ravages. « Je vous parle comme à des personnes sages, jugez vous-mêmes de ce que « je dis (15) ». Il vient de parler d'une faute grave, il a chargé l'accusation de toute la gravité de ce nom, l'idolâtrie; pour ne pas exaspérer les fidèles par des discours insupportables, il leur livre ses paroles à juger, et c'est d'une manière obligeante qu'il leur dit : « Soyez juges; je vous parle »,dit-il, « comme à des personnes sages » ; langage d'un homme qui a toute confiance dans sa cause et dans son droit; de cette manière il fait l'accusé juge de l'accusation. Voilà qui relève l'auditeur; on ne lui impose ni ordre ni loi ; on le consulte, on a l'air d'attendre son jugement. Ce n'était pas ainsi que Dieu parlait aux Juifs insensés et frivoles ; il ne leur rendait pas toujours compte de ses prescriptions; il se contentait de leur dicter ses ordres. Ici, au contraire, parce que nous jouissons d'une liberté supérieure, on nous consulte, on nous parle comme à des amis. Je n'ai pas, dit-il, besoin d'autres juges; c'est à vous à décider de ce que je dis, c'est vous que je prends pour juges. « N'est-il pas vrai que le calice de bénédictions, que nous bénissons, est la communion du sang de Jésus-Christ (16) ? »
Que dites-vous, ô bienheureux Paul? C'est pour la confusion de l'auditeur, sans doute, qu'en rappelant les redoutables mystères , vous appelez calice de bénédictions, ce calice terrible, et fait pour inspirer la crainte? Oui certes , répond l'apôtre, car il ne s'agit pas d'une chose indifférente ; quand je dis « Bénédictions », je déploie tous les trésors de la bonté de Dieu , et je rappelle ses magnifiques présents. Nous aussi , nous passons en revue les ineffables bienfaits de Dieu, et tous les biens dont il nous fait jouir, lorsque nous lui offrons ce calice, lorsque nous communions, lui rendant grâces d'avoir délivré le genre humain de l'erreur, d'avoir rapproché de lui ceux qui en étaient éloignés, d'avoir fait, des désespérés, des athées de ce inonde, un peuple de frères, de cohéritiers du Fils de Dieu. C'est pour rendre grâces de ces bienfaits et d'autres bienfaits du même genre, que nous nous approchons de Dieu. Quelle contradiction ne faites-vous pas voir, dit l'apôtre, ô Corinthiens, vous qui bénissez le Seigneur de vous avoir affranchis des idoles, et qui courez de nouveau à leurs festins. « N'est-il pas vrai que le calice de bénédictions, que nous bénissons, est la communion du sang de Jésus-Christ ? » Langage tout à fait con. forme à la foi, et en même temps terrible, car voici ce qu'il veut dire : ce qui est dans le calice, c'est précisément ce qui a coulé de son côté, et c'est à cela que nous participons. Et maintenant il l'appelle calice de bénédictions, parce que nous l'avons dans les mains, lorsque nous célébrons le Seigneur avec admiration et pénétrés de crainte en méditant sur ses dons ineffables, en le bénissant d'avoir répandu son sang pour nous tirer de l'erreur, et non-seulement de l'avoir répandu, mais de nous l'avoir, ce même sang, distribué à tous, comme s'il nous disait : Si vous désirez m'offrir du sang, n'ensanglantez pas les autels des idoles, en égorgeant des animaux; ensanglantez mon autel de mon propre sang. Quoi de plus fait que ce langage, pour inspirer la terreur, pour inspirer l'amour?