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Werke Johannes Chrysostomus (344-407) In epistulam i ad Corinthios argumentum et homiliae 1-44

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Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)

I.

23. Jegliches, was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne nachzufragen um des Gewissens willen.

I. Nachdem er gesagt, daß es eine Unmöglichkeit sei, den Kelch des Herrn und den Kelch der Dämonen zu trinken, und nachdem er sie von den Götzenspeisen vollends abzuhalten gesucht hat durch Beispiele aus der jüdischen Geschichte, durch Vernunftschlüsse, durch Erwähnung der furchtbaren Geheimnisse und Dessen, was bei den Götzenopfern geschieht, — so sucht er, nachdem er sie in große Furcht versetzt hat, jetzt zu verhüten, daß diese sie zu einem andern Extreme verleite, wenn sie nämlich aus gar zu ängstlicher Besorgniß befürchteten, es möchten auch ohne Wissen und Willen vom Markte oder anderswoher dergleichen Speisen in ihr Haus gebracht werden; er verbannt diese Ängstlichkeit mit den Worten: „Jegliches, was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne nachzufragen!“ Wenn du nämlich aus Unwissenheit davon genießest, sagt er, so bist du nicht strafbar; denn es ist alsdann Unkenntniß und nicht Schwelgerei. Und nicht bloß dieser Besorgniß überhebt er sie, sondern auch einer S. 420 andern und verschafft ihnen große Freiheit und Uneingeschränktheit; denn er will, daß sie nicht untersuchen, d. h. forschen und fragen, ob das Fleisch den Götzen geopfert sei oder nicht, sondern sie sollen einfach essen, was immer vom Markte kommt, ohne sich zu erkundigen, was es denn sei. Daher kommt es, daß Derjenige, der unwissend davon genießt, schuldlos dasteht; denn diese Speisen sind ihrer Natur nach nicht sündhaft, sondern werden nur durch die Gesinnung unrein. Darum sagt er: „ohne zu fragen“.

26. Denn des Herrn ist die Erde und ihre Fülle,

nicht den Dämonen gehört sie an. Ist aber die Erde sein, so sind es auch ihre Erzeugnisse und alle Thiere, und Nichts ist unrein; allein auf eine andere Art wird es unrein: durch die schlechte Absicht und den Ungehorsam; darum erlaubt er es nicht nur, sondern sagt auch:

27. Ladet euch ein Ungläubiger zu Tische, und ihr wollet hingehen, so esset Alles, was man euch vorsetzt, ohne nachzufragen um des Gewissens willen.

Siehe da neuerdings seine Mäßigung! Er gebietet und befiehlt ihnen nicht, hinzugehen, verwehrt es ihnen aber auch nicht; wenn sie aber hingingen, benimmt er ihnen wieder jeglichen Argwohn. Warum denn? Damit ein solches Forschen nicht Furcht und kleinliche Denkart verrathe; denn wer ängstlich untersucht, der thut es gleichsam aus Furcht; wer sich aber dessen enthält, nachdem er gehört, was es sei, der thut es gleichsam aus Verachtung und Abscheu. Darum will Paulus Beides bekräftigen, indem er spricht: „Esset Alles, was man euch vorsetzt!“

S. 422 28. Wenn aber Jemand euch sagte: Dieß ist Götzenopfer, so esset nicht davon um Dessen willen, der es angezeigt hat!

Denn er will nicht, daß man aus Zwang, sondern aus Abscheu davon sich enthalte. Also, will er sagen, enthaltet euch davon, nicht darum, als ob es euch schaden könnte, denn es hat keine Macht, zu schaden: aber nehmet auch nicht ohne Unterschied Antheil daran, weil es unschädlich ist; denn es ist der Tisch der Feinde und der Verworfenen. Darum spricht er: „Esset nicht davon um Dessen willen, der es angezeigt hat, und um des Gewissens willen! Denn des Herrn ist die Erde und ihre Fülle.“ Siehst du, wie er dasselbe Zeugniß anführt, sowohl wenn er befiehlt, daß man essen, als auch wenn er gebietet, daß man sich dessen enthalten soll? Ich verwehre es nicht darum, sagt er, als wäre es etwas Fremdes, denn des Herrn ist die Erde, — sondern wegen Dessen, was ich gesagt habe, — um des Gewissens willen, nämlich um es nicht zu verletzen. Soll man also ängstlich nachfragen? Nein, spricht er; ich meine nicht dein Gewissen, sondern das des Andern. Denn zuvor hieß es: „Um Dessen willen, der es angezeigt hat,“ und abermal:

29. Ich meine aber nicht dein Gewissen, sondern das des Andern.

Da möchte aber Jemand einwenden: Mit Recht schonst du der Brüder und willst, daß wir um ihretwillen nicht davon essen, damit ihr schwaches Gewissen nicht verleitet werde, Das zu genießen, was man den Götzen geopfert; — wie aber, wenn es ein Heide wäre, warum kümmerst du dich um diesen? Sagtest du nicht selbst: „Was geht es mich an, die draussen sind, zu richten?“1 Warum küm- S. 423 merst du dich nun wieder um sie? Ich kümmere mich hier, sagt er, nicht um den Heiden, sondern um dich; darum fügt er bei: „Denn warum soll ich meine Freiheit von eines Andern Gewissen richten lassen?“ Unter Freisein versteht er ungehindert und uneingeschränkt sein; denn Dieß ist Freiheit: die Loszählung von jüdischer Sklaverei. Er will damit sagen: Gott hat mich frei gemacht und erhoben über jeglichen Schaden; der Heide aber ist nicht im Stande, meine Religion zu beurtheilen und die Freigebigkeit meines Herrn einzusehen, sondern er wird sie verurtheilen und bei sich sagen: Die Lehre der Christen ist Fabelwerk; sie entziehen sich den Götterbildern, ste fliehen die Götter und drängen sich doch zu den Opfern derselben; denn sie fröhnen der Schwelgerei. Und was soll Das? wirst du fragen. Was schadet es uns, wenn der Heide falsch urtheilt? Aber um wieviel besser ist es, ihm keinen Anlaß zu geben, ein solches Urtheil zu fällen? Denn wenn du dich enthältst, so wird er nicht also sprechen. Allein wenn er sieht, daß ich weder auf dem Markte, noch bei einem Gastmahle darnach frage, wie? wird er da nicht dieselbe Sprache führen und mich verdammen, daß ich davon ohne Unterschied esse? Keineswegs! Denn du issest diese Speisen ia nicht als Götzenopfer, sondern als reine; wenn du aber nicht ängstlich herumfragst, so zeigst du dadurch, daß du dich vor jenen Speisen nicht fürchtest. Darum gestatte ich nicht, daß du, sei es im Hause eines Heiden, sei es auf dem Markte, Nachfrage haltest, damit du kein Aufsehen machest und nicht als ein ängstlicher Mensch erscheinest, der sich unnöthigen Kummer verursacht.

30. Denn wenn ich mit Dank Antheil nehme, warum werde ich gelästert darob, wofür ich Dank sage?

Wessen wirst du durch den Dank theilhaftig? Der göttlichen Gaben; denn Gottes Gnade ist so groß, daß meine Seele dadurch rein und von jeder Makel befreit S. 424 wurde. Gleichwie nämlich die Sonne, wenn sie auch viele schmutzige Gegenstände bescheint, ihre Strahlen wieder rein zurückzieht: so und noch weit mehr können auch wir, mitten in der Welt lebend, wenn wir nur wollen, uns rein bewahren, wodurch wir unsere Kraft nur noch steigern.


  1. I. Kor. 5, 12. ↩

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Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens

1.

Après leur avoir dit qu'il est impossible de boire à la fois le calice du Seigneur et le calice des démons; après les avoir écartés des tables sacrilèges par les exemples des Juifs, par des raisonnements humains, par nos redoutables mystères, par les pratiques des idolâtres; après leur avoir inspiré une profonde terreur, il ne veut pas les jeter, par cette terreur, dans un autre extrême; il ne veut pas qu'une inquiétude exagérée les force à se demander si par hasard, du marché ou d'ailleurs, il leur vient quelques mets défendus, et, pour les affranchir d'un excès d'angoisses, il leur dit : « Mangez de tout ce qui se vend à la boucherie, sans vous enquérir d'où cela vient, par un scrupule de conscience ». En effet, si vous n'étiez pas avertis, si vous avez mangé à votre insu, vous n'avez pas à redouter le supplice ; la faute en est à l'ignorance, non à la sensualité. Et il ne les affranchit pas seulement de cette angoisse, il dissipe encore d'autres frayeurs, il leur ménage une grande liberté, une grande sécurité; il ne leur permet pas de discerner, d'examiner, de rechercher si telle viande a été offerte aux idoles, oui ou non; il leur dit de manger, sans distinction, de tout ce qui vient du marché, de ne pas s'enquérir de ce qu'on leur sert, de telle sorte que mangeant dans l'ignorance ils n'aient rien à craindre. Telles sont, en effet, les fautes qui ne sont pas des fautes par nature, mais qui souillent par l'intention ; de là ces paroles : « Sans vous enquérir ». Car, dit-il, « la terre est au Seigneur avec tout ce qu'elle contient (26) » ; elle n'appartient pas au démon. Si la terre, et ses fruits, et tous ses animaux, appartiennent au Seigneur, il n'y a là rien d'impur. L'impureté provient d'une toute autre cause, à savoir de la pensée, de la désobéissance.

Aussi l'apôtre ne s'est pas borné à la permission qu'il leur donne, mais il ajoute : « Si un infidèle vous prie à manger chez lui, et que vous vouliez y aller, mangez de tout ce qu'on vous servira, sans vous enquérir d'où cela vient, par un scrupule de conscience (27) ». Voyez, encore ici, sa modération : il ne commande pas, il n'ordonne pas, il ne défend pas non plus de se rendre à l'invitation. Quant à ceux qui s'y rendent, il les affranchit de tout scrupule. Pourquoi ? C'est pour prévenir l'excès d'inquiétude où la crainte jetterait les fidèles. Car cette recherche inquiète est une faiblesse et un effet de la crainte : celui qui s'abstient, après qu'on l'a averti, montre suffisamment son mépris, sa haine, son aversion, en s'abstenant. Ainsi Paul remédie à tout ; il dit : « Mangez de tout ce qu'on vous servira. Si quelqu'un vous dit : Ceci a été immolé aux idoles, n'en mangez pas à cause de celui qui vous a donné cet avis (28) ». Ce n'est pas parce que les idoles auraient une puissance quelconque, mais parce qu'il les faut détester. Donc, ne fuyez pas, comme si les idoles pouvaient vous nuire, car elles n'ont aucun pouvoir; et d'un autre côté, par cette (457) considération qu'elles n'ont aucun pouvoir, ne participez pas étourdiment au festin, car ce sont des tables d'ennemis, des tables déshonorées. Voilà pourquoi l'apôtre disait : « N'en mangez pas à cause de celui qui vous a donné cet avis, et aussi de peur de blesser la conscience. Car la terre est au Seigneur, avec tout ce qu'elle contient ». Voyez-vous de quelle manière, soit qu'il conseille de manger, soit qu'il conseille de s'abstenir, il apporte le même témoignage. Si je vous fais la défense, dit-il, ce n'est pas que ces mets proviennent d'une cause étrangère, car la terre est au Seigneur; mais c'est pour le motif que je vous disais, pour la conscience, c'est-à-dire, pour éviter le scandale; mais alors il faut donc s'enquérir avec inquiétude ? Nullement, dit-il, car je ne dis pas : « Votre conscience », mais « sa conscience » ; en effet, j'ai commencé par vous dire : « A cause de celui qui vous a donné cet avis » , et encore : « Et aussi de peur de blesser, je ne dis pas votre conscience, mais celle d'un autre (29) ».

Mais peut-être, dira-t-on, vous avez raison de vous occuper de nos frères, de ne, pas nous permettre de goûter de ces mets à cause de nos frères; il ne faut pas que leur conscience peu affermie soit portée à manger une viande offerte aux idoles ; mais, s'il s'agit d'un gentil, d'un païen, quel souci en prenez-vous? N'est-ce pas vous qui, disiez : « Car pourquoi entreprendrai-je de juger ceux qui sont hors de l'Eglise ? » (I Cor. V, 12.) Donc pourquoi vous occupez-vous encore des païens? Je ne m'occupe pas des païens, dit l'apôtre, mais, dans cette circonstance, c'est de vous que je m'inquiète; voilà pourquoi il ajoute : « Car pourquoi m'exposerai-je à faire condamner, par la conscience d'un autre, cette liberté que j'ai de manger de tout? » Ce qu'il faut entendre par liberté, ici, c'est l'absence de prescriptions et de défenses : c'est en cela, en effet, que consiste la liberté, affranchie de la servitude des Juifs. Or, voici ce qu'il veut dire : Dieu m'a fait libre et supérieur à toutes souillures de ce genre. Mais les païens ne savent ni discerner la sagesse qui me guide, ni reconnaître la libéralité de mon Dieu. Un païen me condamnera, et dira en lui-même : la religion des chrétiens n'est qu'une fable ; ils s'éloignent des idoles; ils fuient les démons, et ils s'attachent aux offrandes consacrées aux démons. La gourmandise les domine. — Et encore, dira quelqu'un, que nous fait ce jugement? Quel mal nous en revient-il? — Combien il vaudrait mieux ne pas fournir l'occasion d'un pareil jugement ! Si vous vous abstenez, il n'aura rien à dire. Comment, me répondrez-vous, n'aura-t-il rien à dire? Comment ! Il me verra n'examinant rien, ni à la boucherie, ni dans un festin, recevoir tout indifféremment, et il ne trouvera rien à redire ? et il ne me condamnera pas pour prendre ainsi ma part indifféremment à tous les mets ?nullement. Et en effet, vous ne mangez pas ces viandes parce qu'elles sont offertes aux idoles, mais parce que vous les croyez pures. Et maintenant, ce que vous gagnez à ne pas vous enquérir curieusement d'où cela vient, c'est de montrer que vous n'avez pas peur de ce que l'on vous sert. Voilà pourquoi, soit que vous entriez chez un païen, soit que vous vous rendiez au marché, je ne vous permets pas d'aller aux renseignements, de redouter les on dit, de vous embarrasser, de vous tourmenter, de vous créer des affaires superflues. « Si je prends avec actions de grâces ce que je mange, pourquoi parle-t-on mal de moi, pour une chose dont je rends grâces à Dieu (30) ? » Que prenez-vous avec actions de grâces? votre part des présents de Dieu; sa grâce est si puissante qu'il garde mon âme sans souillure, exempte de toute espèce de tache. De même que le soleil, dardant ses rayons sur mille objets souillés, les retire aussi purs qu'auparavant, de même nous, à bien plus forte raison, demeurons-nous purs au milieu du monde, si telle est notre volonté, et, par là même, nous augmentons notre force.

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