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Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)
I.
2. Ich lobe euch aber, Brüder, daß ihr in Allem meiner gedenket und, sowie ich es euch überliefert habe, ihr meine Vorschriften festhaltet.
I. Nachdem Paulus die Rede über die Götzenopfer nach Gebühr vollendet und mit den triftigsten Gründen unterstützt hat, geht er auf einen andern Gegenstand über, der zwar auch, wiewohl nicht in solchem Grade, Tadel verdiente. Denn wie ich schon früher bemerkte, pflegt der Apostel nicht Alles, was er ernstlich rügen will, der Reihe nach zu durchgehen, sondern er rügt Alles gehörigen Ortes und wechselt ab mit gelindern Dingen, um das Harte, was aus beständigem Tadel entstehen müßte, zu mildern. So redet er auch von der Auferstehung, in Betreff welcher sie die bittersten Vorwürfe verdienten, zuletzt und beschäftigt sich indeß mit einem geringern Fehler, indem er spricht: „Ich lobe euch, daß ihr in Allem meiner gedenket.“ Wo die Sünde eingestanden ist, da rügt er sie mit Ernst und Drohung; wo sie aber noch zweifelhaft ist, da beweist er sie erst, ehe er sie rügt; das offenkundige S. 435 Vergehen zeigt er in seiner Größe, beim zweifelhaften beweist er die Wirklichkeit. So war es zum Beispiel bei der Unzucht eine ausgemachte Sache; daher war es nicht nöthig, zu beweisen, daß sie Sünde sei. Dort zeigte er also die Größe des Vergehens durch Vergleichung. Dagegen war es zwar auch Sünde, aber eine geringere, vor heidnischen Richtern Streithändel zu führen; darum thut er auch inzwischen Meldung davon und beweist die Sündhaftigkeit. So war auch der Genuß von Götzenopfern, obwohl die Sache zweifelhaft schien, ein sehr großes Übel; darum zeigt er auch, daß er Sünde sei, und zwar thut er Dieß in kräftigen Worten. Dadurch mahnt er nicht nur von den Lastern ab, sondern führt auch zu den entgegengesetzten Tugenden. Denn er lehrt nicht nur, daß man nicht Unzucht treiben dürfe, sondern auch, daß man einen hohen Grad von Heiligkeit an den Tag legen müsse, und darum setzt er hinzu: „Verherrlichet Gott an eurem Leibe und an eurem Geiste!“1 Und wieder, nachdem er gesagt hatte, man solle nicht weise sein in menschlicher Weisheit, begnügt er sich damit nicht, sondern fordert, daß man ein Thor werde. Und da, wo er den Rath gibt, nicht zu rechten vor heidnischen Obrigkeiten und kein Unrecht zu thun, geht er noch weiter und will, daß man gar nicht rechte; und er räth, nicht nur kein Unrecht zu thun, sondern sogar Unrecht zu leiden. Und wenn er von den Götzenopfern spricht, sagt er nicht bloß, man müsse sich des Verbotenen enthalten, sondern auch des Erlaubten, falls man durch den Genuß Ärgerniß geben würde; man dürfe weder den Mitchristen noch den Juden und Heiden Ärgerniß geben; er sagt: „Gebet weder Juden noch Heiden noch der Kirche Gottes Anstoß!“
Nachdem er über Dieß alles weitläufig gesprochen, geht er nun zu einem andern Fehler über. Was ist das für S. 436 einer? Die Frauen beteten und weissagten2 unverschleiert und barhaupt (denn damals weissagten die Frauen); die Männer hingegen, die sich ja als Philosophen geberdeten, ließen das Haar wachsen und erschienen beim Gebete und wenn sie weissagten,3 mit bedecktem Haupte; — Beides war bei den Griechen so Sitte. Bei seiner Anwesenheit (zu Korinth) hatte er sie hierüber ermahnt; wahrscheinlich hatten die Einen gehorcht, die Andern aber den Gehorsam verweigert; darum sucht er als ein kluger Arzt durch die in diesen Brief eingeflochtene Rüge das Übel zu heben. Daß er sie bei seiner Gegenwart ermahnt hatte, erhellt schon aus dem Anfange dieses Abschnittes. Denn warum beginnt er, da doch im ganzen Brief nichts Ähnliches vorgekommen, sondern von ganz andern Fehlern die Rede war, sogleich mit den Worten: „Ich lobe euch aber, daß ihr in Allem meiner gedenket und, sowie ich es euch überliefert habe, ihr meine Vorschriften festhaltet“? Da siehst du, daß Einige ihm gehorchten, die er dann lobt. Andere aber ungehorsam blieben, die er im Folgenden zurechtweist mit den Worten: „Wenn aber Jemand streitsüchtig sein will, — wir haben diesen Gebrauch nicht.“4 Hätte er sie nämlich alle, sowohl die Gehorchenden als die Ungehorsamen, ohne Unterschied getadelt, so wären dadurch die Einen verwegener, die Andern aber nachlässiger geworden; da er nun aber den Einen mit freundlichem Lob, den Andern mit Tadel entgegen kommt, so spornt er die Erstern mehr zum Guten an und beschämt die Letztern. Die Rüge ist schon an und für sich geeignet, sie zu verwunden; allein sie wird dadurch noch mehr geschärft, daß nebenbei eine Vergleichung angestellt wird mit Andern, die wegen ihres guten Benehmens gelobt werden. Doch beginnt er hier nicht sogleich mit einem Tadel, sondern mit Lobsprüchen und zwar mit großen Lobsprüchen, indem er sagt: S. 437 „Ich lobe euch aber, daß ihr in Allem meiner gedenket.“ Paulus pflegt nämlich auch minder erhebliche Leistungen mit großen Lobsprüchen zu erbeben, nicht aus Schmeichelei, Das sei ferne! Denn wie sollte er, der weder Geld noch Ruhm noch sonst etwas Derartiges sucht, sondern einzig auf ihr Heil bedacht ist, sich eine solche zu Schulden kommen lassen? Er ertheilt ihnen großes Lob, indem er spricht: „Ich lobe euch aber, daß ihr in Allem meiner gedenket.“ Was heißt dieses „in Allem“? Es war ja nur davon die Rede, daß sie nicht langes Haar tragen und das Haupt nicht bedecken sollten? Aber er ist, wie ich gesagt, mit Lobsprüchen freigebig, um sie desto mehr anzufeuern: darum sagt er: „Ich lobe euch aber, daß ihr in Allem meiner gedenket und, sowie ich es euch überliefert habe, ihr meine Vorschriften festhaltet.“ Also hatte er ihnen damals auch mündlich mehrere Vorschriften gegeben, was er auch an vielen andern Stellen andeutet; allein damals gab er sie einfach, nun aber fügt er auch die Ursache bei. Auf diese Weise befestigte er die Zuhörer um so mehr und schlägt den Hochmuth der Gegner zu Boden. Ferner sagt er nicht: Ihr wäret gehorsam, Andere aber ungehorsam, sondern er deutet Dieses so ganz unverfänglich aus seiner Lehre an, indem er spricht:
3. Ich will aber, daß ihr wisset, daß eines jeden Mannes Haupt Christus ist, Hauptaber des Weibes der Mann, Haupt aber Christi — Gott.
Dieses ist der Grund, den er deßwegen angibt, damit die Schwächern zu größerer Aufmerksamkeit erweckt würden. Wer getreu ist, wie es sich ziemt, und feststeht, bedarf wohl nicht, daß man ihm bei Geboten Grund und Ursache angebe, sondern er begnügt sich schon mit der bloßen Verordnung; der Schwächere aber wird, wenn man ihm auch die Ursache angibt, mit desto größerer Treue sich an S. 438 die Vorschrift halten und mit großer Bereitwilligkeit dieselbe befolgen.
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Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens
1.
Après avoir dit sur les offrandes consacrées aux idoles tout ce qu'il lui convenait d'exposer, n'ayant plus rien à ajouter à l'ensemble complet de ses réflexions, il passe à un autre sujet, qui renferme bien aussi une accusation, mais non aussi grave. Je vous ai déjà dit, et maintenant je vous répète encore, que l'apôtre ne formule pas tout de suite et sans interruption les reproches de la plus grande sévérité. Il les dispose dans un ordre convenable; il intercale au milieu de sa lettre des choses plus agréables, pour adoucir ce qu'aurait d'insupportable pour les auditeurs un discours tout composé de sévères réprimandes. Voilà pourquoi il réserve pour la fin le sujet de la résurrection, sur lequel il doit déployer le plus de véhémence. En attendant il s'arrête à quelque chose de moins grave : « Je vous loue, mes frères, de ce que vous vous souvenez de moi, en toutes choses ». Quand le péché est constant, il attaque vivement, il menace; quand il y a doute, ce n'est qu'après avoir fait la preuve qu'il gronde; ce qui est avoué, il l'étale; ce qui est contesté, il l'établit. Par exemple, au sujet de la fornication, le doute n'était pas possible; il n'y avait donc pas lieu à montrer que c'était un péché; que fait l'apôtre alors? Il étale l'énormité de la faute, et il use d'un développement par comparaison. Quant à l'habitude de juger le prochain, c'était un péché, mais non d'une gravité aussi grande; voilà pourquoi il introduit dans son discours des réflexions et des preuves à ce sujet. Maintenant, pour les offrandes consacrées aux idoles, il y avait doute, mais le péché était grand; voilà pourquoi il montre que c'est un péché, et ce point il le développe. Et en agissant ainsi, non-seulement il détourne les fidèles des péchés qui leur sont reprochés, mais il conduit les âmes à des fins contraires. En effet, il ne se contente pas de dire qu'il ne faut pas commettre de fornication, il ajoute que l'on doit montrer une grande sainteté. De là, ces paroles: « Glorifiez Dieu dans votre corps et dans votre esprit ». ( I Cor. VI, 20.) Et ailleurs, quand il da qu'il ne faut pas être sage de la sagesse extérieure, il ne se, contente pas de cette réflexion, q ajoute qu'il faut devenir fou ; et quand il donne le conseil de ne pas plaider devant les juges païens, le conseil de ne commettre au. tune injustice, il va plus loin; il défend tout procès, et il ne recommande pas seulement de ne jamais commettre l'injustice, mais il conseille de s'y résigner:; et, dans ses réflexions sur les offrandes consacrées aux idoles, il n'ordonne pas seulement de s'abstenir de ce qui est défendu, mais, de plus, de ce qui est (463) permis, ce qui vaut mieux que d'être un sujet de scandale. Nous ne devons pas éviter seulement de scandaliser nos frères, mais de scandaliser les gentils et les Juifs. « Ne donnez pas occasion de scandale, ni aux Juifs, ni aux gentils, ni à l'Église de Dieu ».
Eh bien donc; après avoir achevé toutes ces réflexions, il passe à une accusation d'un autre genre; de quoi s'agissait-il? Des femmes découvertes, la tête nue, priaient et prophétisaient. Il faut que vous sachiez qu'alors les femmes prophétisaient. Les hommes laissaient pousser leur chevelure, comme étant versés dans la philosophie; et ils se couvraient la tête en priant et en prophétisant. Ces deux pratiques étaient d'origine païenne. Il faut croire que l'apôtre avait fait, de vive voix, aux fidèles, sur tous ces points des exhortations, que les uns s'y étaient conformés, que les autres ne l'avaient pas écouté ; voilà pourquoi il les reprend dans sa lettre, et, comme un sage médecin, recommence à les traiter pour les guérir enfin. Qu'il les eût déjà avertis, en séjournant parmi eux; c'est ce qui résulte des premières paroles que nous venons de lire; car pourquoi, n'ayant rien dit nulle part, à ce sujet, dans sa lettre, et ne s'étant occupé que des reproches à formuler, leur dit-il, sans préambule : « Je vous loue, mes frères, de ce que vous vous souvenez de moi, en toutes choses, et que vous gardez les traditions et les règles que je vous ai données ». Comprenez-vous que les uns l'avaient écouté, ce dont il les loue; que les autres ne l'avaient pas écouté, et, à ce propos; il les redresse par les paroles qu'il ajoute dans la suite : « Si quelqu'un aime à contester, ce n'est point là notre coutume ». (I Cor. XI, 16.) Je suppose que, les uns se conduisant bien, les autres ne l'écoutant pas, il les eût tous accusés indistinctement; il n'aurait fait alors qu'enhardir les uns, autoriser la mollesse des autres. Que fait-il au contraire? Les uns, il les loue, il les approuve ; les autres, il les réprimande ; il encourage ainsi ceux qui font bien, et il fait honte à ceux qui se conduisent mal. La réprimande suffit d'elle-même pour frapper; mais, quand elle est accompagnée d'une comparaison avec ceux qui se sont bien conduits, auxquels on adresse des éloges, l'aiguillon de la réprimande est plus pénétrant. Ici, ce n'est pas par la réprimande, mais par les compliments que l'apôtre débute, par de grands compliments, en disant : « Je vous loue de ce que vous vous souvenez de moi, en toutes choses ».
C'est l'ordinaire de Paul de répondre, même à de petites actions bien faites, par de grandes louanges. Ce n'est pas flatterie, loin de nous cette pensée ; pourrait-on dire cela de Paul, qui ne désirait ni argent, ni gloire, ni rien de pareil, qui faisait toutes choses en vue du salut de ses frères? Voilà donc pourquoi il loue avec tant de complaisance, en disant : « Je vous loue de ce que vous vous souvenez de moi, en toutes choses ». Que signifie « En toutes choses? » Il ne parlait que de la chevelure, qu'il ne fallait pas laisser croître, et de la tête,qui ne devait pas être couverte. C'est, comme je vous l'ai dit, qu'il prodigue les éloges, afin d'encourager. Voilà pourquoi il dit: « De ce que vous vous souvenez de moi, en toutes choses, et que vous gardez les traditions et les règles que je vous ai données». D'où il résulte qu'il leur communiquait autrement que par écrit beaucoup de préceptes; c'est ce qu'il indique ailleurs, dans un grand nombre de passages. Mais alors il se contentait de communiquer les préceptes, tandis que, maintenant, il fait plus, il en explique la raison; par là il raffermissait ceux qui l'écoutaient, et il rabattait l'orgueil des contradicteurs. Ensuite, il ne dit pas : Vous avez obéi, d'autres n'ont pas obéi ; mais, sans marquer aucun soupçon, il le fait assez entendre, par son enseignement même, dans ce qu'il ajoute, en ces termes : « Mais je désire que vous sa« chiez que Jésus-Christ est le chef et la tête de tout homme, que l'homme est le chef de la femme, et que Dieu est le chef de Jésus-Christ ». Voilà donc le précepte expliqué dans sa cause. Et cette cause il la donne pour rendre les faibles plus appliqués. Celui qui est fidèle, est fort et il n'a pas besoin de raisonnements, d'explications; pour obéir aux préceptes il lui suffit de les recevoir. Au contraire, celui qui est faible a besoin d'en savoir les raisons, il se rappelle alors avec plus de plaisir ce qu'on lui a dit, il est plus ardent à la pratique.