Traduction
Masquer
Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)
VI.
Ich besorge aber, es dürften manche Frauen, welche sich des Schleiers bedienen, sich doch schamlos betragen und in einem andern Sinne unverschleiert sein. Darum begnügt sich Paulus im Briefe an Timotheus nicht mit dieser Vorschrift, sondern fügt noch andere bei, indem er spricht: „Die Frauen — in anständiger Gewandung, sollen sich schmücken mit Schamhaftigkeit und Eingezogenheit, nicht mit Haargeflechte oder mit Gold.“1 Denn wenn es sich nicht geziemt, daß sie entblößten Hauptes einhergehen, sondern daß sie das Zeichen der Unterwürfigkeit überall an sich tragen, so müssen sie Dieß um so mehr in ihren Handlungen zeigen. So nannten sie denn in der Vorzeit ihre Männer auch Herren und überließen ihnen den Vorrang. Aber jene Männer, wirst du entgegnen, liebten auch ihre Frauen. Das weiß ich und verkenne es nicht; allein wenn ich dir, was sich für dich schickt, empfehle, so schaue du nicht auf Das, was die Männer angeht! Wenn wir die Kinder ermahnen, den Eltern gehorsam zu sein, und ihnen sagen: Es steht geschrieben: „Ehre deinen Vater und deine Mutter!“2 so geben sie uns zur Antwort: Sage auch, was darauf folgt: „Und auch ihr, Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorne!“3 Und wenn wir den Knechten sagen, es stehe geschrieben, daß sie ihren Herren unterthänig sein und sich nicht als Augendiener betragen sollen, so S. 452 fordern sie von uns, daß wir auch die darauf folgende Lehre, welche die Herren angeht, diesen einschärfen sollen. Denn auch diesen, sagen sie, gebietet Paulus, das drohende Wesen fahren zu lassen.4 Wir aber wollen es nicht so machen; wir wollen nicht fragen, was für Andere Pflicht sei, wenn wir an unsere Pflicht gemahnt werden; denn Das spricht dich ja von der Schuld nicht frei, wenn Andere deine Genossen in der Schuld sind; du hast einzig darauf zu sehen, daß du dich vor Vergehen bewahrest. Denn Adam schob die Schuld auf das Weib und das Weib auf die Schlange; aber Nichts von Diesem konnte sie retten. Führe nun auch du mir keine solche Sprache, sondern bestrebe dich, mit aller Gefälligkeit dem Manne zu leisten was du ihm schuldest. Denn auch dann, wenn ich mit deinem Manne rede und ihn ermahne, dich zu lieben und für dich zu sorgen, gestatte ich ihm nicht, sich auf das Gesetz zu berufen, das die Weiber angeht, sondern schärfe ihm dasjenige ein, das für ihn selber besteht. Du kümmere dich also nur sorgfältig um Das, was dich berührt, und erzeige dich deinem Manne gehorsam und willig! Denn wenn du um Gottes willen deinem Manne gehorchest, so darfst du mir nicht aufzählen, welche Verpflichtungen er hat, sondern du mußt Das Pünklich erfüllen, was der Gesetzgeber dir als Pflicht auferlegt hat; denn Das heißt eigentlich Gott gehorchen, wenn man auch bei harter Behandlung sein Gesetz nicht überschreitet. Denn wer Jemanden liebt, von dem er wieder geliebt wird, thut ja nichts Großes; wer aber auch den Feind liebt, der verdient vorzugsweise die Krone. So denke nun auch du; erträgst du deinen Mann, wenn er dir auch zur Last ist, so bereitest du dir eine glänzende Krone; wofür soll dich denn Gott belohnen, wenn dein Mann gelassen und sanft ist? Damit will ich ja nicht sagen, daß die Männer grob sein, sondern daß die Weiber auch ihre rauhen Männer geduldig ertragen sollen. S. 453 Wenn Jeder das Seinige thut, so wird auch der Nebenmensch das Seinige thun; wenn z. B. das Weib dem tobenden Manne mit Sanftmuth begegnet, und der Mann das trotzige Weib nicht mißbandelt, so leben sie beide ruhig und wie in einem stillen Hafen gesichert. So war es bei den Alten; Jeder tat das Seinige, ohne Forderungen an den Nächsten zu stellen. Siehe: Abraham nahm den Sohn seines Bruders auf; sein Weib tadelte ihn darüber nicht. Er hieß sie eine lange Reise antreten; sie widersetzte sich nicht, sondern gehorchte. Und als er nach so vielen Drangsalen, Mühen und Arbeiten wieder Herr seines ganzen Vermögens geworden, gab er dem Lot den Vorzug; und Sara war darüber nicht nur nicht aufgebracht, sondern öffnete nicht einmal den Mund; sie verlor kein Wort darüber mit Zanken, wie jetzt viele Weiber es machen, die, wenn sie sehen, daß ihre Männer in ähnlichen Fällen, besonders gegen Niedergestelltere den Kürzern ziehen, sie schimpfen und schmähen und sie Narren, Thoren, Feiglinge, Verräther und Dummköpfe nennen. Nichts Dergleichen dachte oder redete Sara, sondern Alles, was der Mann that, war ihr recht. Ja noch mehr: Da Lot die freie Wahl hatte und seinem Oheim den kleineren Tbeil überließ, so gerieth er in große Gefahr. Nachdem der Patriarch hievon Kunde erhalten, bewaffnete er alle seine Knechte und wagte mit den Seinigen allein den Kampf gegen das ganze persische Heer. Auch da hielt ihn sein Weib nicht zurück; sie sprach etwa nicht, wie es angezeigt schien: O Mann, was beginnst du? Willst du dich in den Abgrund so großer Gefahren stürzen und dein Blut vergießen für einen Menschen, der dich gekränkt und um das Deinige gebracht hat? Wenn du dein eigenes Leben nicht achtest, so erbarme dich doch wenigstens meiner, die ich Haus und Vaterland und Freunde und Verwandte verlassen und dir in dieses ferne Land gefolgt bin; mache mich nicht zur Wittwe und gib mich nicht dem Unglücke des Wittwenstandes preis! Nichts von dem dachte sie, sagte sie, sondern ertrug Alles mit Stillschweigen. Und da sie unfruchtbar blieb, weinte und klagte sie S. 454 nicht, wie andere Weiber zu thun pflegen. Abraham jammerte wohl, aber nicht seinem Weibe, sondern Gott gegenüber. Siehe, wie da jeder Ehetheil bei Dem bleibt, was sich für ihn schickt! Er verachtete Sara nicht, weil sie kinderlos war, und machte ihr darob keinerlei Vorwürfe; sie aber war ihrerseits darauf bedacht, ihm vermittelst der Sklavin einigen Trost zu verschaffen, da sie selbst keine Kinder gebar; denn damals war ein Solches noch nicht verboten, wie jetzt. Denn jetzt dürfen weder die Frauen ihren Männern eine solche Freiheit gestatten, noch dürfen die Männer, sei es mit Wissen oder ohne Wissen der Weiber, sich solche Beischläferinen halten, wie sehr es auch schmerzt, kinderlos zu sein; denn auch sie werden den Ausspruch hören: „Ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erlöschen.“5 Was damals erlaubt war, ist jetzt nicht mehr gestattet. Daher gab die Frau diesen Anschlag, und er gehorchte, wiewohl nicht aus Wollust. Doch siehe, wird man sagen, wie er sie wieder fortjagt auf Verlangen der Frau. Daraus will ich eben beweisen, daß er der Frau und sie ihm willfährig gewesen.
Traduction
Masquer
Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens
6.
Mais j'ai peur que, tout en conservant la modestie extérieure, certaines femmes ne se laissent aller à des actions honteuses, et ne se découvrent d'une autre manière. Aussi, Paul, écrivant à Timothée, ne s'est pas contenté de ces paroles, il ajoute: « Que les femmes prient, étant vêtues comme l'honnêteté le demande, et non avec des cheveux frisés, ni des ornements d'or ». (I Tim. II, 9.) C'est qu'en effet, s'il ne faut pas avoir la tête nue, s'il convient de montrer partout le signe de la sujétion, c'est surtout par les oeuvres qu'il faut faire voir ce signe; c'est ainsi qu'à n'en pas douter les femmes des premiers âges appelaient leurs maris leurs maîtres et leur cédaient l'autorité. C'est qu'aussi, me répondra-t-on, ils aimaient leurs femmes; je le sais bien, je ne l'ignore pas. Mais lorsque nous vous avertissons de vos devoirs, vous n'avez pas besoin de considérer les devoirs des autres. Quand nous exhortons les enfants, et que nous leur disons d'obéir à leurs parents, attendu qu'il est écrit : « Honorez votre père et votre mère », ils nous répondent : dites-nous donc aussi ce qui vient après : « Et vous, pères, n'irritez point vos enfants ». (Eph. VI, 4.) Et quand nous disons aux esclaves , qu'il est écrit qu'ils doivent obéir à leurs maîtres, et ne pas se contenter de les servir en leur présence (Col. III, 32); les esclaves, à leur tour, exigent de nous la suite du texte, en nous disant de faire des recommandations à leurs maîtres; car, nous disent-ils, Paul a prescrit aux maîtres de se relâcher de leurs menaces.
N'agissons pas de cette manière, ne recherchons pas les préceptes donnés aux autres, lorsque c'est nous qui sommes accusés. Vous aurez beau prendre un coaccusé, vous n'en serez pas, pour cela, moins coupables. Ne considérez qu'une chose , comment vous saurez vous purger des accusations dirigées contre vous. Adam rejetait la faute sur la femme, et celle-ci, à son tour, sur le serpent. Mais ce moyen n'a en rien servi à les absoudre. Laissons donc là toutes ces raisons; mais applique-toi, de tout ton coeur, . femme, à rendre à ton mari ce que tu lui dois. Aussi bien, quand je m'adresse à ton mari, quand je lui dis de te chérir, de prendre soin de toi, je ne lui permets pas de me produire la loi qui concerne la femme, mais j'exige de lui la pratique de la loi qui le concerne. Par conséquent ménage toute ton activité pour les devoirs qui te regardent, et sois complaisante pour ton mari. Si c'est en vue de Dieu que tu veux plaire à ton mari, tu ne me rappelleras pas ses devoirs à lui, ce sont les devoirs à toi imposés par le législateur, que tu dois surtout pratiquer avec le plus grand soin. Ce qui prouve en effet le mieux l'obéissance à la loi de Dieu, c'est, quelles que soient les contrariétés qu'on éprouve, de ne jamais la transgresser. Aimer qui vous aime, ce n'est pas là une grande vertu; mais servir celui qui vous hait, voilà ce qui mérite toutes les couronnes. Eh bien, fais ce raisonnement en toi-même, ô femme, si tu supportes un mari incommode, tu recevras une splendide couronne; si au contraire ton mari est doux et bon, quelle récompense Dieu te donnera-t-il ? Et ce que j'en dis, ce n'est pas pour conseiller aux maris de devenir des êtres hargneux, mais je voudrais persuader aux femmes de supporter même les maris hargneux. Et en effet, que chacun s'applique à bien faire ce qui le regarde, le prochain tout de suite en fera autant. Par exemple : une femme est bien disposée à supporter un mari difficile, un mari ne fait pas affront à une femme importune, alors c'est la parfaite sérénité ; c'est un port sans agitation ; c'est ainsi que vivaient les anciens. Chacun faisait son devoir, sans exiger que le prochain fît le sien.
Abraham prit avec soi le fils de son frère; sa femme n'y trouva rien à redire ; il ordonna à sa femme de faire un long voyage; elle n'y contredit en rien, elle le suivit. Ce n'est pas tout : après tant de fatigues, et de labeurs, et de sueurs, quand il fut devenu riche, il fit la plus belle part à Lotit, et Sara, non-seulement ne se fâcha pas , mais ne souffla pas le mot; elle ne dit rien de ce que crient sur tous (470) les tons, tant de femmes d'aujourd'hui, lorsque les moisis bien partagés, dans des affaires de ce genre, ce sont leurs maris à elles, surtout quand elles les voient ainsi traités par des inférieurs, elles leur font des reproches, elles les appellent des niais, des stupides, des sans coeur, des traîtres, des lourdaux. Sara ne dit rien, ne pensa rien de pareil, elle approuva tout ce qu'il avait fait. Et, ce qui est plus généreux encore, après que Loth eût été mis en mesure de choisir dans le partage , et qu'il eût donné à son oncle la plus petite part, et que ce même Loth courût un grand danger, à cette nouvelle , le patriarche arma tous les siens et s'apprêta à marcher contre toute l'armée des Perses, n'ayant avec lui que les gens de sa maison. Eh bien ! alors elle ne le retint pas, elle ne lui dit pas, ce qu'elle aurait pu lui dire : où allez-vous? Vous courez aux précipices; vous allez affronter de si grands dangers pour un homme qui vous a fait outrage, qui vous a ravi tous vos biens? Vous allez verser votre sang ? Si vous ne pensez pas à vous-même, pensez à moi du moins, qui ai abandonné ma maison, ma patrie, mes amis, mes parents; qui vous ai suivi dans un si long voyage. Ayez pitié de moi, ne me jetez pas dans le veuvage, dans tous les malheurs dont le veuvage est accompagné. Elle ne dit rien de pareil ; elle ne pensa rien- de pareil , elle souffrit tout en silence. Et, plus tard, lorsqu'elle demeure stérile, elle ne montre aucun des sentiments que font paraître les femmes en ces circonstances; elle ne pousse pas de lamentations. Il pleure, lui, non pas en présence de son épouse, mais en présence de Dieu, et, voyez, comme l'époux et l'épouse font chacun leur devoir. Abraham ne méprise pas Sara, parce qu'elle est stérile, il ne lui fait, pour cette raison, aucun reproche : celle-ci, de son côté, s'ingénie à consoler Abraham de cette privation, par le moyen de sa servante. Dans ces temps anciens, ces choses-là n'étaient pas défendues, comme elles le sont aujourd'hui. Aujourd'hui, en effet, il n'est pas permis aux femmes de pousser jusque-là la complaisance pour leurs maris, et ceux-ci ne doivent pas au su ou à l'insu de leurs femmes, recourir à de pareils commerces , si grande que soit leur douleur de n'avoir pas d'enfants. Car ils entendraient, à leur tour, ces paroles: « Leur ver ne mourra point, leur feu ne s'éteindra point ». (Marc, IX, 45.) En effet, ces choses-là, aujourd'hui, ne sont plus permises ; mais alors la défense n'existait pas. Et voilà pourquoi son épouse lui donna ce conseil ; et il lui obéit, et il ne fit rien pour le plaisir. Mais voyez donc, me dira-t-on, comment sur l'ordre de Sara il chassa la servante. C'est justement ce que je veux vous montrer : en toutes choses, il lui obéissait, et elle, à lui.