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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Jean Chrysostome (344-407)

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Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)

I.

Kap. XVI.

1. Was die Sammlungen für die Heiligen betrifft, — wie ich es angeordnet habe bei den Kirchen Galatiens, also machet es auch ihr!

I. Nachdem Paulus seine Abhandlung über die Dogmen beendet, geht er auf Das über, was mehr zur Sittenlehre gehört, und beginnt mit Übergebung alles Übrigen mit dem Gipfel alles Guten und spricht somit über die Mildthätigkeit und zwar nur über sie — bis an’s Ende. Dieses hat er sonst nirgends gethan; sondern er beschließt alle seine andern Briefe mit Ermahnungen zur Mildthätigkeit, Enthaltsamkeit, Sanftmuth, Geduld und allen übrigen Tugenden. Warum behandelt er also hier diese Sittenvorschrift allein? Weil er in den vorhergehenden Abschnitten manches zur Sittenlehre Gehörige eingeflochten hatte, als: die Bestrafung des Unzüchtigen, die Zurechtweisung Derjenigen, die ihre Streitsachen vor heidnischen Richtern entscheiden ließen, die Drohung gegen die Trunkenbolde und Schwelger, das Verdammungsurtheil gegen die Unruhstifter S. 754 und Ehrgeizigen, das schreckliche Gericht, womit er Diejenigen bedroht, die sich den heiligen Geheimnissen unwürdig nahen, und seine Schilderung der Liebe. Darum spricht er nur über diesen Gegenstand, weil er seiner vorzugsweise bedürfte, um den Heiligen Hilfe bringen zu können. Und siehe, wie klug er es angeht! Nachdem er sie nämlich von der Auferstehung überzeugt und ihren Eifer geweckt hat, beginnt er endlich auch davon zu sprechen. Wohl hatte er auch früher über diesen Gegenstand geredet, als er sprach: „Wenn wir euch das Geistige gesäet, ist’s Großes, wenn wir euer Fleischliches (Leibliches) ernten?“1 Und: „Wer pflanzt einen Weinberg und ißt nicht von dessen Frucht?“2 Weil er aber den Werth dieser Tugend wohl kannte, so verschmäht er es nicht, auch am Ende des Briefes darauf zurück zu kommen. Er nennt die Sammlung eine „Beisteuer“ und stellt die Sache gleich Anfangs als leicht hin; denn wo Alle beitragen, da wird es dem Einzelnen leicht, das Verlangte zu geben. Nachdem er der Sammlung Erwähnung gethan, setzt er, obgleich er es folgerichtig hätte thun können, nicht sogleich bei: „Jeder von euch lege bei sich zurück, aufsparend…; sondern erst den Worten: „Wie ich es angeordnet habe bei den Kirchen Galatiens“ fügt er Das bei und erzählt vorerst, um ihren Eifer zu entflammen, was Andere gethan. Das that er auch in seinem Briefe an die Römer. Denn indem er ihnen zu erzählen scheint, warum er nach Jerusalem reise, erwähnt er der milden Gaben: „Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen; denn Macedonien und Achaja haben es für gut erachtet, einige Beisteuer zu veranstalten für die Armen der Heiligen, welche zu Jerusalem sind.“3 Jene weckt er durch das Beispiel der Mazedonier und Korinther, Diese durch das Beispiel der Galater: „Wie ich es angeordnet habe,“ sagt er, „bei S. 755 den Kirchen Galatiens.“ Denn sie hätten sich schämen müssen, den Galatern nachzustehen. Er sagt nicht: wie ich euch ermahnt und gerathen, sondern: „wie ich es angeordnet habe,“ was größeres Ansehen zeigt. Auch führt er nicht eine, zwei oder drei Städte an, sondern ein ganzes Volk. Ähnlicher Ausdrücke bedient er sich auch bei den Dogmen, indem er sagt: „Wie ich in allen Kirchen der Heiligen lehre.“ Wenn nun Das schon geeignet ist, ein Dogma glaubwürdig zu machen, um so mehr wird Dieß der Fall sein bei Nachahmung von Werken. Was hast du also angeordnet?

2. Je am ersten Wochentage, d. h. am Tage des Herrn, lege Jeder von euch bei sich zurück, aufsparend, was ihm gut dünkt.

Siehe, wie er sogar die Zeit zur Ermahnung benutzt: denn Das war eben der geeignete Tag, sie zu milden Gaben zu stimmen. Denn bedenkt, will er sagen, was ihr an diesem Tage empfangen habt! Unaussprechliche Güter und der Ursprung und Anfang unseres Lebens wurden uns an diesem Tage geschenkt. Allein nicht nur aus dem Grunde ist dieser Tag günstig, uns zur Bereitwilligkeit und Freudigkeit im Wohlthun zu stimmen, sondern auch, weil er Ruhe und Erholung von der Arbeit gewährt. Denn eine sorgenfreie Seele ist zum Wohlthun geschickter und munterer. Nebstdem wird unser Eifer mächtig belebt durch die Gemeinschaft an den hochwürdigen und unsterblichen Geheimnissen. An jenem Tage also „lege Jeder von euch,“ nicht etwa Dieser oder Jener, sondern „Jeder“, — sei er arm oder reich, Mann oder Weib, Herr oder Knecht, — „lege bei sich zurück“. Er sagt nicht, daß man es in die Kirche tragen soll, damit Keiner ob der kleinen Gabe sich zu schämen habe; sondern er will, daß aus kleinen Beiträgen die Sammlung anwachse und bei seiner Ankunft vorgezeigt werde. Bis dahin, will er sagen, „lege Jeder bei sich zurück“ und mache sein Haus zur S. 756 Kirche, zur Vorrathskammer und zum Schatzkasten; Jeder führe selbst die Aufsicht über die gottgeweihten Gaben und weihe sich selbem ein zum Armenpfleger. Die Liebe ertheilt dir dieses Priesterthum; an diese Liebe erinnert auch jetzt noch die Schatzkammer; zwar ist diese noch vorhanden als Zeichen; die Sache selber ist aber nirgendmehr zu finden, wohl weiß ich, daß Viele meiner Zuhörer mich ob dieser Reden wieder tadeln werden, indem sie (bei sich) sagen: „Nimm es doch nicht so ernst; werde deinen Zuhörern doch nicht so beschwerlich und lästig; überlaß es doch ihrer Wahl und ihrem eigenen Ermessen; du machst uns ja schamrotd durch deine Reden!“ Nein, ich höre nicht auf, also zu reden; denn auch Paulus schämte sich nicht, dadurch seine Zuhörer fortwährend zu belästigen und für Andere zu betteln. Wenn ich sagen würde: Gib die Gabe mir, bring sie mir in’s Haus, — dann möchte die Rede wohl beschämend erscheinen; eigentlich aber nicht einmal so, denn: „Welche dem Altare abwarten,“ heißt es, „theilen mit dem Altare.“4


  1. I. Kor. 9, 11. ↩

  2. Ebend. V. 7. ↩

  3. Röm. 15, 25. 26. ↩

  4. I. Kor. 9, 13. ↩

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Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens

1.

Ayant achevé ce qu'il avait à dire sur les dogmes,. il va maintenant traiter plus spécialement des moeurs, et sans s'occuper du reste, il va droit à la vertu qui comprend toutes les autres, la charité et l'aumône. Il ne parle que de cette seule vertu et fiait sa lettre. Cette épître est la seule où il en soit ainsi ; dans les autres il ne parle pas seulement de l'aumône, mais encore de la tempérance, de la mansuétude, de la douceur, de la patience, et de toutes les autres en général, en finissant. Pourquoi ne traite-t-il ici que cette seule partie de la morale.? Parce que la plus grande partie de ce qui précède roule déjà sur des matières morales; par exemple, ce qu'il a dit pour corriger le fornicateur, pour redresser ceux qui portaient leurs différends devant les tribunaux du dehors, pour effrayer ceux qui s'adonnaient au vin et à la bonne chère, pour condamner ceux qui. se livraient aux schismes aux disputes , et qui affectaient la domination, pour représenter à ceux qui s'approchaient indignement des mystères , l'épouvantable châtiment auquel ils s'exposaient, enfin, pour définir la charité. Il ne touche plus ici que le point dont il a besoin pour mieux assister les saints. Remarquez encore ici l'habileté de l'apôtre : aussitôt qu'il (598) les a persuadés de la résurrection, et qu'il les a remplis par ce discours de ferveur et de zèle, il les met sur le chapitre de l'aumône. Ce n'est pas qu'il n'en eût déjà touché quelques, mots lorsqu'il disait : « Si nous avons semé chez vous les biens spirituels, sera-ce beaucoup si nous moissonnons de vos biens temporels ? » Et encore : « Qui plante une vigne et ne mange pas de son fruit? » (I Cor. IX, 7, 11.) Cependant, la connaissance qu'il avait de l'excellence de cette vertu le détermine à en parler encore à la fin de cette épître.

Le mot de « collecte » qu'il met tout en commençant fait déjà envisager la chose comme légère et facile; puisque tous contribuent à l’oeuvre, la charge qui en résultera pour chacun ne pourra qu'être légère. Après avoir parlé de la collecte, il ne dit pas tout aussitôt : Que chacun de vous mette de côté chez soi, comme il était naturel de dire, non, il a soin de dire auparavant : Faites comme j'ai ordonné aux Eglises de Galatie. Mentionner les bonne œuvres des autres était un bon moyen d'exciter leur zèle par l'émulation. Et remarquez comme il introduit cette mention sous forme de récit; c'est un procédé qu'il met encore en couvre dans son épître aux Romains. Il semble ne vouloir que leur parler du motif de son départ pour Jérusalem, et il prend de là occasion de se jeter sur le sujet de l'aumône : « Maintenant », dit-il, « je m'en vais à Jérusalem pour le service des saints. Car il a dit à la Macédoine et à l'Achaïë de faire quelques aumônes en commun aux. pauvres d'entre les saints». (Rom. XV, 25, 26.) Il excitait les Romains par l'exemple des Macédoniens et des Corinthiens , et ceux-ci par l'exemple des Galates. — « Faites », dit-il, « comme j'ai ordonné aux Eglises de Galatie ». Les Corinthiens n'auraient-ils pas rougi de rester inférieurs aux Galates? Et il ne dit pas : J'ai persuadé, j'ai conseillé, mais : «J'ai ordonné », ce qui marque plus l'autorité. Et il ne cite pas seulement une ville, ni deux, ni trois, mais toute une nation. C'est un moyen. qu'il emploie également quand il traite des questions dogmatiques : « Comme je l'enseigne », dit-il, « dans toutes les églises des saints » . Que si l'exemple est efficace pour établir la foi des dogmes, il le sera bien davantage encore pour exciter l'émulation des bonnes oeuvres.

Mais qu'avez-vous ordonné, dites-moi, bienheureux apôtre? «Que le premier jour de la semaine », c'est-à-dire le dimanche, « chacun de vous mette quelque chose à part chez soi, amassant selon sa bonne volonté (2) ». Remarquez comme il sait les exciter même par la circonstance du temps; car ce jour qu'il indique était propre à porter à l'aumône. Souvenez-vous, semble-t-il dire, quels bienfaits vous avez reçus ce jour-là. Les biens ineffables, et la racine et le principe de notre vie, c'est once jour qu'ils nous ont été donnés. C'est encore par une autre raison que ce jour augmente le zèle charitable; il est le jour du repos et de la suspension de tous les travaux. Une âme affranchie de tout embarras d'affaires, en devient plus prompte et plus apte à pratiquer l'aumône. De plus, la participation aux mystères redoutables et immortels met dans l'âme beaucoup de zèle. En ce jour donc, « que chacun de vous »; non un tel et un tel, mais «chacun de vous », quel qu'il soit, pauvre ou riche; la femme ou l'homme; l'esclave ou l'homme libre mette à part chez soi. Il ne dit pas: Que chacun porte à l'Eglise, de peur que l'on n'eût honte de donner peu; mais après que ces petites sommes mises à part peu à peu en auront fait une un peu plus considérable, alors, quand je serai venu, qu'on me l'apporte. En attendant, mettez à part chez vous quelque chose, et faites de votre maison une église, le coffret qui recevra vos aumônes sera le tronc. Devenez le gardien d'un argent sacré, faites-vous spontanément économe des pauvres. C'est votre chanté qui vous confère ce sacerdoce. Les troncs qui sont dans nos églises sont encore une marque de cette ancienne coutume. Mais hélas ! le signe seul reste, la chose ne. se voit plus nulle part. Je sais que la plupart de ceux qui sont ici me blâmeront encore de parler sur ce sujet; je les entends déjà me dire : Epargnez-nous ces désagréables , ces fâcheux discours. Laissez cela à la volonté de chacun, et que chacun suive le mouvement de son coeur; ce que vous dites maintenant ne sert qu'à nous couvrir de honte et de confusion. — Mais je ne tiens aucun compte de ces remontrances. Saint Paul ne craignait pas de se rendre importun sur ce sujet, ni de tenir le langage de ceux qui mendient. Si je vous disais : Donnez-moi, à moi, et déposez vos aumônes dans ma maison, il y aurait peut-être sujet de rougir ; ou plutôt il n'y aurait pas même alors sujet, « car », dit (599) l'apôtre, « ceux qui servent à l'autel vivent de l'autel ». (I Cor. IX, 13.)

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