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Werke Johannes Chrysostomus (344-407) In epistulam i ad Corinthios argumentum et homiliae 1-44

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Homilien über den ersten Brief an die Korinther (BKV)

I.

Kap. I.

1. 2. 3. Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, an die Kirche Gottes, welche zu Korinth ist, an die Geheiligten in Christo Jesu, die berufenen Heiligen, sammt Allen, welche anrufen den Namen unseres Herrn Jesus Christus, an jeglichem Orte, ihres sowohl als unseres (Herrn), Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

I. Sieh’, wie er gleich im Beginne ihren Stolz niederschlägt und ihren ganzen Eigendünkel zu Boden schmettert, indem er sich berufen nennt. Denn was ich weiß, spricht er, habe ich nicht selbst erfunden, noch bin ich durch eigene Weisheit dazu gekommen, sondern während ich die Kirche verfolgte und verheerte, bin ich berufen worden. Hier wird dem Berufenden Alles, dem Berufenen aber so zu sagen Nichts zugeschrieben als der Gehorsam — „Jesu Christi“. Euer Lehrer ist Christus; und ihr stellt Menschen auf zu Lehrmeistern? „Durch Gottes Willen.“ Denn Gott hat es gewollt, daß ihr so gerettet werdet. Denn wir haben S. 15 keine eigenen Verdienste, sondern durch Gottes Willen haben wir das Heil gefunden; wir sind berufen worden, weil es ihm also gefiel, nicht als wären wir dessen würdig gewesen. — „Und Sosthenes, der Bruder.“ Hier zeigt er wieder seine Bescheidenheit, indem er sich dem viel Geringern gleichstellt: denn zwischen Paulus und Sosthenes war ein großer Unterschied. Wenn er sich nun hier, wo der Abstand so groß war, dem Geringeren gleichstellt, wie können sich dann Diejenigen entschuldigen, welche Männer gleichen Ranges verachten! — „An die Kirche Gottes.“ Nicht an die Gemeinde (Kirche) dieses oder jenes Menschen, sondern Gottes. — „Zu Korinth.“ Siehst du, wie er durch jedes Wort ihre Aufgeblasenheit niederschlägt und durch Alles ihren Sinn zum Himmel emporrichtet? Kirche Gottes aber nennt er sie, um anzuzeigen, daß sie einig sein müsse. Denn ist sie Gottes Kirche, so ist sie einig und Eins nicht nur zu Korinth, sondern auf dem ganzen Erdkreise. Denn der Name Kirche bezeichnet nicht Spaltung, sondern Einigung und Übereinstimmung. „An die GeHeiligten in Christo Jesu.“ Wieder setzt er den Namen Jesu, nirgendwo den von Menschen. Was ist aber die Heiligung ? Das Taufbad, die Reinigung. Er erinnert sie nämlich an ihre eigene Unreinigkeit, wovon er sie befreite, und mahnt sie, von sich bescheiden zu denken; denn nicht durch die eigenen guten Werke, sondern durch die Menschenfreundlichkeit Gottes wurden sie geHeiligt. An „die berufenen Heiligen". Denn nicht einmal Das, daß ihr durch den Glauben gerettet werden seid, sagt er, ist euer Verdienst: ihr seid nämlich nicht aus eigenem Antriebe gekommen, sondern ihr seid berufen worden. Also ist auch nicht einmal dieses Wenige ganz euer Werk. Und wäret ihr auch aus eigenem Antrieb gekommen, ihr, die ihr zahllosen Übeln unterworfen waret, so würde selbst in diesem Falle nicht euch, sondern Gott der Dank gebühren. Darum schreibt er auch an die Epheser die Worte: „Durch die Gnade seid ihr errettet mittels des Glaubens, und Dieß S. 16 nicht aus euch.“1 Aber auch der Glaube ist nicht ganz euer Werk; denn ihr seid nicht dem Glauben zuvorgekommen, sondern habt nur gehorcht, nachdem ihr berufen worden. — „Sammt Allen, welche anrufen den Namen unseres Herrn Jesus Christus,“ nicht den Namen von Diesem oder Jenem, sondern den Namen des Herrn. — „An jeglichem Orte, ihrem sowohl als unserem.“ Ist auch der Brief nur an die Korinther geschrieben, so gedenkt er doch aller Gläubigen auf der ganzen Erde und zeigt, daß die Kirche, obgleich an vielen Orten zerstreut, auf der ganzen Erde Eins sein müsse, und um so mehr die zu Korinth. Sind die Gläubigen dem Orte nach auch getrennt, so vereinigt sie der Herr, weil er für sie gemeinschaftlich ist. Darum setzt er, um sie zu vereinen, hinzu: unserem sowohl als auch ihrem. Diese Gemeinschaft ist aber viel wichtiger, als jene (dem Orte nach); — denn gleichwie Diejenigen, die an einem Orte wohnen, aber verschiedenen und sich widersprechenden Herren dienen, getrennt sind, ohne daß der Wohnort zu ihrer Vereinigung das Mindeste beiträgt, da ihre Gebieter Entgegengesetztes befehlen und an sich zu ziehen bemüht sind (wie es ja heißt:2 ) „Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon“): so hindert bei: Denjenigen, die an verschiedenen Orten wohnen, die Verschiedenheit der Orte nicht ihre Eintracht, woferne sie nicht verschiedene Herren haben, da der eine Herr sie vereinigt. Ich sage nun nicht, daß ihr als Korinther nur mit den Korinthern in Eintracht leben sollet, sondern mit allen Menschen auf der ganzen Erde, weil ihr einen gemeinschaftlichen Herrn habt. Darum fügt er zweitens hinzu: „unseres.“ Weil er nämlich gesagt hatte: „den Namen unseres Herrn Jesus Christus,“ so setzt er neuerdings bei: „unseres und ihres Herrn,“ damit es den Unverständigen nicht scheine, als mache er einen Unterschied. S. 17 Und damit das Gesagte noch verständlicher werde, will ich den Text dem Sinne nach lesen: Paulus und Sosthenes an die Kirche, die zu Korinth ist, und an Alle, die den Namen unseres Herrn und ihres Herrn anrufen an jeglichem Orte, seien sie zu Rom oder wo sie immer sein mögen: „Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“ Oder auch so — wie ich es auch für richtiger halte: Paulus und Sosthenes an die GeHeiligten zu Korinth, an die berufenen Heiligen sammt Allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jeglichem Orte, wo sie oder wir sind; das heißt: Gnade euch und Friede euch, die ihr zu Korinth geHeiligt und berufen worden seid, aber nicht euch allein, sondern Allen, die wo immer den Namen Jesu Christi, unseres und ihres Herrn, anrufen. — Wenn aber der Friede von der Gnade kommt, warum bist du denn stolz, warum denn aufgeblasen, da du aus Gnade gerettet wurdest? Wenn du aber mit Gott Frieden hast, warum schließt du dich Anderen an? Das heißt ja Empörung stiften. Was soll es denn heissen, wenn ihr mit Diesem und Jenem Frieden habt und dabei in Gunst stehet? Ich aber wünsche, daß euch Beides von Gott gegeben werde, durch ihn und mit ihm Frieden zu haben. Denn nichts hat Bestand, wenn es nicht von oben herab gekräftiget wird, und Nichts wird uns nützen, was nicht auf ihn Bezug hat; denn es kann uns nicht frommen, wenn wir mit Allen im Frieden leben, mit Gott aber Krieg führen; sowie es uns auch nicht schaden kann, wenn wir von Allen bekriegt werden, mit Gott aber Frieden haben. Und wieder kann es uns Nichts helfen, wenn wir allen Menschen gefallen, Gott aber beleidigen, während wir hingegen ohne alle Gefahr sind, wenn uns Gott Beifall und Liebe schenkt, sollten uns auch alle Menschen schmähen und hassen; denn die wahre Gnade und der wahre Friede kommt von Gott. Denn wer bei Gott in Gnaden steht, fürchtet Niemanden, und sollte er auch unzählige Leiden zu erdulden haben; er fürchtet nicht einmal den Teufel, geschweige denn einen Menschen. S. 18 Wer aber in der Ungnade Gottes ist, fürchtet sich vor Allen, wenn er auch ruhig zu leben scheint; denn das Menschengeschlecht ist unbeständig, und nicht bloß Freunde und Brüder ändern oft aus geringfügigen Ursachen ihren Sinn, sondern auch Väter haben sogar ihre eigenen Kinder und Kinder ihre Väter ärger als Feinde behandelt und vertrieben.


  1. Ephes. 2, 8. ↩

  2. Matth. 6, 24. ↩

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Commentaire sur la première épitre aux Corinthiens

1.

Voyez comme, dès le début, il abat l'orgueil et détruit par la base toute l'estime qu'ils avaient d'eux-mêmes, en se disant « appelé ». Ce que je sais, dit-il, je ne l'ai pas inventé; je ne .1 'ai pas acquis par ma propre Sagesse; mais c'est quand je persécutais et ravageais l'Èglise, que j'ai été appelé. D'où il suit que tout appartient à l'appelant, et que l'appelé n'a d'autre mérite, pour ainsi dire, que d'avoir obéi. « Du Christ Jésus ». Votre maître, c'est le Christ ; et vous donnez à des hommes le nom de maîtres de la science? « Par la volonté de Dieu ». Car c'est Dieu qui a voulu que vous fussiez ainsi sauvés. En effet, nous n'avons rien fait, nous; mais nous avons été sauvés par la volonté de Dieu; il nous a appelés parce qu'il l'a voulu , et non parce que nous en étions dignes.

Il. donne ensuite une nouvelle preuve de modestie, en mettant à son propre niveau un homme qui lui est bien inférieur : car il y a une grande distance entre Paul et Sosthène. Mais si, malgré cette grande distance, il égale à lui Sosthène, que pourront dire ceux qui méprisent leurs égaux? « A l'Eglise de Dieu». Non pas à l'Eglise d'un tel ou d'un tel, mais à celle de Dieu. « Qui est à Corinthe ». Vous voyez comme à chaque expression il abat leur enflure, en ramenant sans cesse leur pensée vers le ciel. Il appelle l'Eglise, Eglise de Dieu, pour montrer qu'elle doit être unie. En effet, si elle est de Dieu, elle est unie, elle est une, (300) non-seulement à Corinthe, mais par toute la terre. Car le nom de l'Eglise n'est pas un nom de division, mais d'union et d'harmonie. « Aux « sanctifiés dans le Christ Jésus ». Encore le nom de Jésus, nulle part celui des hommes. Mais qu'est-ce que la sanctification ? Le bain, la purification. Il leur rappelle leur propre impureté, dont il les a délivrés, et les engage à avoir d'humbles sentiments d'eux-mêmes; car ce n'est point par leurs propres mérites, mais par la bonté de Dieu qu'ils ont été sanctifiés. « Qui sont appelés saints ». Etre sauvés par la foi, leur dit-il; cela ne vient pas de vous vous n'êtes point venus les premiers, mais vous avez. été appelés; en sorte que ce peu même n'est point à vous tout entier. Et quand bien même vous Seriez venus, étant sujets à d'innombrables misères, ce n'est point à vous qu'il faudrait en attribuer le mérite, mais à Dieu.

Voilà pourquoi, écrivant aux Ephésiens, il disait : « Vous avez été sauvés par la grâce, au « moyen de la foi , et cela ne vient pas de « vous ». (Ephés. II, 8.) Votre foi ne,vous appartient pas tout entière ; car vous n'avez point prévenu, lorsque vous avez cru, mais vous avez été appelés et vous avez obéi. « Avec tous ceux qui invoquent le nom de Notre-Seigneur Jésus-Christ ». Non pas le nom d'un tel ou d'un tel, mais « le nom de Jésus-Christ. En quelque lieu que ce soit, de Jésus-Christ, leur Seigneur comme le nôtre ». En effet, bien que cette lettre ne s'adresse qu'aux Corinthiens, il mentionne pourtant tous les fidèles qui sont sur la terre, indiquant par là que sur toute la terre l'Eglise, quoique séparée par les distances, doit être une; à plus forte raison celle de Corinthe. Que si le lieu les sépare, le Seigneur, leur maître commun, les réunit; aussi, pour exprimer cette union, ajoute-t-il : « En quelque lieu que ce soit, et leur Seigneur comme le nôtre ». En effet, l'unité de maître est bien plus efficace que l'unité de lieu pour faire exister l'union. Car, comme ceux qui sont dans un même lieu sont cependant divisés, s'ils ont plusieurs maîtres opposés entre eux, et ne gagnent rien pour la concorde à être réunis dans le même endroit, vu que leurs maîtres leur prescrivent des choses différentes et les attirent à eux, « vous ne pouvez », est-il dit, « servir Dieu et Mammon » ; de même ceux qui sont dans des lieux différents, s'ils n'ont pas des maîtres différents, mais un seul et même maître, ne perdent rien pour la concorde à la diversité des lieux, puisqu'un même maître les réunit. Je ne dis donc pas, insinue-t-il, que, vous Corinthiens, vous ne devez être unis qu'aux Corinthiens, mais à tous les fidèles qui sont sur toute la terre, puisque,vous avez un maître commun. Voilà pourquoi il répète : « Notre ». Car après avoir dit : « Le nom de Notre-Seigneur Jésus-Christ »; pour ne pas avoir l'air de séparer, aux yeux des insensés, il ajoute:. « Notre maître et le leur». Et pour rendre plus clair ce que j'avance, je lirai le texte comme le sens l'exige : Paul et Sosthène, à l'Eglise de Dieu qui est à Corinthe, et à tous ceux qui invoquent le nom du Seigneur notre maître et le leur en tout lieu, soit à Rome, soit partout ailleurs : « Grâce et paix soit avec « vous de la part de Dieu notre Père et du « Seigneur Jésus-Christ ». Ou, encore une fois, comme je crois plus exact : Paul et Sosthène à ceux qui sont sanctifiés à Corinthe, qui sont appelés saints, avec tous ceux qui invoquent en tout lieu le nom de Jésus-Christ Notre-Seigneur d'eux.et de nous. C'est-à-dire Grâce à vous, et paix à. vous qui avez été sanctifiés et appelés à Corinthe; et non-seulement à vous, mais avec tous ceux qui en tout lieu invoquent le nom de Jésus-Christ notre maître et le leur. Que si la paix vient de la grâce, pourquoi vous enorgueillissez-vous? pourquoi vous enflez-vous, puisque vous êtes sauvés par la grâce? Si vous êtes en paix avec Dieu, pourquoi vous livrez-vous à d'autres? C'est créer la dissidence. Qu'est-ce, en effet, d'être en paix et en grâce avec celui-ci et avec celui-là? Moi, je demande que ces deux choses vous viennent de Dieu, et de lui et pour lui; car elles ne seraient pas solides, si elles ne recevaient l'influence céleste : et si elles ne sont pas pour lui, elles sont sans profit pour nous. En effet, il ne nous sert de rien d'être en paix avec tout le mondé, si nous sommes en guerre avec Dieu; comme nous ne souffrirons point d'avoir tout le monde contre nous, si nous sommes en paix avec Dieu. Et encore, il ne nous servira de rien d'être célébrés par tous les hommes, si nous offensons Dieu; comme il sera sans danger pour nous d'être repoussés et haïs de tous, si Dieu nous accueille et nous aime.: car la vraie grâce, la vraie paix, vient de Dieu. En effet, celui qui possède la grâce qui vient de Dieu, fût-il accablé de maux, ne (301) craint personne, non-seulement aucun homme, mais pas même le diable; celui, au contraire, qui offense Dieu, parût-il-être en sécurité, se défie de tout le monde. Car la nature humaine est inconstante : non-seulement des amis et des frères, mais souvent des pères, changeant de sentiments pour le plus léger motif, ont rejeté celui qu'ils avaient engendré, qu'ils avaient procréé, et cela plus cruellement que ne l'eut fait tout ennemi; de même des fils ont rejeté leurs pères. Songez-y bien.

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