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Homilien über den zweiten Brief an die Korinther (BKV)
I.
Kap. IX.
Denn über den Dienst für die Heiligen ist es mir überflüssig, euch zu schreiben.
Nachdem Paulus schon so Vieles von diesem Dienste gesprochen, so bemerkt er hier: „Es ist mir überflüssig, euch zu schreiben.“ Und nicht nur Das ist seiner Einsicht ganz angemessen, daß er nach so langen Ausführungen sagt: „Es ist mir überflüssig, euch zu schreiben,“ sondern auch daß er von neuem von diesem Gegenstande redet. Denn was er kurz vorher gesagt hat, war zur Empfehlung der Männer, welche die Gaben in Empfang nehmen sollten, damit sie eine ehrenvolle Aufnahme fänden; und was er weiter voraus von den Macedoniern rühmte, daß ihre tiefe Armuth sich in reichliche Mildthätigkeit ergossen habe, war eine Aufmunterung zu Güte und Almosen. Somit hat er schon Vieles über diesen Gegenstand gesagt und will jetzt weiter davon reden; und doch spricht er: „Es ist mir überflüssig, euch zu schreiben.“ Und Das thut er, um die Korinther desto mehr für die Sache zu gewinnen. Denn wer eine S. 310 so gute Meinung für sich hat, daß man es gar nicht für nöthig hält, ihn zu ermahnen, der würde sich schämen, als minder zu erscheinen und hinter der Erwartung zurückzubleiben. So macht es Paulus auch oftmals bei der Anklage, daß er Manches zu übergehen erklärt; und Das thut immer seine Wirkung. Sobald nämlich der Richter die Großmuth des Klägers sieht, so hat er weiter keinen Verdacht mehr. Denn er denkt bei sich: Wie sollte der Mann, welcher Vieles sagen könnte und nicht sagt, eigens noch Unwahres erdichten? Ja ein Solcher legt dem Richter sogar nahe, mehr zu vermuthen, als worauf die Anklage geht, und setzt sich in den Ruf eines rechtschaffenen Mannes. So macht es nun Paulus bei der Ermahnung wie beim Lobe. Denn nachdem er gesagt hat: „Es ist mir überflüssig, euch zuschreiben,“ so siehe, wie er doch wieder zu mahnen beginnt, indem er sagt:
2. Denn ich kenne eure Bereitwilligkeit, wegen deren ich mich eurer rühme vor den Macedoniern.
Genug wäre es schon, wenn der Apostel allein diese Bereitwilligkeit kennt; noch weit mehr ist es, wenn er sie auch vor Anderen verkündet; denn Das macht noch größeren Eindruck. Wie könnten es auch die Korinther über sich bringen, sich vor so Vielen beschämt zu sehen? Und siehe, wie kundig er sich auf das Mahnen versteht! Zuerst verweist er auf das Beispiel Anderer, nämlich der Macedonier, wenn er sagt: „Ich mache euch kund die Gnade Gottes, die gegeben ist in den Kirchen Macedoniens.“ Dann verweist er die Korinther auf sich selbst mit den Worten: „Die ihr nicht nur das Vollbringen, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt seit dem vergangenen Jahre.“ Und endlich beruft er sich auf den Herrn, wenn er spricht. „Ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn, daß er, da er reich war, um unsertwillen ist arm geworden.“ Jetzt nun kehrt er wieder zum wirksamsten aller Beweg- S. 311 gründe, dem Beispiele Anderer, zurück; denn nacheifernd ist das Geschlecht der Menschen. Freilich hätte der Hinweis auf den Herrn den größten Eindruck auf sie machen sollen, und nach diesem Hinweise die Hoffnung auf Vergeltung; aber weil sie noch so schwach waren, so sucht er sie mehr durch fremde Beispiele zu gewinnen. Denn Nichts wirkt so mächtig als die Nacheiferung. Und beachten wir auch die ungewöhnliche Art, mit der er zu Werke geht. Er sagt nicht: Ahmet den Mazedoniern nach! sondern umgekehrt „Das Verlangen, es euch gleichzuthun, hat die Mehreren angeregt.“
Was sagst du? Kurz vorher sprachst du: „Aus freiem Antriebe, mit vieler Eindringlichkeit baten sie uns.“ Wie kannst du nun hier sagen: „Das Verlangen, es euch gleichzuthun, hat sie angeregt?“ Und doch ist es so, versichert er; wir haben dazu weder gerathen noch gemahnt; wir haben lediglich euch gelobt, uns eurer gerühmt, und Das ist ihnen Antrieb genug gewesen. Siehst du, wie er die Einen wechselseitig durch das Beispiel der Anderen ermuntert, und wie er diesem Wetteifer das höchste Lob spendet? Sodann legt er, um sie nicht stolz zu machen, einige Einschränkung in seine Worte, wenn er sagt: „Das Verlangen, es euch gleichzuthun, hat die Mehreren angeregt.“
Bedenke also, was Das wäre, wenn Die, welche deren die erste Anregung zu solcher Freigebigkeit gaben, nun selbst in Bezug auf diese Spende zurückbleiben würden. Darum sagt er nicht: Ahmet den Macedoniern nach! denn Das würde minder anregend auf sie wirken; er sagt vielmehr: Die Mazedonier haben euch nachgeahmt; so bleibet denn als Lehrer nicht hinter den Schülern zurück! Und um vollends ihren Eifer zu entzünden, stellt Paulus sich anscheinend auf ihre Seite und wählt wie bei einer Art Streit und Wettkampf ihre Partei. Denn wie er weiter oben gesagt hat: Aus eigenem Antrieb, mit vieler Eindring- S. 312 lichkeit baten sie uns, so daß wir den Titus angingen, er möge, wie er vorher angefangen, so auch vollenden diese Gnade,“ so sagt er auch hier:
3. Darum habe ich die Brüder gesendet, damit nicht unser Rühmen vereitelt werde.
Siehst du die Furcht und Angst des Apostels, es möchte scheinen, als habe er mit seinem Rühmen nur die Macedonier aneifern wollen? Weil aber Dieses wohl begründet ist, sagt er, so habe ich die Brüder gesendet; so sehr liegt mir um euretwillen am Herzen, daß mein Rühmen nicht vereitelt werde. Und anscheinend stellt er sich ganz auf Seite der Korinther, obschon er für Alle gleichmäßig Sorge trägt. Was er nun eigentlich sagen will, ist Dieses: Euch nenne ich überall meinen Stolz und Ruhm; und so habe ich mich denn eurer auch vor den Macedoniern gerühmt. Wenn ihr nun jetzt säumig wäret, so träfe uns gemeinsame Beschämung. Doch auch Das mit Einschränkung; denn er fügt bei: „In dieser Hinsicht,“ nicht in allen Stücken. — „Damit ihr, so wie ich gesagt habe, bereit wäret.“ Denn ich sprach vor Jenen nicht: Die Korinther gehen an’s Werk, sondern: Alles ist bereits geordnet, Nichts fehlt ihnen mehr. Dieß ist es nun, was ich in Wirklichkeit möchte bestätigt sehen. Dann drückt Paulus noch stärker seine Besorgniß aus, wenn er sagt:
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Commentaire sur la deuxième épitre aux Corinthiens
1.
Après tout ce qu'il vient de dire au sujet de cette aumône, il ajoute ici: « Il est superflu que je vous écrive». Et sa prudence ne consiste pas seulement en ce qu'après avoir parlé si au. long, il ajoute : « Il est superflu que je vous écrive », mais elle consiste aussi en ce qu'il reparle encore après, sur le même sujet. En effet, ce qu'il vient de dire en. dernier lieu, avait rapport à ceux qui devaient recevoir les offrandes, et avait pour but de leur attirer beaucoup d'estime; ce qu'il avait dit auparavant au sujet des Macédoniens, que « leur profonde pauvreté avait été surabondante«pour la richesse de leur simplicité », et tout le reste, avait. rapport à la charité et à l'aumône. Eh bien ! malgré, cela, après tant de paroles, et lorsqu'il va encore en ajouter d'autres, il dit : « Il est superflu pour moi de vous écrire ». Or il s'y prend de la sorte pour les attirer davantage. En effet, pour un homme dont la réputation est telle qu'il n'a même pas besoin de conseil, c'est une honte de paraître au-dessous de l'opinion que l'on a conçue de lui, et d'être dépassé. L'apôtre en use fréquemment ainsi, lorsqu'ayant à faire des reproches, il a recours aux prétéritions : c'est un moyen quia beaucoup de force. Un juge qui reconnaît chez un accusateur de la grandeur d'âme, n'a plus, aucun soupçon contre lui. Il se dit : Puisque cet homme ne dit pas tout ce qu'il pourrait dire, comment inventerait-il ce qui n'est pas? L'accusateur fait alors soupçonner de l'accusé plus de choses qu'il n'en dit,.et il donné de sa propre personne l'idée d'un caractère honorable.
C'est ainsi que procède l'apôtre et pour les conseils et pour les éloges. Après avoir dit « Il est superflu d’écrire » , voyez ce qu'il ajoute : « Car je connais votre bonne volonté, pour laquelle je me glorifie de vous auprès des Macédoniens (2) ». C'est déjà beaucoup que lui-même connaisse cette bonne volonté, mais c'est encore bien plus qu'il aille la redire aux autres; .elle n'en acquiert que plus de force, car les Corinthiens ne voudraient pas encourir une telle honte que de ne pas justifier cette réputation. Voyez la prudence de son plan : il les a exhortés d'abord par l'exemple des autres, c'est-à-dire des Macédoniens : « Je connais la grâce de Dieu qui a été donnée dans les Églises de Macédoine (VIII, 1) » ; ensuite par leur propre exemple : « Vous qui avez déjà commencé auparavant, depuis l'année dernière, non-seulement à exécuter cette oeuvre, mais encore à la vouloir». (VIII, 10.) Il les avait aussi exhortés en leur citant Notre-Seigneur : « Car vous connaissez », dit-il, « la grâce de Notre-Seigneur, par laquelle il s'est appauvri pour nous, lui qui était riche (VIII. 9.) ». Enfin il revient à (118) son argument principal, l'imitation des autres. C'est que l'humanité est naturellement jalouse. L'exemple de Notre-Seigneur aurait dû les entraîner plus que tout le reste, et après cela, l'espoir de la récompense; mais, vu leur faiblesse, il préfère les entraîner par le motif d'émulation.
Rien n'égale en effet le pouvoir de ce sentiment. Et encore, examinez de quelle manière neuve il le met en jeu. Il ne leur dit pas : Imitez-les; comment s'exprime-t-il? « L'émulation venue de vous a excité le plus grand nombre (IX, 2) ». Eh quoi ! diront les Corinthiens, vous disiez naguère que les Macédoniens avaient agi d'eux-mêmes et en vous priant avec beaucoup d'instance ; comment donc nous dites-vous à présent : « L'émulation venue de vous? » Sans doute, répondra l'apôtre; car nous ne leur avons adressé ni conseil ni supplication; nous vous avons simplement loués, nous nous sommes glorifiés de vous, et cela a suffi pour les exciter. Vous avez vu comme il les stimule les uns parles autres; les Macédoniens à l'aide des Corinthiens, et réciproquement, et comme à l'émulation il sait joindre les plus grands éloges?
Puis, pour ne pas les enorgueillir, il y met un certain correctif, en disant : « L'émulation venue de vous a excité le plus grand nombre ». Songez un peu ce que ce serait pour vous, après avoir fait naître cette noble ambition chez les autres, de vous laisser dépasser à l'occasion de cette offrande. C'est pourquoi il ne dit pas : Imitez les Macédoniens; car cela n'eût pas été aussi propre à les piquer d'honneur ; et que dit-il donc? Ce sont les Macédoniens qui vous ont, imités; ne vous montrez- donc pas, vous les maîtres, au-dessous de vos disciples. Voyez en même temps comme pour les réveiller, pour augmenter leur ardeur, il fait semblant de prendre parti pour eux; on dirait une lutte, une rivalité dans laquelle il se range de leur côté. Car de même qu'il disait plus haut : « Ils sont venus nous trouver d'eux-mêmes, et avec beaucoup d'instances, de sorte que nous avons engagé Tite à achever cette grâce comme il l'avait commencée ». (VIII, 3, 4, 6.) De même il dit ici : « C'est pourquoi j'ai envoyé nos frères, afin que nous ne nous soyons pas vainement glorifiés en vous ». (IX, 3.) Vous voyez, il est tourmenté, il tremble, craignant de paraître n'avoir parlé de la sorte que pour les exhorter; aussi leur dit-il : Dans un tel état de choses, j'ai, envoyé nos frères : si je m'occupe de vous avec tant de zèle, c'est afin que nous ne nous soyons pas vainement glorifiés en vous. Et il semble prendre de tout point les intérêts des Corinthiens, quoique en réalité sa sollicitude soit la même pour tous. Voici le sens de ce qu'il dit : Je suis extrêmement fier de vous, je m'en fais honneur devant tous, je m'en suis glorifié devant les Macédoniens., de . sorte que si vous vous laissez vaincre, la honte sera tout ensemble pour vous et pour moi. Et ici encore, il mesure ses expressions, car il ajoute : « Sous ce rapport »; et non pas en toute chose : « Afin que, comme je le disais, vous soyez préparés ». (Ibid.) Car je n'ai pas dit que les Macédoniens se proposent d'agir, mais bien que tout est disposé, et qu'il né leur manque plus rien pour. l'exécution. Je veux donc que vos oeuvres soient là pour témoigner que vous êtes prêts. Puis les inquiétudes de l'apôtre redoublent : « De peur », ajoute-t-il, « que si les Macédoniens viennent avec moi, nous ne soyons (car je ne veux pas dire, vous ne soyez) couverts de confusion , de ce que nous nous serons glorifiés de volis sous ce rapport (4) ».