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Homilien über den zweiten Brief an die Korinther (BKV)
IV.
Nimm dir Abraham zum Muster, der bei seinem Opfer weder Weib noch Diener noch sonst Jemand zugegen sein ließ. Weise darum auch du alle niedrigen und unedlen Regungen von dir; steige allein auf den Berg, auf den Abraham gestiegen, und auf den sonst Niemand folgen darf! Und versuchen es einige dieser irdischen Gedanken mitzugehen, so ertheile ihnen gemessenen Befehl und sprich: Setzet euch hier; ich aber und der Knabe werden oben anbeten und dann zurückkehren. Und die Eselin und die Knechte laß unten, und was sonst noch ohne Vernunft und Einsicht ist; was aber verständig ist, Das nimm mit dir, wie Abraham den Isaak! Und auch den Altar baue so wie Abraham, als wärest du frei von menschlicher Schwäche und über die Schranken der Natur getreten! Denn hätte Abraham sich nicht über die Natur erhoben, so hatte er nicht seinen Sohn geopfert. Nichts störe dich beim Gebete, sondern über den Höhen der Himmel soll dein Geist schweben; seufze bitter und bringe zum Opfer ein reuiges Bekenntniß! Denn „bekenne du zuerst deine Sünden,“ mahnt der Prophet, „damit du gerechtfertigt werdest!“1 Opfere Zerknirschung des Herzens! Ein solches Opfer endet nicht mit einem Häufchen Asche und zergeht nicht in Rauch; es bedarf zu demselben weder des Holzes noch des Feuers, sondern nur eines zerknirschten Geistes; das ist Holz, das Feuer, von welchem das Holz brennt, aber nicht verzehrt S. 110 wird. Denn wer mit Inbrunst betet, der brennt, ohne verzehrt zu werden, und wie beim Golde, das vom Feuer geläutert wird, vermehrt sich sein Glanz.
Ausserdem mußt du dich in Acht nehmen, daß du beim Gebete nicht Etwas sagst, was deinen Herrn erzürnen könnte, und daß du ja nicht um Strafe für deine Feinde betest. Es gereicht dir Das schon zu geringer Ehre, wenn du überhaupt Feinde hast; wie schlimm muß dann erst das Übel werden, wenn du gegen deine Feinde noch betest! Du solltest vielmehr darob um Vergebung bitten, weil du Feinde hast; statt dessen aber trittst du als ihr Ankläger auf. Was sollst du für eine Verzeihung finden, wenn du gegen Andere deine Stimme erhebst, und Das noch zu einer Zeit, wo du selbst so großes Erbarmen nöthig hast? Du bist vor Gott hingetreten, um für deine eigenen Sünden Abbitte zu leisten; darum denke nicht an die Sünden Anderer, sonst könntest du Gott auch an die deinen erinnern! Denn wenn du sagst: „Schlage, o Herr, den Feind!“ so hast du dir selbst den Mund geschlossen und die Zunge gebunden, für’s erste, weil du schon von vornherein den Richter erzürnt hast, für’s zweite, weil du um Etwas bittest, was sich mit dem Wesen des Gebetes durchaus nicht verträgt. Du trittst vor Gott hin, um Vergebung der Sünden zu erlangen; wie kommst du nun dazu, von Strafe zu reden? Ganz im Gegentheile sollten wir beten, es möge Gott unseren Feinden verzeihen, damit wir vertrauensvoll auch für uns um die gleiche Gnade bitten könnten. So aber greifst du durch dein Urtheil der Entscheidung des Richters vor, indem du verlangst, er solle die Schuldigen strafen; und Das raubt dir alle Aussicht auf Vergebung. Betest du aber für deine Feinde, so hast du Alles erreicht, selbst wenn du für dich kein Wort gesprochen hättest.
Erwäge, wie viele Opfer sich im alten Gesetze finden! Opfer des Lobes, der Sühne, des Dankes, der Reinigung S. 111 und unzählige andere; aber von einem Opfer wider die Feinde ist nirgends die Rede; es sind lauter Opfer der Sühne für die begangenen Sünden oder des Dankes für erlangte Gnaden. Ist denn nun der Gott, zu dem du betest, ein anderer? Trittst du nicht vor denselben Gott, der gesprochen hat: „Betet für euere Feinde?“2 Warum schreist du nun gegen sie? Warum verlangst du von Gott, daß er sein eigenes Gesetz umstoße? Das ist nicht die Weise, wie sie für einen Flehenden sich ziemt; Niemand fleht um das Verderben des Andern, sondern Jeder um sein eigenes Heil. Wie magst du dich nun mit dem Scheine eines Bittenden umgeben, wenn deine Worte den Ankläger verrathen? Und merkwürdig! Wenn wir für uns selbst beten, da krauen und gähnen wir und verfallen in tausenderlei Zerstreuungen; beten wir aber wider die Feinde, so thun wir es mit Aufmerksamkeit und Sammlung. Denn der Satan weiß, daß wir jetzt das Schwert gegen uns selbst richten; darum hütet er sich, uns zu stören und abzulenken, um uns desto gründlicher zu schädigen.
„Aber mir ist Unrecht geschehen, sagst du, und Das schmerzt mich.“ Warum betest du dann nicht gegen den Satan, der uns doch entschieden das meiste Unrecht thut? Und Das solltest du nach dem Gebote thun und sprechen: „Erlöse uns von dem Bösen!“3 Der Satan ist unser unversöhnlicher Feind; der Mensch aber bleibt Freund und Bruder, was er auch immer thut. Gegen den Satan sollen wir demnach alle unseren Zorn richten, gegen ihn zu Gott flehen und sprechen: Schmettere den Satan unter unsere Füße! Denn er ist es, der uns auch Andere zu Feinden macht. Betest du nun wider die Feinde, so verrichtest du das Gebet, das der Satan wünscht; betest du aber für die Feinde, so ist dein Gebet auch gegen ihn ge- S. 112 richtet. Warum läßt du also den wirklichen Feind gehen und zernagst deine eigenen Glieder und zeigst dich grausamer als ein reissendes Thier? „Aber er hat mich beschimpft, sagst du, und Hab und Gut mir geraubt.“ Wer, frage ich, ist denn mehr zu beklagen, Der, welcher Unrecht leidet, oder Der, welcher es thut? Wer Geld und Gut gewonnen, aber Gottes Wohlgefallen verloren hat, bei dem ist der Verlust größer als der Gewinn; er ist es daher, welcher zu Schaden gekommen ist. Darum solltest du offenbar statt gegen ihn, lieber für ihn beten, damit ihm Gott wieder gnädig werde.
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Commentaire sur la deuxième épitre aux Corinthiens
4.
Rappelez -vous qu'Abraham, lorsqu'il offrit son sacrifice, n'admit en sa présence ni. son épouse, ni son serviteur, ni personne autre. Vous non plus, ne souffrez pas qu'aucune passion servile, indigne des enfants de Dieu vienne occuper votre coeur ; allez tout seul sur la montagne que gravit Abraham, sans. permettre à personne de. la gravir avec lui. Que si des pensées humaines veulent monter avec vous, commandez-leur avec autorité; dites leur : Restez ici; mon fils et moi nous reviendrons, après avoir adoré. Laissez donc au pied de la montagne l'ânesse, les serviteurs, tout ce qui est dépourvu de siens et de pensées. Prenez avec vous ce qui est doué d’intelligence et montez, comme Abraham monta avec Isaac. Comme le patriarche, élevez un autel ; dépouillez-vous de toute humaine pensée, élevez-vous au-dessus de la nature. Eût-il immolé son fils, s'il ne se fût lui-même élevé au-dessus de la nature? Que rien ne vienne vous troubler dans votre oraison; élevez-vous au-dessus du ciel même; poussez d'amers gémissements; offrez à Dieu, comme un sacrifice, la confession de vos fautes : « Commencez par confesser, vos iniquités, afin d'être par là justifié ». Offrez-lui la contrition de votre~coeur. Voilà des victimes qui ne sont pas réduites en cendres, qui ne se dissipent pas en fume, pour lesquelles vous n'avez besoin ni de bois ni de feu, mais seulement d'une âme remplie de componction c'est le bois, c'est le feu qui brûle ces victimes, sans les consumer. Celui qui prie avec ferveur, est brûlé, mais il n'est point consumé ; son éclat redouble comme celui de l'or que le feu vient d'éprouver.
Gardez-vous encore de prononcer aucune parole capable d'irriter le Seigneur, et ne l'invoquez point non plus contre vos ennemis. Si c'est déjà une honte d'avoir des ennemis, songez quel mal ce serait de prier contre eux ! Loin de vous . excuser d'avoir des ennemis, vous iriez encore les accuser devant Dieu Et comment obtiendrez-vous votre pardon, si vous les accusez au moment même où vous implorez miséricorde pour Vous? N'est-ce pas en effet le pardon de vos péchés que Nous sollicitez dans votre prière: ne vous souvenez donc, pas des péchés d'autrui; autrement vous réveilleriez. le souvenir des vôtres. Si vous dites: frappez mon ennemi; vous vous fermez la bouche, vous enlevez toute liberté à votre languie, N'excitez-vous pas en effet dès le commencement la colère du Seigneur; et ensuite ne demandez-vous pas précisément le contraire de ce qu'il faudrait demander? Si en effet vous priez pour obtenir la rémission de vos péchés, comment se fait-il qu'en même temps vous, sollicitiez-la punition des autres? C'est le contraire que vous deviez faire : il fallait prier polir vos ennemis, afin de pouvoir aussi prier avec confiance pour vous-mêmes. Vous prévenez la sentence du juge par votre propre sentence, puisque vous déclarez les pécheurs dignes d'une punition : comment seriez-vous . encore excusables ? Priez pour eux, et alors vous n'avez pas même besoin de dire un mot de vos propres fautes : tout est fait. Rappelez-vous combien la Loi prescrivait de sacrifices : le sacrifice de louange, le sacrifice de la confession, le sacrifice dû salut, le sacrifice d'expiation et tant d'autres; mais je ne vois pas qu'elle en prescrive aucun contre les ennemis, tous au contraire ont pour objet nos propres péchés ou nos bonnes oeuvres.
Quel Dieu priez-vous donc? N'est-ce pas celui qui a dit : « Priez pour vos ennemis ? » (40) (Matth. v, 44.) Comment osez-vous donc élever la voix contre eux ? Comment pouvez-vous prier Dieu d'enfreindre sa propre loi? Rien qui convienne moins au rôle de suppliant personne ne supplie pour qu'un autre périsse; mais on implore son propre salut. Pourquoi donc jouer le rôle de suppliant avec des paroles d'accusateur? Quand nous prions pour nous-mêmes, nous nous remuons, nous nous agitons, nous nous laissons aller à mille pensées étrangères ; mais quand nous prions contre nos ennemis, nous le faisons avec attention et avec ardeur. Le diable sait bien que nous nous enfonçons alors un glaive dans la poitrine; et c'est pourquoi il se garde bien de nous distraire, de détourner notre attention; il veut nous causer ainsi tout le mal. possible. — Mais, direz-vous, on m'a fait injure, on m'a blessé. — Eh bien , priez donc contre le démon, qui nous outragé plus que personne ne le fait. On vous prescrit de dire dans votre prière : « Délivrez-nous du malin ». (Matth. VI, 93.) Voilà votre implacable ennemi mais l'homme, quoi qu'il vous fasse, est votre ami et votre frère. :Aussi lançons-nous tous contre lui, prions Dieu contre lui; et disons: Brisez Satan sous nos pieds. C'est lui qui nous suscite des ennemis. Si vous priez contre vos ennemis, vous accomplissez le plus ardent de ses voeux; mais en priant pour vos ennemis, c'est contre lui que vous priez. Pourquoi donc laisser de côté votre véritable ennemi, pour dévorer vos membres, vous montrant ainsi plus cruels que les bêtes. féroces? — Mais, dites-vous, on m'a outragé; on m'a enlevé mes biens. — Qui donc est le plus à plaindre, de celui qui supporte l'outrage ou d'e celui qui le fait? S'enrichir à vos dépens, c'est perdre l'amitié de Dieu, et le dommage l'emporte Sur le gain. Agir de la sorte; c'est se nuire à soi-même. Au lieu de prier contre votre ennemi, priez pour lui, pour que Dieu lui fasse miséricorde.