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Œuvres Jean Chrysostome (344-407) In epistulam ad Ephesios commentarius

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Kommentar zu den Briefen des hl. Paulus an die Epheser (BKV)

3.

Was ist das: "Miterben und Mitteilnehmer der Verheißung und Miteinverleibte?" Das ist das Große, das "ein Leib sein", die innige Verbindung. Denn daß sie berufen werden sollten, wußten die Heiden, daß sie aber dazu berufen werden sollten, nimmermehr. Dies also nennt der Apostel das Geheimnis der Verheißung. Die Israeliten waren der göttlichen Verheißung teilhaftig, mitteilhaftig aber waren auch die Heiden "in Christus Jesus durch das Evangelium", d. h. dadurch, daß die Sendung auch an sie erging und sie den Glauben annahmen; nicht schon an und für sich, sondern "durch das Evangelium". Doch dies ist [verhältnismäßig] nichts Großes, ja eigentlich etwas Unbedeutendes. Ein Anderes, Größeres enthüllt er uns, daß nämlich nicht nur kein Mensch, nein, auch kein Engel, kein Erzengel, keine sonstige geschöpfliche Kraft darum wußte; denn es war ein Geheimnis und wurde niemandem geoffenbart. - "Woraus ihr meine Einsicht erkennen könnt. "Mit diesen Worten spielt er vielleicht auf das an, was er in der Apostelgeschichte zu ihnen gesprochen1 , nämlich auf seine Einsicht, daß auch die Heiden berufen seien. Er bezeichnet als seine Einsicht in das Geheimnis das, was er früher ausgesprochen hat, S. 232 daß Christus sie in sich erschaffen werde zu einem neuen Menschen. Durch Offenbarung nämlich hatte er, wie auch Petrus. gelernt, daß man die Heiden nicht verabscheuen dürfe. Und dieses sagt er zu seiner Verteidigung.

V.7: "Dessen Diener ich geworden bin gemäß der Gnadengabe Gottes, die mir gegeben ist durch die Wirkung seiner Kraft."

Vorhin sagte er: Ich bin ein Gefesselter; aber wiederum schreibt er alles dem Herrn zu mit den Worten: "gemäß der Gabe seiner Gnade." Kraft eines Geschenkes ist ihm der Vorzug dieser Ehre geworden. Aber das Geschenk würde nicht hingereicht haben, wenn Gott nicht auch [wirksame] Kraft hineingelegt hätte. - Es gehört in der Tat große Kraft dazu, und menschlicher Eifer [allein] reichte nicht hin. Drei Dinge nämlich brachte Paulus zu seinem Predigeramte mit: glühenden und unerschrockenen Mut, eine Seele, bereit, alles zu ertragen, unantastbaren Lebenswandel und Einsicht mit Weisheit. Denn wenn er nicht die Kraft des Geistes empfangen hätte, so hätten Wagemut und unantastbarer Lebenswandel nicht hingereicht. Betrachte zuerst diesen, vielmehr höre, was er [darüber] schreibt: "Damit unser Amt nicht getadelt werde"2 ; und wiederum: "Denn unsere Ermahnung kommt nicht aus Irrtum, noch aus Unlauterkeit, noch mit Schmeichelworten, noch mit gewinnsüchtigem Vorwand"3 . Siehst du die Untadeligkeit? Und wiederum: "Seid auf das Gute bedacht nicht nur vor Gott, sondern auch vor den Menschen!"4 . - Sodann seinen Wagemut: Täglich sterbe ich, [ich beteure es] bei eurem Ruhme, den ich habe in Christus Jesus"5 ; und wiederum: "Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal? Oder Angst? Oder S. 233 Verfolgung?"6 . Weiters: "In großer Geduld, in Drangsalen, in Nöten, in Verfolgungen, in Ängsten, in Schlägen, in Gefängnissen"7 . - Sodann seine Amts[ver]waltung: "Für die Juden bin ich gleichsam Jude geworden; für die, welche ohne Gesetz sind, als wäre ich ohne Gesetz; für die, welche unter dem Gesetze sind, als wäre ich unter dem Gesetze"8 . Er läßt sich scheren und tut tausend [andere] Dinge. -

Was aber die Hauptsache von allem ist: in der Kraft des Heiligen Geistes. "Denn ich werde mich nicht erkühnen", spricht er, "etwas von dem zu sagen, was nicht Christus gewirkt hat durch mich"9 ; und wiederum: "Denn was ist es, worin ihr verkürzt worden wäret gegen die übrigen Gemeinden?"10 . Und abermals: "Denn in nichts stand ich den ausgezeichnetsten Aposteln nach, obgleich ich ein Nichts bin"11 . - Ohne diese Eigenschaften wäre es unmöglich gewesen. ...Also nicht durch seine Wunder wurden die Leute gläubig; denn nicht die Wunder brachten das zustande, und nicht auf sie glaubte er, stolz sein zu dürfen, sondern auf seine anderen Vorzüge. Es brauchte auch der Untadeligkeit, der [geschickten] Amtsverwaltung, des Wagemutes, der Lehrtüchtigkeit. Durch diese Eigenschaften richtete er das meiste aus. Waren diese vorhanden, so bedurfte es keiner Wunder. Wir sehen wenigstens, daß er schon vor den Wundern unendlich vieles in dieser Beziehung gewirkt hat.

Nun aber möchten wir, obschon wir keine dieser Eigenschaften besitzen, über alles Gewalt haben. Und doch wird, sobald man die eine von der anderen trennt, das übrige unnütz. Denn was nützt der Wagemut, wenn das Leben tadelswert ist? "Wenn das Licht, das in dir ist, Finsternis ist", heißt es, "wie groß wird dann die Finsternis sein?"12 . Oder was nützt ein untadeliges Leben, wenn man träge und schläfrig ist? Denn "wer sein Kreuz nicht auf sich nimmt", sagt der Herr, "und S. 234 mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert"13 ; und: "Wer sein Leben nicht gibt für die Schafe"14 . Oder was nützt es, beide Eigenschaften zu besitzen, wenn man nicht geschickt ist in der Amtsverwaltung, um einen jeden Rede und Antwort stehen zu können?15 . Wenn es auch nicht in unserer Macht steht, Wunder zu wirken, diese beiden Eigenschaften können wir erwerben. - Aber obgleich Paulus so vieles von seinem Eigenen beitrug, schrieb er doch das Ganze der Gnade Gottes zu. Darin zeigt er sich als dankbaren Diener. Ja, wir hätten von seinen Leistungen überhaupt nie erfahren, wenn er nicht durch die Umstände in die Notwendigkeit versetzt worden wäre, davon zu sprechen. -

Sind wir auch nur wert, an Paulus zu denken? Obgleich er den Beistand der Gnade hatte, ließ er es nicht dabei bewenden, sondern unterzog sich zahllosen Gefahren. Wir dagegen, die wir jener Zuversicht entbehren, - sage mir, woher können wir erwarten, die uns Anvertrauten zu bewahren oder die noch nicht Übergetretenen zu gewinnen, wir, die nur auf Üppigkeit bedacht sind und stets nur Bequemlichkeit suchen, die eine Gefahr auch nicht im Traume bestehen können oder, besser gesagt, nicht bestehen wollen, die von der Weisheit eines Paulus himmelweit entfernt sind? Deshalb auch der große Abstand zwischen den unserer Obhut anvertrauten Gläubigen und den damaligen; denn damals waren die Schüler besser als jetzt die Lehrer, da sie, mitten unter Völkern und Herrschern zerstreut, alle Welt und alle Menschen zu Feinden, sich nicht im mindesten verführen und abbringen ließen.


  1. ? Apg 2,39 ↩

  2. 2 Kor 6,3 ↩

  3. 1 Thess 2,3.5 ↩

  4. Röm 12,17 ↩

  5. 1 Kor 15,31 ↩

  6. Röm 8,35 ↩

  7. 2 Kor 6,4 f. ↩

  8. vgl.1 Kor 9,20f. ↩

  9. Röm 15,18 ↩

  10. 2 Kor 12,13 ↩

  11. ebd 12,11 ↩

  12. Mt 6,23 ↩

  13. Mt 10,38 ↩

  14. vgl. Joh 10,11 ff. ↩

  15. vgl. Kol 4,6 ↩

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Commentaire sur l'épître aux Éphésiens

3.

Qu'est-ce à dire : « Cohéritiers , participant avec eux de la promesse, et membres d'un même corps? » Voilà la grande chose, cette réunion en un seul corps, ce complet rapprochement. On savait que les gentils seraient appelés; mais que ce devait être à ces conditions, on l'ignorait. De là cette expression : « Mystère de promesse ». Les Israélites avaient part, les gentils avaient part également à la promesse de Dieu. « Dans le Christ par l'Evangile ». En d'autres termes, par son envoi vers eux, et par leur conversion : car il ne dit pas seulement: « Dans le Christ », mais ajoute : « Par l'Evangile ». Mais c'est peu Paul nous révèle quelque chose de plus grand; à savoir que cela était ignoré non-seulement des hommes, mais des anges, des archanges eux-mêmes, de toute puissance créée : c'était un mystère, et personne n'en avait eu la révélation. « Comprendre l'intelligence que j'ai ». Sans doute il fait allusion à ce qu'il leur a dit dans les actes, que s'il invite las gentils eux-mêmes, c'est en lui l'effet d'une certaine intelligence. Il veut parler de l'intelligence du mystère dont il a parlé, à savoir que Jésus créera en lui-même et formera un seul homme nouveau. Il a appris par révélation, ainsi que Pierre, qu'il ne faut pas avoir les gentils en abomination, et saint Pierre le déclare lorsqu il se justifie d'avoir été chez les gentils. « Dont j'ai été fait le ministre en vertu du don de la grâce de Dieu, qui m'a été donnée par l'opération de sa vertu (7) ». Il a dit qu'il est prisonnier, ce qui ne l'empêché pas ici de faire honneur de tout au Seigneur, en disant . « En, vertu du don de la grâce de Dieu » ; car c'est par la vertu de ce don que cet honneur lui a été fait. Mais le don ne suffisait pas, si la force ne (467) lui avait été communiquée en même temps. Car c'était vraiment le fait d'une grande force; et un zèle humain n'aurait pu y suffire. Paul apporta trois choses à la prédication : un zèle bouillant et intrépide, une âme prête à tout supporter, et enfin l'intelligence et la sagesse; car ce n'eût pas été assez du courage, d'une vie irréprochable, s'il n'avait reçu en outre la vertu de l'esprit. Voyez-en la preuve chez lui-même d'abord, ou plutôt, écoutez ce qu'il écrit : « Afin que notre ministère ne soit pas censuré » (II Corinth. VI, 3) ; et encore : « En effet, notre prédication a été exempte d'erreur, d'impureté, de paroles de flatterie, de prétexte d'avarice ». (I Thess. II, 3,5.) Voyez-vous qu'elle était irréprochable. Et ailleurs : « Ayant soin de faire le bien, non-seulement devant Dieu, mais encore devant les hommes ». (Rom, XII, 17.) Ensuite : « Chaque jour je meurs, oui, par la gloire que je reçois de vous en Jésus-Christ Notre-Seigneur ». (I Corinth. XV, 31.) Et encore : « Qui nous séparera de l'amour du Christ? La tribulation, la détresse ou la persécution ? » (Rom. VIII, 35.) Et ailleurs : « Par une grande patience dans les tribulations, dans les nécessités, dans les persécutions, dans les angoisses, sous les coups, dans les prisons ». (II Corinth. VI, 4, 5.) Puis sa conduite pleine de sagesse: « Je me suis fait Juif avec les Juifs, avec ceux qui sont sous la loi comme si j'eusse été sous la loi ». (I Corinth. IX, 20,21.) Il se rase et se soumet à mille pratiques. Mais ce qui passe avant tout, c'est qu'il agissait par la vertu de l'Esprit-Saint. « Car je n'oserai parler d'aucune des choses que le Christ n'a pas faites par moi ». (Rom. XV, 18.) Car en quoi avez-vous été inférieurs aux autres Eglises ? enfin : « Car je n'ai été inférieur en rien aux plus éminents apôtres, quoique je ne sois rien.». (II Corinth. XII, 13,11.) Sans cela la chose eût été impossible. Ce n'est point par des miracles qu'il convertit : les miracles n'y faisaient rien : Ce n'est pas, de cela qu'il croyait devoir se prévaloir, mais d'autres choses. Il faut être irrépréhensible, sage, hardi, persuasif. C'est par là qu'il réussit en général : et dès qu'il avait cela, les miracles devenaient superflus. Nous voyons du moins que, même avant d'avoir opéré aucun miracle, il avait fait mille choses de ce genre.

Et nous, sans avoir rien de tout cela, nous voulons réussir en tout. Or, ôtez l'une de ces choses, le reste devient inutile. Car à quoi bon être hardi, si l'on est sujet aux reproches dans sa conduite? « Si la lumière qui est en toi est ténèbres, les ténèbres elles-mêmes, que seront-elles? » Et que sert d'avoir une vie irréprochable, si l'on est paresseux et nonchalant? « Si quelqu'un ne porte pas sa croix, et ne marche pas à ma suite, il n'est pas digne de moi ». Et encore : « Si quelqu'un ne donne pas sa vie pour les brebis», et la suite. Et que sert de réunir ces deux conditions, si l'on manque d'adresse pour répondre à chacun comme il convient? Or, si les signes ne dépendent pas de nous, ces deux choses sont en notre pouvoir. Paul, tout en s'attribuant toutes ces qualités , en reportait néanmoins tout l'honneur à la grâce. C'est le fait d'un serviteur reconnaissant. Et nous ne connaîtrions pas même ses grandes actions, s'il n'eût été forcé de nous en instruire. Est-ce que nous sommes dignes, même de nous souvenir de Paul? Bien qu'il eût la grâce avec lui, il ne se tenait pas néanmoins pour content, et affrontait pour sa part mille dangers. Et nous, qui n'avons point le même crédit, sur quoi compter, dites-moi, ou pour garder ceux qui nous sont confiés, ou pour gagner ceux qui se tiennent encore à l'écart, nous, hommes adonnés à la mollesse, avides de repos à tout prix, incapables de résister, même en songe, à un péril, ou plutôt, incapables de le vouloir, nous, aussi éloignés de la sagesse de Paul que le ciel est éloigné de la terre? Si ceux qui sont sous notre direction restent si loin des hommes d'alors, c'est que les disciples d'alors valaient mieux que les docteurs d'aujourd'hui : ils étaient circonvenus de tous côtés par les peuples et les tyrans; la guerre les assiégeait de toutes parts : et rien ne pouvait les abattre ni les fléchir.

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