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Homilien über den Brief an die Hebräer (BKV)
I.
4. - 7. Noch habt ihr nicht bis auf’s Blut widerstanden im Kampfe wider die Sünde. Und ihr habt vergessen den Trost, der zu euch als zu Kindern redet, da er spricht: Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den züchtiget er; er schlägt jedes Kind, das er aufnimmt. Haltet aus unter der Züchtigung; Gott verfährt mit euch, wie mit seinen Kindern; denn wo ist ein Kind, das der Vater nicht züchtiget?
Es gibt zwei Arten des Trostes, welche sich einander zu widersprechen scheinen, sich aber gegenseitig große Kraft verleihen, und beide hat er hier angebracht. Die eine findet statt, wenn wir sagen, daß Jemand viele Leiden erduldet habe; denn die Seele athmet in erquicklicher Ruhe auf, wenn sie viele Zeugen ihrer Leiden hat. In dieser Weise hat er sich oben ausgesprochen, wo er sagte: „Erinnert euch S. 434 aber der vorigen Tage, in welchen ihr nach euerer Erleuchtung einen schweren Kampf der Leiden bestandet.“1 Die andere Art findet Anwendung, wenn wir sagen: Du hast nichts Besonderes gelitten; denn durch diese Worte werden wir angeregt und gespornt, und schreiten muthiger allen Leiden entgegen. Jene Weise zu trösten läßt die erschöpfte Seele ausruhen und aufathmen, diese aber führt die lässig gewordene und niedergebeugte zur reuigen Rückkehr und schlägt den Stolz nieder. Damit nun durch jenes Zeugniß in ihnen kein Stolz erzeugt werde, siehe, was er thut: „Noch habt ihr nicht bis auf’s Blut widerstanden im Kampfe wider die Sünde, und ihr habt vergessen den Trost“ ... Und er fügt nicht sogleich das Folgende bei, sondern, nachdem er ihnen alle Diejenigen gezeigt, die bis auf’s Blut widerstanden, und darnach gesagt hatte, daß die Leiden eine Verherrlichung Christi seien, geht er rasch weiter. Dasselbe hat er auch den Korinthern in den Worten geschrieben: „Lasset euch von keiner Versuchung ergreifen, als von einer menschlichen,“2 d. i. von einer leichten. Denn der Gedanke, daß sie noch nicht bis zur Vollendung emporgestiegen, und die aus den gewonnenen Erfolgen gebildete Überzeugung sind ganz geeignet, die Seele anzuregen und aus der rechten Bahn zu erhalten. Er will aber damit Folgendes sagen: Ihr habt noch nicht den Tod ausgestanden; euer Verlust erstreckt sich nur bis zum Gelde, bis zur Ehre, bis zur Verbannung; Christus aber hat für uns sein Blut vergossen, ihr jedoch nicht einmal für euch selber. Er hat bis zum Tode im Interesse der Wahrheit gestritten, für euch gekämpft; ihr aber seid nicht einmal bis zu toddrohenden Gefahren gekommen: „Und ihr habt vergessen den Trost,“ d. h. ihr habt die Hände sinken lassen, ihr seid träge geworden: „Noch habt ihr nicht,“ sagt er, „bis auf’s Blut widerstanden im Kampfe S. 435 gegen die Sünde.“ Hier zeigt er sowohl, daß die Sünde gewaltige Kraftanstrengungen mache, als auch, daß sie Waffen habe; denn die Worte: „ihr habt widerstanden“ sind zu Denen gesprochen, welche feststehen. Der zu euch als zu Kindern redet, da er spricht: „Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn, und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.“ Er hat ihnen aus den Thatsachen Trost bereitet, zum Überflusse tröstet er sie auch in Worten durch dieses Zeugniß. „Und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.“ Das kommt von Gott; und Dieß ist kein geringer Trost, da wir lernen, daß es Gottes Werk ist, wenn Solches geschieht, indem er es zuläßt. So sagt auch Paulus: „Um deßwillen habe ich drei Mal den Herrn gebeten; er aber sprach: es genügt dir meine Gnade, denn die Kraft wird in der Schwachheit vollkommen,“ so daß Jener es ist, der Solches zuläßt; „denn wen der Herr lieb hat, den züchtiget er; er schlägt jedes Kind, das er aufnimmt.“ Du kannst nicht behaupten, will er sagen, daß irgend ein Gerechter ohne Trübsal sei; denn mag es auch so scheinen, wir sind mit den Leiden anderer Menschen nicht bekannt; darum ist es nothwendig, daß jeder Gerechte durch Trübsal hindurchgehe. Denn es ist der Ausspruch Christi, daß der breite und ebene Weg in’s Verderben, der enge und schmale aber zum Leben führt. Wenn man daher auf diesem in’s Leben eingehen, von anderswoher aber nicht dahin gelangen kann, so sind auf dem schmalen Alle gewandelt, die das ewige Leben erhalten haben: „Haltet aus,“ sagt er, „unter der Züchtigung; Gott verfährt mit euch, wie mit seinen Kindern; denn wo ist ein Kind, das der Vater nicht züchtiget?“ Wenn er züchtiget, geschieht es also zur Besserung, nicht zur Strafe, noch auch aus Rache oder um Übles zuzufügen. Siehe, was ihnen die Meinung beibrachte, sie seien verlassen, daraus, sagt er, sollten sie die Überzeugung gewinnen, daß sie nicht verlassen seien; wie wenn er sagte: S. 436 Glaubt ihr, da ihr so viele Übel erduldet habt, daß euch Gott verlassen habe und er euch hasse? Wenn ihr keine Leiden hättet, dann müßtet ihr diesen Argwohn haben. Denn wenn er jeden Sohn, den er liebt, züchtigt, so ist der, welcher ohne Züchtigung bleibt, wohl nicht sein Sohn. Wie, sagt man, verhält es sich nun? Haben denn die Bösen keine Leiden? Freilich haben sie solche; denn wie könnte es anders sein? Aber er hat nicht gesagt: „Jeder, der gezüchtiget wird, ist ein Sohn,“ sondern „jeder Sohn wird gezüchtigt.“ Du wirst aber wohl nicht sagen können: „Der Gezüchtigten sind Viele, auch Böse, wie z. B. Mörder, Räuber, Betrüger, Gräberplünderer;“ denn diese büßen ihre eigenen Frevelthaten und werden nicht wie Söhne gezüchtigt, sondern werden wie Verbrecher gestraft, ihr aber wie Söhne. Siehst du, wie er von allen Seiten die Beweisgründe herholt: aus den Thatsachen, die in der Schrift erzählt werden, aus den Worten derselben, aus den selbsteigenen Betrachtungen und aus den Beispielen, die im Leben vorkommen? Darnach wiederum von der gemeinsamen Gewohnheit:
8. Wenn ihr ohne Züchtigung wäret, deren Alle theilhaftig geworden, so waret ihr unechte Kinder und keine Söhne.
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Commentaire de Saint Jean Chrysostome sur l'épître de Saint Paul aux Hébreux
1.
Deux manières de consoler, bien contradictoires en apparence, donnent au cœur une force merveilleuse, quand on les présente ensemble aussi saint Paul les emploie-t-il l'une et l'autre. L'une a lieu, quand nous disons à une âme navrée, que plusieurs avant elle ont beaucoup plus souffert; à cette pensée, l'âme attristée se calme, parce qu'elle aperçoit de nombreux témoins de ses combats ; c'est ce moyen qu'employait précédemment saint Paul, lorsqu'il rappelait aux Hébreux leurs propres exemples: « Souvenez-vous, disait-il, de ces anciens jours, où récemment appelés à la lumière, vous avez soutenu de grands combats au milieu de diverses souffrances ». (Hébr. X, 32.) L'autre consolation parle un langage tout opposé; vous n'avez pas, dit-elle, souffert un mal bien grand ! Une observation pareille change le cours de vos idées, vous réveille, vous rend plus empressés à souffrir encore. Le premier genre de consolation était un calmant, un topique sur votre âme blessée; le second est un excitant qui ranime une âme affaiblie, relâchée , qui remue un cœur engourdi et terrassé déjà, et le tire d'une première et fâcheuse indécision. Et comme, d'ailleurs, le premier témoignage qu'il leur a rendu pourrait leur donner quelque orgueil, il croit à propos de leur dire cette seconde parole : « Vous n'avez pas encore résisté jusqu'au sang, en combattant contre le péché, et vous avez oublié la consolation... » Et, sans poursuivre alors le fil de son discours, il leur a montré d'abord tous ces héros qui ont résisté jusqu'à l'effusion de leur sang; il a ensuite ajouté que les souffrances de Jésus-Christ font notre gloire et la sienne; et après ces préliminaires, il a pu librement continuer sa course et son exhortation entraînante.
C'est dans le même sens qu'il écrivait aux Corinthiens : « Puissiez-vous n'être attaqués que par une tentation humaine » (I Cor. X, 13), c’est-à-dire petite et supportable. Car pour relever, pour redresser une âme, il suffit de lui inspirer la pensée qu'elle n'a pas encore gravi les plus hauts sommets de la vertu, et de l'en convaincre par les épreuves mêmes qu'elle a traversées déjà. Et voici bien, en effet, ce que dit l'apôtre: Vous n'avez pas encore subi la mort; vous n'avez souffert que jusque dans vos biens et dans votre gloire, que jusqu'à l'exil. Jésus-Christ a pour nous répandu son sang; vous ne l'avez pas même versé pour votre propre compte. Il a combattu, lui, jusqu'à la mort, pour la vérité, et dans votre seul intérêt; et vous n'avez pas encore affronté, vous, des périls où la vie soit en jeu.
« Et vous avez oublié la consolation »...;c’est-à-dire, vous avez laissé tomber vos bras découragés, vous avez été brisés, bien que vous n'eussiez pas encore, ajoute-t-il, résisté jusqu'au sang dans ces combats contre le péché. Cette parole nous montre (577) que le péché souffle comme l'orage, et qu'il est contre nous armé de toutes pièces. Car l'expression : « Vous avez résisté » s'adresse à des soldats fermes et debout.
« La consolation que Dieu vous adresse comme à ses fils, en vous disant : Mon fils, ne négligez pas le châtiment dont le Seigneur vous corrige, et ne vous laissez pas abattre lorsqu'il vous reprend ». Non content de les avoir consolés par les faits, il les encourage surabondamment par les paroles, et leur apporte ce témoignage de 1'Ecriture : « Ne vous laissez pas abattre », dit-il, « lorsqu'il vous reprend ». Ces paroles sont donc de Dieu lui-même. Et ce n'est pas une mince consolation pour nous, sans doute, que de reconnaître ainsi dans les événements les plus fâcheux l'œuvre de Dieu, qui les permet, comme saint Paul l'atteste lui-même : « C'est pourquoi j'ai prié trois fois le Seigneur, et il m'a répondu : Ma grâce vous suffit: car ma force éclate davantage dans la faiblesse ». ( II Cor. XII, 8.) il est donc bien vrai que Dieu permet les épreuves. « Car le Seigneur châtie celui qu'il aime, et il frappe de verges celui qu'il reçoit au nombre de ses enfants (6) ». On ne peut pas prétendre qu'un seul juste soit sans affliction ; car bien qu'au dehors rien ne paraisse, nous ne savons pas les autres tribulations intimes qu'il subit. Il faut de toute nécessité que le juste passe par ce chemin. C'est la maxime de Jésus-Christ : que la route large et spacieuse conduit à la perdition; tandis que la voie étroite et resserrée mène à la vie. (Matth. VII, 13.) Si donc, par là seulement, on peut arriver à la vie, tandis qu'il est impossible d'y parvenir autrement, concluez que tous ceux qui sont parvenus à la vie, y sont arrivés par la voie étroite.
« Si vous supportez cette rude discipline », continue-t-il, «Dieu vous regardera comme ses enfants. Car, qui est l'enfant que son père ne corrige point? » S'il le forme et l'élève, assurément c'est pour le redresser, et non pour le punir, pour se venger de lui, pour le maltraiter. Saisissez cette idée de l'apôtre. Les événements mêmes qui leur auraient fait croire à l'abandon de Dieu, doivent, selon lui, les convaincre qu'ils ne sont point abandonnés de Dieu. C'est comme s'il leur disait : Parce que vous avez subi de si rudes épreuves,. vous croyez que Dieu vous a délaissés et qu'il vous hait. Au contraire, si vous n'aviez pas ainsi souffert, vous devriez avoir ce soupçon décourageant. Car si Dieu frappe de verges celui qu'il reçoit au nombre de ses enfants, il se peut qu'on ne soit pas de ce nombre; si l'on n'est pas ainsi frappé. — Mais quoi? direz-vous : les méchants ne sont-ils donc jamais atteints? — Ils éprouvent aussi des maux, vous répondrai-je : car pourquoi seraient-ils épargnés? Aussi ne vous dit-on pas : Quiconque est frappé est son enfant; mais seulement : Tout enfant est frappé. Vous ne pouvez donc faire cette objection. Car si les coups tombent sur un grand nombre de méchants mêmes, comme sont les homicides, les brigands, les escrocs, les profanateurs de sépultures, ces misérables sont punis pour leurs crimes; et loin d'être flagellés comme . devrais fils, ils sont châtiés comme scélérats. Vous l'êtes, vous, à titre d'enfants. Voyez-vous comme l'apôtre emprunte partout ses arguments consolants? Il en trouve dans les faits de la sainte Ecriture, dans les textes sacrés, dans leurs propres idées, dans les exemples ordinaires de la vie, dans la coutume universelle.