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[Forts. v. S. 342 ] Gut, wenn elterlicher Eifer einer Jungfrau wie Windeswehen die Flamme keuschen Lebens entfacht: doch rühmlicher der Fall, wenn die Glut des zarten Alters von selbst ohne die schürende Hand von Älteren zum Opferfeuer der Keuschheit sich entflammt. Eltern werden die Mitgift verweigern: doch du hast einen reichen Bräutigam; mit seinem Schatz zufrieden, magst du auf die Erträgnisse des väterlichen Erbes verzichten. Wie unvergleichlich kostbarer denn alle Kostbarkeiten der Mitgift ist doch keusche Armut!
