1. Kapitel1
Cyprianus entbietet seinen Gruß den Presbytern und Diakonen, seinen Brüdern.
Ich habe, teuerste Brüder, euren Brief gelesen, in dem ihr mitteilt, daß ihr es unseren Brüdern an eurem heilsamen Rat nicht fehlen laßt, damit sie alle unbesonnene Übereilung ablegen und Gott fromme Geduld bezeigen. Sobald wir also durch seine Barmherzigkeit wieder beisammen sind, können wir dann über alle Fälle nach Maßgabe der kirchlichen Zucht verhandeln, zumal da geschrieben steht: „Gedenke, wovon du gefallen bist, und tue Buße2!“ Buße aber tut derjenige, S. 66 der des göttlichen Gebotes eingedenk in Sanftmut, Geduld und Gehorsam gegen die Priester Gottes durch seine Willfährigkeit und seine gerechten Werke sich bei dem Herrn Verdienste erwirbt.
Inhalt des Briefes 19: Auf eine Anfrage wegen der Aufnahme der Gefallenen verweist Cyprian den karthagischen Klerus nachdrücklich auf seine Ausführungen im vorigen Brief: Nur bedenklich Erkrankten soll der Friede erteilt werden; alle anderen haben sich bis zum Ende der Verfolgung zu gedulden.Geschrieben im Sommer 250. ↩
Offenb. 2, 5. ↩
