14. Wir sollen nicht so sehr einen Ruhmeskranz der Keuschheit zu flechten, als dieselbe wirklich an uns darzustellen streben.
Da es nicht meine Aufgabe ist, einen Ruhmeskranz der S. 145 Keuschheit zu flechten, sondern über ihr Wesen und die Art und Weise, wie man sie erlangt und bewahrt, sowie über ihren Zweck nach den Überlieferungen der Väter mich auszusprechen: so übergehe ich alle Lobsprüche, die über diese Tugend in die heiligen Schriften verwoben sind. Doch kann ich nicht jene Stelle des heiligen Apostels Paulus unerwähnt lassen, aus welcher erhellt, wie er sie allen Tugenden voranstellt, indem er sie im Briefe an die Thessalonicher mit so edlen und erhabenen Worten empfiehlt.
