22. Wie weit wir es in der Reinheit des Leibes bringen können, und woran man ein ganz rein gewordenes Herz erkennen kann.
[Forts. v. S. 149 ] Dahin also müssen wir streben und so lange gegen die Leidenschaften und Lockungen des Fleisches ankämpfen, bis dieser leibliche Vorgang nur eine Forderung der Natur befriedigt, ohne auch die Lust zu wecken, und die überflüssigen Stoffe ohne die Empfindung irgend einer Lust, ohne Schaden und ohne für die Keuschheit einen Kampf hervorzurufen, ausscheidet. So lange übrigens der Geist im Schlafe noch von Traumbildern umgaukelt wird, kann er erkennen, daß er noch nicht zur lauteren Vollkommenheit sündenloser Reinheit gelangt ist.
