Werke
Johannes Cassianus (360-435)
De institutis coenobiorum et de octo principalium vitiorum remediis
Von den Einrichtungen der Klöster (BKV)
Zwölftes Buch: Von dem Geiste des Hochmuthes.
5. Aller Sünden Keim sproßt aus dem Stolz hervor.
[Forts. v. S. 244 ] Dieser Gedanke ist die erste Ursache des Sturzes und der Hauptursprung der Krankheit. Diese hinwiederum ging durch Den, der sich selbst gestürzt hatte, auf den ersten Menschen über und erzeugte so die Krankheit und den Stoff zu allen Sünden. Denn indem er die Herrlichkeit der Gottheit in Folge der Freiheit seines Willens und durch seine eigene Thätigkeit erlangen zu können glaubte, verlor er auch jene Herrlichkeit, die ihm des Schöpfers Gnade verliehen hatte.

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Von den Einrichtungen der Klöster (BKV) |
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Avant-Propos et Préface d'Institutions de Cassien |
Inhaltsangabe
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- Von den Einrichtungen der Klöster (De institutis coenobiorum et de octo principalium vitiorum remediis)
- Erstes Buch: Von der Kleidung der Mönche.
- Zweites Buch: Die kanonischen Vorschriften über die nächtlichen Gebete und Psalmengesänge.
- Drittes Buch: Von dem vorgeschriebenen Officium des Tages.
- Viertes Buch: Regeln für die Novizen.
- Fünftes Buch: Von dem Geiste der Unmäßigkeit.
- Sechstes Buch: Von dem Geiste der Unreinheit.
- Siebentes Buch: Von dem Geiste der Habsucht.
- Achtes Buch: Von dem Geiste des Zornes.
- Neuntes Buch: Von dem Geiste der Betrübniß.
- Zehntes Buch: Von dem Geiste der Lauheit.
- Elftes Buch: Von dem Geiste der eitlen Ruhmsucht.
- Zwölftes Buch: Von dem Geiste des Hochmuthes.
- 1. Einleitung.
- 2. Es gibt zwei Arten von Hochmuth.
- 3. Der Stolz vernichtet alle Tugenden.
- 4. Durch den Hochmuth wurde Lucifer aus einem Erzengel ein Teufel.
- 5. Aller Sünden Keim sproßt aus dem Stolz hervor.
- 6. Die Sünde des Stolzes ist in der Ordnung des Kampfes die letzte, jedoch der Zeit und dem Ursprunge nach die erste.
- 7. So groß ist das Übel des Stolzes, daß es Gott selbst zum Widersacher zu haben verdient.
- 8. Gott hat den Stolz des Teufels durch die Tugend der Demuth ertödtet.
- 9. Auch wir vermögen den Stolz zu überwinden.
- 10. Niemand kann vollkommene Tugend noch die verheissene Glückseligkeit einzig aus eigener Kraft erringen.
- 11. David’s und des frommen Schächers Beispiel bestätigt diese Wahrheit.
- 12. Es gibt kein Leiden, das mit der verheissenen Glückseligkeit sich vergleichen lassen könnte.
- 13. Überlieferung der Väter über die Erlangung der Reinheit.
- 14. Denen, welche sich Mühe geben, wird Gottes Hilfe zu Theil.
- 15. Von wem sollen wir den Weg der Vollkommenheit lernen?
- 16. Ohne Gottes Erbarmung und Erleuchtung können wir nicht einmal um die Erlangung der Vollkommenheit uns bemühen.
- 17. Verschiedene Zeugnisse, nach denen wir in Dingen unseres Heiles ohne Gottes Hilfe Nichts vollbringen können.
- 18. Nicht nur in der Ordnung der Natur, sondern auch der steten Vorsehung werden wir mit Gottes Gnade bewaffnet.
- 19. Dieser Glaube von der Gnadenhilfe Gottes ist ein Erbe der Väter.
- 20. Von Einem, der wegen Gotteslästerung einem unreinen Geiste anheimfiel.
- 21. Was der König Joas von Juda durch seinen Hochmuth verdient hat.
- 22. Jede stolze Seele wird zu ihrer Beschämung den bösen Geistern unterworfen.
- 23. Nur durch die Tugend der Demuth läßt sich der Gipfel der Vollkommenheit erreichen
- 24. Wer von *geistigem* und wer von *fleischlichem* Hochmuthe geplagt wird.
- 25. Beschreibung des fleischlichen Hochmuthes.
- 26. Wer auf einen schlechten Grund baut, fällt täglich tiefer.
- 27. Schilderung der aus der Krankheit des Stolzes erzeugten Sünden.
- 28. Von dem Hochmuthe eines Bruders.
- 29. Zeichen, an denen man das Vorhandensein des fleischlichen Stolzes in der Seele erkennt.
- 30. Wer durch Hochmuth in Lauheit versunken ist, strebt auch darnach, Anderen sich zum Herrn aufzuwerfen.
- 31. Wie man den Stolz besiegen und zur Demuth gelangen kann.
- 32. Wie man die Hoffart, die Verwüsterin aller Tugenden, durch wahre Demuth vernichten kann.
- 33. Mittel gegen die Krankheit der Hoffart.