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Vita Pauli
14.
Tunc egressus foras et ne modicum quidem cibi sumens per uiam qua uenerat regrediebatur, illum sitiens, illum uidere desiderans, illum oculis ac mente complectens. Timebat enim, quod et euenit, ne se absente debitum Christo spiritum redderet.
Cumque iam dies inluxisset alia et trium horarum spatio iter remaneret, uidit inter angelorum cateruas, inter prophetarum et apostolorum choros, niueo Paulum candore fulgentem in sublime conscendere. Et statim in faciem suam procidens sabulum capiti superiaciebat, plorans atque eiulans: 'Cur me, Paule, dimittis? Cur abis insalutatus? Tam tarde notus tam cito recedis?'
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Leben des hl. Paulus, des ersten Einsiedlers (BKV)
14.
S. 31Dann ging er weiter und kehrte, ohne irgendwie Speise zu sich genommen zu haben, auf dem Wege, den er gekommen war, zurück. Nach dem heiligen Einsiedler stand all sein Sehnen, ihn nur wünschte er zu schauen, bei ihm verweilten seine Augen und seine Sinne. Er fürchtete, was ja tatsächlich auch geschah, Paulus möchte in seiner Abwesenheit Christo seine Seele zurückgeben. Als bereits der neue Tag heraufleuchtete und noch eine Wegstrecke von drei Stunden zurückzulegen war, da sah er, wie Paulus, umringt von Engelscharen, umgeben von den Chören der Propheten und Apostel, glänzend weiß wie Schnee zum Himmel hinaufstieg. Sofort warf Antonius sich auf sein Angesicht, so daß der Sand sein Haupt bedeckte. Weinend und klagend rief er aus: „Warum, o Paulus, verläßt du mich? Warum gehst du fort, ohne Abschied zu nehmen? Spät habe ich dich kennen gelernt, rasch trennst du dich von mir.“