1.
Oft, o mein Herr, denke ich mir, daß das Leben nur Einsamkeit ist, wenn es ohne dich noch durch etwas erhalten werden kann; denn da ruht die Seele in dem, der ihre Ruhe ist. Sei es auch, daß ihr diese Ruhe oftmals zur doppelten Pein wird, weil sie sie nicht mit voller Freiheit genießen kann, so hält sie diese doch noch für ein Vergnügen im Vergleiche mit jener Pein, die sie im Verkehr mit den Geschöpfen empfindet und dadurch gehemmt wird, sich ihrem Schöpfer allein zuzuwenden.
