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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Martin Luther (1483-1546) D. Martin Luthers Büchlein von der Babylonischen Gefängniß der Kirchen, darinnen vornehmlich von der Natur, Zahl und Nutzen der Sacramenten gehandelt wird.
Einleitung

11.

Am letzten führet er an Paulum 1 Cor. 11, 23. der da saget, daß ers vom Herrn empfangen habe, und den Corinthern gegeben den Brauch des Brods und Kelchs. Da handelt unser Hochbildner (Speciator) abermals die Schrift, wie allenthalben, sehr wohl, und lehret, wie daß Paulus am selben Ort zugelassen habe beyderley Gestalt, aber nicht befohlen. Fragst du, woher er das bewähre? Aus seinem Kopf, wie auch das obgemeldete Joh. 6. Denn es geziemet diesem Lehrer nicht, Ursache zu geben seiner Rede; dieweil er ist einer von denen, die alle Dinge lehren und bewähren durch Träume. Deshalben werden wir hier gelehret, daß der Apostel an dem Ort nicht an alle Corinther geschrieben habe, sondern allein an die Layen; und darum habe er den Priestern nicht zugelassen, sondern sie wären beraubt des ganzen Sacraments. Darnach, daß die neue Grammatik in Latein, accepi, ich habe empfangen von dem Herrn, so viel sey als, permissum est, es ist zugelassen von dem Herrn. Und, ich habs euch gegeben, so viel sey als, ich habs euch zugelassen; ich bitte dich, merke das fleißig. Dann daher nicht allein der Kirche, sondern hin und wieder einem jeden Schalke wird (nach der Lehr dieses Meisters,) aus allen Geboten, Stiftungen und Ordnungen Christi und der Apostel, eine Nachlassung zu machen vergönnet seyn. Darum sehe ich, daß dieser Mensch von des Satans Engel getrieben werde, und diejenigen, so ihm zustimmen, nichts anders suchen, dann daß sie durch mich einen Ruhm in der Welt erlangen, als ob sie würdig wären mit Luthern zu disputiren. Aber ihre Hofnung soll sie betriegen, und sie sollen, als Verachtete, nimmer von mir genennet werden. Ich will mich an dieser einzigen Antwort auf alle ihre Bücher lassen begnügen. Seynd sie es werth, daß sie Christus erleuchtet, bitte ich ihn, daß es seine Barmherzigkeit thue. Seyn sie aber dessen nicht werth, so bitte ich, daß sie nicht aufhören solche Bücher zu schreiben, und die Feinde der Wahrheit nicht andere Bücher mögen lesen.

Ein gemein und wahr Sprüchwort ist:

Am Kessel fäht man gern den Rom,

Koth, Wust, und Dreck gibt Unflathssom,

Ich gewinn, verlier, gilt eben gleich,

Kämpf ich mit Dreck, Dreck b'fleckt auch mich.

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D. Martin Luthers Büchlein von der Babylonischen Gefängniß der Kirchen, darinnen vornehmlich von der Natur, Zahl und Nutzen der Sacramenten gehandelt wird.

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