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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Poètes syriens Ausgewählte Gedichte des Jakob v. Batnä in Sarug (BKV)
4. Gedicht über Matth. 16, 16.

5.

Weil der Jünger den Sohn bei seinem Namen genannt, gab dieser ihm Gnade und erbaute die Kirche auf dem Apostel, machte ihn zum Fels und legte ihn als Fundament seinem Hause zugrunde. Denn er sah, daß er alle Teile zusammenhalten und nicht wanken würde. „Dir will ich die Schlüssel des Reiches geben“1, versprach er ihm, denn als Grundstein sollte er auch der Hausherr sein. [390] „Wenn du auf Erden bindest, wird es auch im Himmel gebunden sein, und wenn du auf Erden lösest, wird es auch im Himmel gelöst sein“. In der Höhe und in der Tiefe gab er dem Apostel2 Ge- S. 331 walt, oben und unten sollte er als Herr befehlen. Die Tochter armer Leute hat der Herr sich verlobt, einen Vertrag mit ihr geschlossen und ihr die Schlüssel übergeben, auf daß sie Herrin sei über seinen Besitz. Die Reichtümer hier auf Erden und die Schätze des Himmels hat er ihr anvertraut, über die Ober- und Unterwelt soll sie gebieten, ohne jegliche Ausnahme. Er sah nicht auf ihre Abkunft, und damit sie nicht glaube, daß er sie verachte, übergab er alle Schlüssel in ihre Hände, so groß ist seine Liebe zu ihr. [400] Er verlieh ihr die Vollmacht, alle Türen seines Vaters zu öffnen, damit sie seinen Reichtum sähe und ihr Herz daran erfreue und ergötze. Er machte sie zur Herrin über alles, was oben und unten ist, die Höhe und die Tiefe sollen ihr gehorchen in jeder Beziehung. Er sah, daß sie ihn, den reichen Erben, liebe und keine andere Neigung habe und sofort übergab er ihr alle seine Schätze und die Schlüssel dazu. Da ihr Geschlecht arm und elend war und ihre Familie dürftig, übergab er ihr seine Schlüssel, weil er ihre Treue sah. Die Tochter armer Leute erhob er aus der Niedrigkeit und aus dem Schmutze, die Höhe entführte sie, damit sie herrsche unter den Himmlischen. [410] Die hohe Pforte des Allerheiligsten zu öffnen, gab er, der Himmlische, ihr die Vollmacht, denn er sah, daß sein Vater sie liebte. Er hatte bemerkt, wie ihr der Vater die Offenbarung wie einen Halsschmuck verliehen, darum übergab auch er ihr den Siegelring und die Fülle der Schlüsselgewalt, die dem Vater zusteht. Er sah, daß der Vater die Liebenswürdige liebte, da holte er die Schlüssel und Schätze des ganzen Hauses hervor und übergab sie ihr. Es bestand noch ein Geheimnis zwischen ihr und seinem Vater, wie er aber sah, daß der Vater es ihr offenbarte, machte er sie sogleich zur Herrin seines Hauses. Der Bräutigam hatte gesehen, daß der Vater der Braut seinen Namen mitgeteilt, da wollte er den Willen seines Vaters erfüllen und vermehrte seine Liebe zu ihr. [420] Er sah, daß sie vom Vater jene Offenbarung empfangen, und er gab ihr die Schlüssel zu dem gewaltigen Reichtum und den großen Schätzen. Der Vater liebte sie, weil sie seinen Eingeborenen liebte, S. 332 und es nahm sie der Erstgeborene zu sich, weil er sah, daß der Vater sie hochschätzte. Kommet, ihr Propheten, und staunet über das Werk des königlichen Bräutigams: einem armen Mädchen, das er gläubig erfunden, verlieh er das Diadem! Er baute ihr ein Haus auf dem Apostel, den er liebte, und gab ihr wegen ihrer Liebe zu ihm die Schlüsselgewalt über Himmel und Erde! Er verlieh ihr die Vollmacht, nach Gutdünken die Schatzkammer zu versiegeln und das Siegel wieder zu lösen. Gepriesen sei er, der reiche, durch dessen Ankunft die Armen reichgeworden sind! [430]


  1. Matth. 16, 19. ↩

  2. Eigentlich: „dem Apostolate“; das syrische Wort kann auch kollektiv für die Apostel überhaupt stehen. Hier aber lehrt der ganze Zusammenhang, daß nur Petrus gemeint sein kann. ↩

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Ausgewählte Gedichte des Jakob v. Batnä in Sarug (BKV)
Commentaires sur cette œuvre
Einleitung über Leben und Schriften Jakobs von Sarug

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