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Werke Origenes († 253/54) Einleitung über Leben und Schriften des Origenes Allgemeine Einleitung über Leben und Schriften des Origenes (BKV)
B. Die Schriften des Origenes

Erste Gruppe: Bibel

Zur ersten Gruppe gehören die Hexapla, die für den Psalter sogar zu den Octapla erweitert waren. Hierüber ist schon oben S. 21 ff. das Wichtigste gesagt worden. Wieviele Buchrollen dieses Bibelwerk amfaßte, läßt sich auch nicht annähernd berechnen. Abschriften des ganzen Werkes sind vermutlich nie gemacht worden; die erhaltenen, am besten von Field herausgegebenen S. 70 Bruchstücke gehen wohl auf Abschriften einzelner Teile, vielleicht direkt auf das Original zurück.

Ferner gehören hierher die Kommentare (τόμοι, volumina), d.h. ausführliche wissenschaftliche Erklärungen der sämtlichen Bücher des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes mit einzelnen Ausnahmen. Hierüber vgl. das oben S. 28 ff. Gesagte. Zum Alten Testament werden folgende Kommentare erwähnt: zur Genesis 14 (13)1Bücher, vor und nach 231 geschrieben; zu Jesaia 30 (nicht 36) Bücher, 238-244 geschrieben; zu Ezechiel 25 (nicht 29) Bücher, 238-240 in Cäsarea und Athen geschrieben; zu Hosea de Effraim ein Buch; zu den 12 kleinen Propheten, wo Obadja fehlt, im ganzen 25 Bücher, vor und nach c. Cels. geschrieben; zu 41 Psalmen 46 Bücher (wovon die vor 230 geschriebenen Erklärungen zu Psal. 1-25 zu unterscheiden sind); zu den Proverbien 3 Bücher; zum Hohenlied 2 Bücher, davon 1-5 in Athen, etwa 240, und 6-10 in Cäsarea geschrieben; ferner zum Hohenlied 2 Bücher, die Origenes in seiner Jugend (vgl. Philokalia c. 7) geschrieben hatte; zu den Klageliedern 5 Bücher, vor 230 in Alexandria geschrieben. Das ergibt eine Gesamtsumme von 161 Büchern zum Alten Testament. Ferner sind zum Neuen Testament folgende Kommentare genannt: zu Matthäus 25 Bücher, unter Philippus (244-249) und nach dem Römerbrief-Kommentar geschrieben; zu Johannes 32 Bücher2, davon 1-5 in Alexandria, die übrigen in Cäsarea geschrieben; zu Lukas 15 Bücher; zum Römerbrief 15 Bücher; zu den Briefen an die Gatater 5 (nicht 15), die Epheser 3, die Philipper 1, die Kolosser 2, die Thessalonicher I 3 (vgl. c. Cels. II 65 a. E.) und die Thessalonicher II 1, an Titus 1, an Philemon 1. Also hat Origenes zum Neuen Testament mindestens 104 Bücher Kommentare geschrieben; in dem Verzeichnis fehlt aber ein Kommentar zu den S. 71 Korintherbriefen und zum Hebräerbrief. Ob Origenes auch die katholischen Briefe in Kommentaren ausgelegt hat, ist zweifelhaft. Erhalten ist von der großen Masse der Kommentare nur wenig, nämlich ein Teil des Kommentars zum Hohenlied in Rufins Übersetzung, 8 Bücher vom Matthäuskommentar griechisch, und dazu noch ein Stück in lateinischer Übersetzung, 8 Bücher vom Johanneskommentar griechisch, endlich der Römerbrief-Kommentar in der Übersetzung und Bearbeitung Rufins und von 15 auf 10 Bücher zusammengezogen.

Zur Bibelerklärung gebrauchte Origenes auch die Form der Scholien, über die schon oben S. 57 gesprochen ist. Wo Kommentare fehlten, traten die Scholien dafür ein, z. B. zu Exodus und zu Leviticus; aber es gab auch Scholien neben den Kommentaren, z. B. zu Jesaia und Johannes. Zu dem Psalter hat Origenes 1) Scholien zu Psal. 1-15, 2) Scholien zu allen Psalmen, 3) Kommentare ausgearbeitet; hierzu kommen 4) noch Homilien.


  1. Die Zahlen sind zum Teil unrichtig überliefert, können aber meist richtig gestellt werden. ↩

  2. Da B. 32 mit Joh. 13, 38 endigt, während In Matth. Ser. 133 (V 50 Lom.) den Joh.-Komm. zu Joh. 19,18 erwähnt, so scheint die Zahl der Bücher noch größer gewesen zu sein. ↩

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Kommentare zu diesem Werk
Allgemeine Einleitung über Leben und Schriften des Origenes (BKV)
Introductory Note to the Works of Origen

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