II. Rede.
(B.: Betonung der göttlichen Ordnung der Ehe.) Ob Methodius im 5. c. mit „dem Herabstieg der Seelen vom Himmel und ihrer Einführung in die Leiber“ (ἡ ἀπὸ τῶν οὐρανῶν εὶς τὰ σώματα κατάβασις καὶ καταπομπὴ τῶν ψυχῶν) bloß den Kreatianismus vertreten will oder ob er hier mit Plato und Origenes eine Präexistenz der Seelen ausspricht, läßt sich nicht ausmachen. Dem Wortlaut nach liegt das letztere näher. Freilich war Methodius des Origenes Bekämpfer, aber sie hatten beide den gleichen Patron: Plato! Doch wird die Tragweite des Ausspruches stark eingeschränkt, wenn man beachtet, daß er ihn in Nachzeichnung eines Gleichnisses tut. Zudem liebt Methodius große Worte, wie denn auch im gleichen Kapitel der Same als Teilhaber des göttlichen Schöpferwillens erscheint, ohne daß man sicherlich daraus pantheistische Neigungen ablesen dürfte.