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Homilien über den zweiten Brief an die Korinther (BKV)
IV.
Nun gibt es aber noch eine andere Herrschaft, die erhabener ist als alle staatliche Gewalt. Und welches ist diese? Es ist die Herrschaft in der Kirche. Auch dieser gedenkt Paulus, wenn er sagt: „Seid gehorsam euren Vorgesetzten und unterthänig; denn sie wachen für eure Seelen als Solche, die einst Rechenschaft geben werden.“1 Diese Herrschaft steht so hoch über der staatlichen, als der Himmel über der Erde steht, ja noch weit höher. Denn für’s Erste richtet sie ihr Augenmerk nicht so fast darauf, wie sie geschehene Vergehungen bestrafe, sondern wie sie dieselben im voraus verhüte; dann, wenn sie dennoch geschehen sind, nicht wie sie den Kranken aus dem Wege räume, sondern wie die Sünde vernichtet werde. Und mit dem Irdischen befaßt sie sich wenig, ihr ganzes Sinnen und Streben geht vielmehr nach den Dingen im Himmel; denn „unser Wandel ist im Himmel“;2 dort ist unser wahres Leben. Es ist, wie der Apostel sagt, S. 264 „mit Christus in Gott verborgen.“3 Dort winken uns die Palmen, um der dortigen Kränze willen laufen wir hier. Denn dieses Leben vergeht ja nicht mit dem Tode, sondern strahlt dann erst heller auf. Darum sage ich denn, daß Jenen, die mit dieser Herrschaft betraut sind, eine höhere Würde übertragen ist als Statthaltern, ja als gekrönten Häuptern selbst; denn wichtiger sind hier die Dinge und höher die Ziele, für die sie die Menschen bilden. Aber Niemand, er mag nun nach einem geistlichen oder weltlichen Amte streben, wird dieses gehörig verwalten können, wenn er sich nicht zuerst selbst geziemend beherrscht und die Gesetze beider Ordnungen mit aller Genauigkeit erfüllt. Wie nämlich die Herrschaft über die Menge eigentlich eine zweifache ist, so ist auch jene zweifach, vermöge welcher Jeder sich selbst beherrscht. Und auch hier gilt wieder Das, was ich vom Vorzuge der geistlichen Gewalt vor der weltlichen gesagt habe.
Man kann auch unter den Berufsarten manche finden, die ein Bild vom Herrschen geben; und Das gilt vornehmlich vom Landbau. Denn der Landbau ist gewissermaßen Herrscher über die Pflanzen; er beschneidet und beschränkt die einen, zieht und pflegt die anderen, gerade wie tüchtige Herrscher schlechte und der Gesammtheit schädliche Menschen strafen und aus dem Wege räumen, hingegen die Rechtschaffenen und Friedlichen fördern. Daher kommt es auch, daß die Schrift die Herrscher mit Winzern vergleicht. Freilich ihre Stimme können die Pflanzen nicht erheben, wie Diejenigen in einem Staate, die sich bedrückt fühlen; aber ihr ganzes Aussehen zeigt von der Beeinträchtigung, die sie erleiden, indem sie, vom Unkraut überwuchert, hinwelken. Und gleichwie die Gesetze der Schlechtigkeit Schranken setzen, so verbessert eben auch diese Kunst den Fehler des Bodens und begegnet der Entartung und S. 265 Verwilderung der Pflanzen. Denn Alles, was wir in den Sitten der Menschen finden, das finden wir auch bei den Pflanzen: Rauhheit und Verzärtelung, Schüchternheit und Keckheit und unstätes Wesen; wir sehen, wie die einen zur Unzeit und zum Schaden der Umgebung üppig sich ausbreiten, während die anderen dürftig und verkümmert stehen; so, wenn die Umhegungen zum Nachtheil der nebenstehenden Gewächse üppig sich erheben, oder wenn unfruchtbare, wild wachsende Bäume in die Höhe schießen und, was in ihrem Bereiche liegt, in der Entwicklung stören. Und wie die Herrscher und Könige ihre Feinde haben, die ihre Herrschaft schädigen und bekämpfen, so hat auch der Landmann bald den Einfall wilder Thiere, bald Störungen der Lüfte, bald Hagel oder Mehlthau, bald Nässe oder Dürre zu fürchten. Das geschieht aber, damit du immerdar zu Gott als auf deine Hoffnung blickest. Denn während sich die übrigen Berufsarten auch durch den Fleiß der Menschen in Stand erhalten, liegt gerade beim Landbau das Meiste in Gottes Hand und hängt sein Gedeihen fast ausschließlich von Gottes Segen ab. Der Landmann bedarf von oben des Regens und der gedeihlichen Witterung und vor Allem der Fürsorge Gottes. Denn „weder wer pflanzt, ist Etwas, noch wer begießt, sondern der das Gedeihen gibt, Gott.“4
Wir finden bei den Pflanzen auch Tod und Leben und drangvolles Gebären wie bei den Menschen. Wir sehen das Wachsthum und Ernten der Frucht, wir sehen das Sterben und das Wiederaufleben des Gestorbenen, wodurch die Erde so mannigfaltig und so verständlich zu uns von der Auferstehung redet. Denn wenn der Keim Frucht treibt und neuer Same sich bildet, ist das nicht Auferstehung zu nennen? Und wollte man erst Alles einzeln betrachten, S. 266 welchen Reichthum der Fürsorge und Weisheit würde man da finden, den Gott dieser Herrschaft hat zugewendet!
Doch ich komme zu Dem, was ich eigentlich sagen wollte, wie nämlich diese Herrschaft nur auf Boden und Pflanzen sich erstreckt, während die unsrige mit der Pflege der Seelen sich befaßt. Was nun aber zwischen Pflanzen und Seelen liegt, um so viel ist auch unsere Herrschaft vorzüglicher als jene. Die weltliche Herrschaft hinwiederum steht der geistlichen so weit nach, als das willige Beherrschtwerden vor dem widerwilligen den Vorzug hat. Dort nämlich geschieht Alles aus Furcht und Zwang, hier aber aus freiem Willen und Entschlusse. Aber nicht Das allein ist es, worauf ihr Vorzug sich gründet; es kommt noch hinzu, daß sie nicht bloß eine Herrschaft, sondern auch eine Vaterschaft ist, wie man füglich sie nennen kann. Denn vom Vater hat sie die Milde, und während sie Größeres befiehlt, weiß sie in Güte zu bestimmen. Der weltliche Herrscher spricht: Wenn du die Ehe brichst, so bist du des Todes; der geistliche aber droht schon dem zügellosen Blicke das Ärgste. Denn ernst und streng ist dieser Richterstuhl und ist bestimmt, bessernd auch auf die Seele, nicht bloß auf den Leib zu wirken.
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Commentaire sur la deuxième épitre aux Corinthiens
4.
Il y a encore une autre espèce de commandement, d'un ordre plus élevé que le commandement politique. Quel est-il donc? C'est le pouvoir ecclésiastique. Saint Paul en fait mention, quand il dit : « Obéissez à ceux qui sont à votre tête; soyez-leur soumis : ils sont pleins de vigilance, comme devant rendre compte de vos âmes ». (Hébr. XIII, 17.) Autant le ciel est au-dessus de la terre, autant ce pouvoir de l'Eglise est au-dessus du pouvoir politique; et je ne dis pas assez encore. Le pouvoir ecclésiastique s'occupe- moins de punir les crimes que de les prévenir; quand ils ont été commis, il ne cherche pas à faire périr le malade, mais à guérir la maladie. Il s'occupe peu des choses de ce monde; il a toujours en vue le ciel : « Notre conversation est dans les cieux » (Phil. III, 20), dit l'apôtre, et notre vie aussi. «En effet », dit-il, « elle est cachée en Dieu avec Jésus-Christ ». (Coloss. III, 3.) C'est dans le ciel que se trouve la récompense, et on court dans le stade pour mériter des couronnes toutes célestes. La vie chrétienne ne finit point avec la mort; la mort lui donne un nouvel éclat. Ainsi donc ceux qui sont investis de ce pouvoir, sont plus honorés que les chefs de provinces, que les rois eux-mêmes, puisque l'objet de leur charge est plus élevé, puisqu'ils préparent les hommes à de plus grands avantages.
Mais ni les chefs politiques, ni les supérieurs ecclésiastiques, ne pourront s'acquitter dignement de leurs fonctions , sans se commander d'abord à eux-mêmes, et sans observer scrupuleusement les lois de l'Etat et de l'Eglise. S'il y a deux espèces de pouvoirs publics, il y a aussc deux sortes d'empire à exercer sur soi-même. Et ici encore l'empire spirituel l'emporte sur l'empire temporel, comme nous l'avons démontré. Certains arts exercent aussi une espèce d'empire; l'art du laboureur, par exemple. Le laboureur n'est pas comme préposé aux plantes. Il les taille, il en arrête la croissance; ou bien il en hâte le développement parla culture. Il imite en cela la conduite des meilleurs princes, qui punissent, qui font mourir les criminels, ces hommes dangereux pour la société, et qui comblent d'honneur las gens de bien. C'est pourquoi l'Ecriture compare à des vignerons ceux qui commandent aux autres. Les plantes, il est vrai, ne se plaignent pas comme ceux qui dans les cités reçoivent quelque injure; mais leur aspect montre le mal qu'elles éprouvent des mauvaises herbes qui les étreignent. Les lois répriment la méchanceté ; de même aussi l'art du laboureur corrige les vices du sol et la mauvaise nature, la nature sauvage des plantes. Les plantes nous offrent l'image de nos moeurs; nous y retrouvons l'âpreté, la mollesse, la timidité, l'audace, l'inconstance; nous y voyons certains rameaux se nourrir, se développer aux dépens des autres, et d'autres par là même se sécher et périr. C'est une haie qui nuit aux plantes du voisinage, ce sont des arbres stériles et sauvages , dont l'ombrage nuit aux arbres du voisinage. Les préfets et les empereurs voient leur autorité menacée et battue en brèche ; et le laboureur n'a-t-il pas à redouter les incursions des bêtes féroces, l'intempérie des saisons, la rouille, la grêle, la sécheresse, et d'autres fléaux. Tout cela arrive pour que vous mettiez toujours votre espérance dans le Seigneur.
Le travail de l'homme est pour beaucoup dans les autres arts; l'agriculture doit mettre surtout en Dieu son espérance ; c'est de lui que dépend toute sa richesse. Sans doute elle (99) a besoin des pluies, d'un temps favorable; mais ce qu'elle requiert avant tout, ce sont les soins de la Providence : « Car ni celui qui plante, ni celui qui arrose, ne sont rien; c'est Dieu qui donne l'accroissement ». (I Cor. III, 7.) Là encore il y a vie et mort, il y a enfantement laborieux, comme dans l'espèce humaine. On arrache les arbres, ils portent des fruits, ils meurent; et la mort est suivie d'une résurrection; en sorte que la terre elle-même nous prêche de mille manières la résurrection de nos corps. Quand la racine porte des fruits, quand elle produit des semences, n'est-ce pas là une résurrection ? Une étude approfondie de cet art y découvre partout la Providence et la sagesse de Dieu. Mais, pour revenir à notre sujet, le pouvoir de l'agriculture a pour objet la terre et ses plantes; le nôtre a pour objet les âmes. Quelle distance des plantes aux âmes ! Combien par conséquent l'un de ces pouvoirs ' est supérieur à l'autre ! Autant il vaut mieux commander à des êtres qui consentent qu'à des créatures qui s'y soumettent par force , autant ceux qui commandent dans l'Église l'emportent sur les chefs de la société civile. Le commandement ecclésiastique est vraiment celui qui convient à notre nature. Hors de. l'Église, c'est la crainte et la nécessité qui déterminent à agir; dans l'Église, on fait le bien librement et sans contrainte. Ce n'est pas seulement par là que le gouvernement ecclésiastique vaut mieux que le gouvernement politique; on peut dire encore que c'est moins un gouvernement qu'une paternité. Il commande avec une douceur toute paternelle; et tout en prescrivant de plus grandes choses, il n'emploie que la persuasion. Le prince dit : « Si vous commettez un adultère, c'en est fait de vous ». Le gouvernement ecclésiastique va jusqu'à vous menacer de peines très-graves, si vous portez sur une femme des regards immodestes. Le tribunal de l'Église est un tribunal auguste, qui n'atteint pas seulement le corps, mais aussi l'âme elle-même.