21.
Eines Tages kam ein Pater aus der Gesellschaft Jesu, der von ihrem Vorhaben wußte, nach Veas. Sie zeigte ihm, was sie aufgeschrieben, und sagte, daß sie sehr glücklich wäre, wenn sie diesen Orden fände, und unverzüglich eintreten würde. Dieser kannte unsere Klöster und bemerkte, daß dies die Regel des Ordens Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel sei. Er sprach sich jedoch nicht so deutlich aus, daß sie eine vollständige Kenntnis davon erlangt hätte, sondern erzählte nur von den Klöstern, die ich stiftete. Daraufhin schickte sie, wie schon erwähnt, einen Boten an mich. Als sie die Antwort erhielt, war sie schon so krank, daß ihr der Beichtvater nahelegte, sich zu beruhigen, da man sie ja, wenn sie sich auch in einem Kloster befände, doch nicht behalten und noch viel weniger in diesem Zustande aufnehmen würde; darüber war sie sehr betrübt. Sie wandte sich in ihrem tiefen Schmerz an unseren Herrn und sprach: »Mein Herr und mein Gott; kraft meines Glaubens weiß ich, daß du allmächtig bist; so bewirke denn, du Leben meiner Seele, daß entweder dieses Verlangen von mir genommen wird, oder zeig mir Mittel und Wege, um es ins Werk zu setzen.«