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Works John Chrysostom (344-407)

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Homilies of St. John Chrysostom

11.

And first of all, let us discipline our tongue to be the minister of the grace of the Spirit, expelling from the mouth all virulence and malignity, and the practice of using disgraceful words. For it is in our power to make each one of our members an instrument of wickedness, or of righteousness. Hear then how men make the tongue an instrument, some of sin, others of righteousness! "Their tongue is a sharp sword." 1 But another speaks thus of his own tongue: "My tongue 2 is the pen of a ready writer." 3 The former wrought destruction; the latter wrote the divine law. Thus was one a sword, the other a pen, not according to its own nature, but according to the choice of those who employed it. For the nature of this tongue and of that was the same, but the operation was not the same. And again, as to the mouth likewise, we may see this same thing. For these had a mouth full of filth and of wickedness, therefore against such it is said by way of accusation, "Their mouth is full of cursing and bitterness;" 4 not such was his, but "My mouth shall speak of wisdom, and the meditation of my heart shall be of understanding." 5 Again, there were others who had their hands full of iniquity, and accusing these he said, "Iniquities are in their hands, and their right hand is filled with gifts." 6 But he himself had hands practised in nothing but in being stretched out towards heaven. Therefore he said of these too, "The lifting up of my hands (let it be) an evening sacrifice." 7 The same may also be perceived with reference to the heart; for their heart indeed was foolish, but this man's was true; hence he speaks of them thus, "Their heart is vain;" but of his own, "My heart is inditing of a good matter." 8 And as to the ear, one may see that the case is the same; for some have a sense of hearing like that of beasts, which is not to be charmed or moved to pity; and reproaching such the Psalmist says, "They are like the deaf adder, that stoppeth her ears." 9 But his ear was the receptacle of the divine words, and this he again makes manifest, when he says, "I will incline mine ear to a parable, I will open my dark speech upon the harp." 10


  1. Ps. lvii. 4. ↩

  2. The references in the Psalms are made to the English version, which is divided as the Hebrew, except that it sometimes varies a verse or two. LXX. and Vulg. annex Ps. x. to ix., and call Ps. xi. Ps. x., and so on till Ps. cxlvii., which they divide, beginning their Ps. cxlvii. at v. 12. ↩

  3. Ps. xlv. 1. ↩

  4. Ps. xiv. 6. ↩

  5. Ps. xlix. 3. ↩

  6. Ps. xxvi. 10. Or, more perspicuously, according to the usual sense of the Hebrew, bribes. ↩

  7. Ps. cxli. 2. ↩

  8. Ps. v. 9, LXX.; Ps. xlv. 1. ↩

  9. Ps. lviii. 4. ↩

  10. Ps. xlix. 4. ↩

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Homilien über die Bildsäulen (BKV)

5.

Diese Mannigfaltigkeit kann man aber nicht allein an unserm Leibe, nicht nur an den verschiedenen Umständen S. 236 des Lebens, nicht bloß an den Thieren, sondern auch an den Bäumen bemerken. Du kannst ja sehen, daß oft der allerunansehnlichste Baum den größten (an Werth) übertrifft, und daß nicht Alles in allen sich finde, damit uns alle nothwendig seien und wir daraus die mannigfaltige Weisheit des Herrn erkennen. Klage also Gott wegen der Hinfälligkeit des Leibes nicht an, sondern verehre ihn darum noch mehr und erstaune über seine Weisheit und Vorsicht; über seine Weisheit, weil er an einem so hinfälligen Körper eine solche Harmonie an den Tag zu legen vermochte; über seine Vorsicht aber, weil er den Leib zum Frommen der Seele vergänglich erschuf, um ihren Stolz niederzuhalten und ihren Wahnsinn zu brechen. „Warum”, sagst du, „hat er ihn denn nicht gleich Anfangs also erschaffen?” Er rechtfertigt sich vor dir durch die Thatsachen selbst und spricht gleichsam durch den Erfolg: „Ich habe dich wohl zu einer größern Ehre berufen, du aber hast dich selbst dieses Geschenkes unwürdig gemacht und bist so des Paradieses verlustig geworden; aber auch so will ich dich nicht übersehen, sondern deine Sünde verbessern und dich in den Himmel, hinaufführen. Denn darum habe ich dich so lange Zeit der Verwesung und Hinfälligkeit überlassen, damit die Übung der Demuth durch die Länge der Zeit in dir feste Wurzeln schlage und du nie die frühere Gesinnung wieder aufnehmen mögest.” Danken wir also für Das alles dem gütigen Gott und zeigen wir uns für seine Fürsorge hinwieder erkenntlich, was uns dann neue Vortheile bringt; allen Fleiß aber laßt uns verwenden, das Gebot zu erfüllen, worüber ich euch fortwährend predige; denn ich werde nicht ablassen, bis ihr dasselbe erfüllt habt, indem man von mir nicht darüber Rechenschaft fordert, ob ich euch selten oder öfters ermähne, sondern ob ich so lange predige, bis ich euch überzeuge. Zu den Juden sprach Gott durch den Propheten: „Wenn ihr zu Streit und Hader fastet, warum fastet ihr denn?” 1 Durch S. 237 mich aber spricht er zu euch: Wenn ihr fastet und dabei Eide und Meineide schwört, warum fastet ihr denn? Wie werden wir denn das heutige Osterfest schauen? Wie werden wir das heilige Opfer empfangen? Wie werden wir an den wunderbaren Geheimnissen Theil nehmen können mit jener Zunge, durch die wir das Gesetz Gottes verletzt, mit jener Zunge, durch die wir unsere Seele befleckt haben? Denn wenn schon Niemand es wagt, schmutzige Hände an den Purpur eines Königs zu legen, wie dürfen wir dann den Leib des Herrn mit entweihter Zunge empfangen? Denn der Schwur ist des Satans, das Opfer aber des Herrn. „Wie kann sich wohl Licht zu Finsterniß gesellen, oder wie stimmt Christus mit Belial zusammen?” 2Daß ihr euch schon Mühe gegeben, euch von diesem Laster zu befreien, weiß ich gar wohl. Weil aber der Einzelne für sich allein das nicht so leicht zu erzielen vermag, so laßt uns Bruderschaften und Genossenschaften bilden, und was die Armen bei ihren Mahlzeiten thun, — weil jeder Einzelne derselben sich das Mahl nicht zu beschaffen vermag, so treten sie alle zusammen und bestreiten den Tisch aus der Einzelnen Beisteuer, — das sollen auch wir thun: weil wir vereinzelt zu nachläßig sind, so wollen wir die Sorge unter einander vertheilen und Mann für Mann einen Rath, eine Ermahnung, eine Aufmunterung, einen Verweis, eine Erinnerung, eine Drohung beitragen, damit wir durch den Eifer des Einzelnen alle uns bessern. Denn weil wir das, was den Nächsten betrifft, schärfer ins Auge fassen als das, was uns selber angeht, so wollen wir auf Andere Acht geben und Andere auf uns Acht geben lassen und mit einander diesen herrlichen Wettkampf beginnen, damit wir diese böse Gewohnheit bemeistern, mit Zuversicht zu diesem S. 238 heiligen Osterfeste gelangen und in seliger Hoffnung und mit reinem Gewissen des heiligen Opfers theilhaftig werden durch die Gnade und Menschenfreundlichkeit unseres Herrn Jesus Christus, durch welchen und mit welchem dem Vater und dem heiligen Geiste sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.


  1. Isai. 58, 4; d. h. ihr habt Streit mit den Schuldnern oder Unfrieden im eigenen Hause und übt somit ein nutzloses Fasten. ↩

  2. II. Kor. 6, 14. 15. ↩

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Translations of this Work
Homilien über die Bildsäulen (BKV)
Homilies of St. John Chrysostom
Commentaries for this Work
Einleitung in die Säulenhomilien
Preface to the Benedictine Edition of the Homilies on the Statues

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