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Œuvres Lettres papales Echte und unechte Papstbriefe 1 (42-309) (BKV)
4. Clemens I. (91 – 100)
II. Unechte Schreiben.
3. Die Homilien und Recognitionen.
Inhalt der Homilien oder Clementinen. 1

Den Homilien, auch vorzugsweise Clementinen genannt, sind drei Prologe vorausgesandt: 1) ein Brief des Apostels Petrus an Jacobus, worin er denselben beschwört, nach dem Vorgange des Moses, der den Offenbarungs-Inhalt nur 70 bewährten Männern überliefert habe, auch die von ihm übersandten Lehren keinem Heiden, auch nicht einem Jeden von seinem Volke, sondern nur wenigen erprobten Männern anzuvertrauen, damit dieselben nicht wie die Schriften des alten Testamentes durch Fälschungen und unrichtige Auslegungen verunstaltet werden; 2) ein Bericht S. 101 Beschwörung für Diejenigen, welche das Buch (des Petrus) erhalten, genannt, nachwelchem Jacobus, der Bitte des Petrus willfahrend, die Priester versammelt und ihnen die Beschwörungsformel vorschreibt, welche Jene sagen müssen, die in Zukunft das ihm von Petrus zugeschickte Lehrbuch erhalten sollen; 3) ein Brief des Clemens an Jacobus, worin diesem Clemens den Tod des Petrus, seine Einsetzung durch denselben als Bischof von Rom meldet und endlich des ihm von Petrus gewordenen Auftrages hauptsächlichsten Inhalt seiner (des Petrus) auf den verschiedenen Reisen gehaltenen Lehrvorträge dem Jacobus zu berichten, erwähnt.2 Hieran schließt sich unmittelbar die Mittheilung derselben in den zwanzig3Homilien an, die gleichfalls in Form eines Briefes von Clemens verfaßt und überschrieben sind: Clemens' Auszug der Reisepredigten des Petrus; deren Inhalt ist (mit Ausnahme des darin entwickelten Lehrbegriffes, welcher der bessern Übersicht wegen getrennt dargestellt wird) folgender:

Clemens, ein römischer Bürger, lebt in Folge seiner ernsten und düstern Gemüthsstimmung als Jüngling rein und mäßig; vergebens sucht er auf die stets in seinem innern wiederkehrende Frage: ob es ein Leben nach dem Tode gebe, in den Schulen der Philosophen befriedigende Aufklärung; schon will er nach Ägypten reisen, um sich daselbst bei einem Necromanten durch einen zum Leben zurückgerufenen Todten über die Unsterblichkeit der Seele belehren zu lassen, was ihm jedoch ein Freund als sündhaft und schädlich abräth. Da faßt er auf die in Rom von einem Manne geschehene bestimmte Verkündigung, der Sohn Gottes sei in Judäa erschienen und verheisse Jedem das ewige Le- S. 102 ben, der den Willen des Vaters thue, den Entschluß, nach Judäa zu reisen (hom. I. 1—8.). Allein durch ungünstige Winde wird Clemens nach Alerandrien verschlagen, wo er den Barnabas hört und kennen lernt; dieser reiset nach einigen Tagen nach Judäa ab, Clemens ihm später nach und wird in Cäsarea-Stratonis von Barnabas bei Petrus eingeführt; diesem offenbarte er seine Zweifel, wird von ihm in den Grundlehren des Christenthums belehrt und beschließt, von der Wahrheit derselben überzeugt, beständig bei Petrus zu bleiben, der ihm auch mittheilt, daß er morgen mit dem Magier Simon disputiren werde (hom. I. 17—21.) Am folgenden Morgen setzt Petrus den Unterricht des Clmens fort; dieser erfährt sodann von Aquila und Nicetas, zwei angenommenen Kindern der Syrophönicierin Justa (derselben, deren Tochter Christus von einer schweren Krankheit geheilt hatte), welche, mit Simon zusammen erzogen und Anfangs befreundet, später zur christlichen Religion bekehrt wurden und jetzt zu den beständigen Begleitern Petrus gehörten (hom. II. 1—21), über den Magier Simon Folgendes: Simon sei aus Gitthä in Samarien gebürtig seine Eltern seien Antonius und Rachel gewesen. Jn Alexandrien habe er die Magie gelernt, sei dann der bewährteste von den 30 Schülern Johannes des Täufers gewesen, nach dessen Tode er sich durch List zu deren Meister gemacht habe; hierauf habe er sich mit der Helena vermählt, die er für die Allmutter, die Substanz und Weisheit ausgegeben wie er sich selbst für eine Incarnation der höchsten Kraft gehalten wissen wollte; durch seine mit Hilfe der Magie gewirkten Wunder gewann er sehr viele Anhänger; da er endlich sogar einen Mord beging, trennten fich Aquila und Nicetas von ihm. Es folgt eine Belehrung, welche Petrus dem Clemens über Simon und sein Verhältniß zu diesem ertheilt (hom. II. 22—34), während welcher Zachäus mit der Nachricht kommt, daß Simon die Disputation auf den folgenden Tag verschoben habe; unterdessen theilt Petrus dem Clemens den Gegenstand der Disputation mit und stärkt ihn für dieselbe (hom. II. 35—53). Am folgenden Morgen S. 103 wird Petrus von Clemens und den Übrigen im Gebete gefunden, die gestrige Unterredung fortgesetzt, bis Zachäus meldet, daß Alles zur Disputation bereitet sei, zu welcher Petrus sich durch ein Gebet stärket, welchem der noch nicht getaufte Clemens nicht beiwohnen darf. Die Disputation dauert drei volle Tage; Simon wird überwunden und flieht am vierten Morgen nach Tyrus in Phönizien, wohin ihm Petrus nach einiger Zeit nachfolgt, nachdem er zuvor den Zachäus zum Bischof von Cäsarea eingesetzt, Viele getauft und den Clemens, Aquila und Nicetas nach Tyrus vorausgeschickt hatte, um von ihnen über das Treiben des Magiers Bericht zu erhalten (hom. III. 1—73). Diese kehren nach dem Befehle des Petrus in Tyrus bei Berenice, der Tochter ihrer Adoptivmutter Justa, ein und erfahren von dieser, daß Simon wegen seiner vielen und großen Wunder vom Volke für einen Gott gehalten werde und er seine Gegner bei Gelegenheit eines von ihm gegebenen Gastmahles mit mancherlei Krankheiten behaftet habe; daher mögen sie vor der Ankunft des Petrus Nichts gegen Simon unterneh^ (hom. IV. 1—6). Am folgenden Morgen aber erhalten sie die unerwartete Nachricht, daß Simon plötzlich von Tyrus nach Sidon abgereist sei und von seinen Schülern nur den alexandrinischen Grammatiker Apion, den Astrologen Annubion und den Epicuräer Athenodorus zurückgelassen habe, was sie sogleich dem Petrus berichten. In der Stadt begegnen sie hierauf jene früher erwähnten Schüler des Simon, von denen Apion mit Clemens, den er von Rom her kannte, ein Gespräch anknüpft. Dasselbe wird bald auf religiöse Gegenstände gelenkt und in den Gärten eines reichen Freundes von Apion fortgesetzt; in demselben erklärt Clemens den Unterschied zwischen Gewohnheit und Wahreit und führt durch, daß das Heidenthum in seinen verschiedenen Gestaltungen eine Religion der Unsittlichkeit sei. (hom. IV. 6—25). Dieß beweist Clemens bei der am folgenden Tage fortgesetzten Unterredung, welcher Apion, angeblich krank, nicht beiwohnte, durch einen bestimmten Fall seinen eigenen Erlebnissen. Als er nämlich zu Rom S. 104 in Folge seiner düstern Gemüthsstimmung krank geworden, besuchte ihn Apion, dem er auf die Frage nach der Ursache der Krankheit, weil er den wahren Grund der Krankheit dem Manne, welcher das Judenthum auf das heftigste haßten, nicht sagen mochte, eine leidenschaftliche Liebe für ein Mädchen angab. Sein Anerbieten, Clemens durch magische Mittel in ihren Besitz zu setzen, entschieden abweisend, willigte er in seinen Vorschlag ein, sie brieflich zu überreden, sich ihm hinzugeben. Noch in derselben Nacht verfaßte Apio eine Schrift „das Lob der Unzucht" und übergab sie Clemens zur Besorgung an das Mädchen. Diesen Brief theilte nun Clemens den Anwesenden mit, in welchem Apion jenes Mädchen mit Hinweis auf das Beispiel und den Willen der Götter auffordert, sich ohne Bedenken den Lüsten hinzugeben; hierauf liest Clemens jenes Schreiben vor, welches er unter dem Namen jenes erdichteten Mädchens als Antwort verfaßt und dem Apion gegeben hatte, in dem dasselbe mit Abscheu jene Aufforderung zurückweist, jene vermeintlichen Götter Magier und Tyrannen nennt und sagt, sie habe von einem Juden gelernt, was Gott wohlgefällig sei. Dadurch wird Apion in seinem Hasse gegen die Juden bestärkt, verließ aber, nachdem ihm Clemens die Wahrheit entdeckt hatte, sogleich Rom, und heute sehe ihn Clemens seither zum ersten Mal; darauf gehen Alle nach Apions Haus und setzen daselbst das Gespräch über das Heidenthum fort (hom. V. 1—30). Am nächsten Tage sucht Apion, dem seine Genossen die Erzählung des Clemens mitgetheilt hatten, das Heidenthum zu vertheidigen, indem er vorgibt, jene Schandthaten der Götter seien nur Mythen, deren wahrer Sinn nur durch allegorische Deutung aufgeschlossen werde, die er und später auch Clemens ausführt; aber auch diese Ansicht verwirft Clemens und erklärt die Dämonen für die Urheber des Götzendienstes. Während Clemens noch redet, kommt Petrus von Cäsarea an. Apion mit Annubion und Athenodorus entfernen sich, die Übrigen gehen ihm entgegen und erzählen ihm das Vorgefallene, worauf Petrus den Clemens wegen seiner Reden und Thaten belobt (hom. VI. 1—26). Die wenigen Tage S. 105 seines Aufenthaltes in Tyrus benützt Petrus zur Belehrung des Volkes in den Hauptlehren des Christenthums; Viele werden belehrt und getauft; nachdem Petrus einen seiner Begleiter zum Bischofe eingesetzt, eilt er dem Simon nach Sidon nach (hom. VII. 1—5). Jener aber flieht vor Petrus von Sidon nach Berytus, von wo Petrus, nachdem er gleichfalls in wenigen Tagen Viele bekehrt und kirchliche Anordnungen getroffen hat, dem Magier nach Berytus folgt (hom. 7, 5—8). Daselbst will Simon ein gerade bei der Ankunft entstandenes Erdbeben benutzen, um das Volk gegen ihn zu hetzen. Petrus aber überredet das Volk, den Simon zu meiden, worauf dieser mit seinem Anhang aus der Stad hinausgetrieben wird. Petrus kündigt sich als den Schüler des wahren Propheten an, heilt durch sein Gebet sehr viele Kranke und gewinnt viele Anhänger; von Berytus eilt er nach wenigen Tagen nach Byblus, und da er hier den Magier nicht mehr trifft, folgt er ihm sogleich nach Tripolis (hom. VII. 9—12). Eine große Menge aus Tyrus, Berytus und Byblus folgt dem Petrus nach Tripolis, wo er mit seinen engeren Freunden im Hause des Maroon einkehrt. Hier nun entwickelt Petruse um den schädlichen Einfluß des Simon zu vertilgen, seine Lehre von der Schändlichkeit des Heidenthums und fordert zur Verehrung des e i n e n Gottes auf, wodurch allein sie hienieden vor dem Einflüsse der Dämonen, jenseits vor den ewigen Strafen verschont bleiben würden; drei Monate setzt Petrus seine Predigten in Tripolis fort, während welcher er alle Kranke heilt und Viele für seine Lehre gewinnt (hom. X. 1—26; XI. 1—34); gegen das Ende dieser Zeit erfolgt die Taufe des Clemens. Nachdem Petrus das Volk nochmals vor Irrlehren gewarnt, schickt er einige seiner Anhänger nach Antiochien in Syrien voraus, setzt den Maroon zum Bischofe ein, erwählt Priester und Diakonen und reist dann selbst Antiochien (hom. XI. 35, 36). Am ersten Tage gelangen sie nach Orthosia; von hier schickt Petrus den Aquila und Nicetas mit einigen Anderen nach Laodicea und verspricht, ihnen in zwei oder drei Tagen nachkommen zu wol- S. 106 len; hierauf begibt er sich nach Antaradus. Eine zufällige Äusserung des Clemens veranlaßt Petrus, diesen um seine Familienverhältnisse zu fragen, worauf ihm Clemens Folgendes erzählt: Meine Eltern, Faustus und Matthidia, der kaiserlichen Familie verwandt, hatten ausser mir noch zwei ältere Söhne, Faustinus und Faustinianus. Gleich nach meiner Geburt mußte meine Mutter, wie mir mein Vater später mittheilte, Rom mit meinen beiden älteren Brüdern auf zehn Jahre verlassen und nach Athen gehen. Als aber mein Vater lange gar Nichts von ihnen vernahm und endlich erfuhr, daß sie gar nicht in Athen angekommen waren, enschloß er sich, selbst auf Reisen zu gehen und sie aufzusuchen. Seit dieser Zeit — ich war damals zwölf Jahre alt — habe ich nie wieder Etwas weder von meinem Vater noch meiner Mutter und meinen Brüdern gehört, höchst wahrscheinlich sind sie alle längst gestorben, da bereits zwanzig Jahre seit der Abreise meines Vaters verflossen sind (hom. XII. 4—11). Auf die Bitten einiger Begleiter unternimmt Petrus am folgenden Tage einen Ausflug nach der Insel Aradus; während die Übrigen sich entfernen, um die Merkwürdigkeiten der Insel zu besehen, bleibt Petrus zurück und knüpft mit einer alten Frau, die am Wege bettelt, ein Gespräch an; diese, um ihre Schicksale befragt, erzählt, daß sie früher in glänzenden Verhältnissen gelebt, ihr Mann dem kaiserlichen Hause verwandt gewesen und sie drei Söhne gehabt habe. Wegen sündhafter Nachstellungen von Seite des Bruders ihres Mannes habe sie beschlossen, auf längere Zeit die Heimath zu verlassen und zu diesem Ende ein Traumgesicht vorgegeben. So sei sie mit ihren beiden ältesten Söhnen von Rom abgereist, um nach Athen zu gehen, habe aber Schiffbruch gelitten, in welchem sie allein gerettet und auf diese Insel verschlagen worden sei. Hier von einer Frau, deren Mann auf einer Seereise ertrunken sei, freundlich aufgenommen, habe sie lange Zeit gelebt; jetzt aber, da sowohl jene erkrankt, als auch sie selbst an beiden Händen gelähmt und zur Arbeit unfähig sei, müsse sie durch Betteln ihr Leben fristen (hom. XII. 12—18). So ergibt S. 107 sich, daß sie Matthidia, die todtgeglaubte Mutter des Clemens, sei, und es erfolgt die erste Scene des Wiedererkennens. Auf die Bitte der Matthidia gibt Petrus ihrer Wohlthäterin, wie ihr selbst, die Gesundheit wieder. Noch an demselben Tage segeln Petrus, Clemens, Matthidia mit den übrigen Begleitern nach Antaradus zurück. Petrus knüpft an die Bitte der Matthidia verschiedene Belehrungen (hom. XII. 19—33). Von Antaradus geht die Reise weiter über Balanäa, Palkus, Gabala nach Laodicea, wo sie mit Aquila und Nicetas wieder zusammentreffen. Beide sind, wie sich jetzt offenbart, die vermeintlich bei jenem Schiffbruch ertrunkenen Brüder des Clemens, Faustinus und Faustinianus. Sie waren in der Nacht, in welcher das Schiff scheiterte, von Seeräubern gefangen genommen und als Sclaven an eine Frau, Namens Justa, verkauft, von ihr aber an Kindes statt angenommen worden. Jetzt ist es sehnlichster Wunsch der Mutter, sogleich getauft zu werden, welchen aber Petrus erst dann erfüllen zu dürfen erklärt, wenn sie sich dazu durch ein eintägiges, gerade aus diesem Grunde übernommenes Fasten vorbereitet habe (hom. XIII. 1—12); den noch übrigen Theil des Tages redet Petrus über die Tugend der Keuschheit (hom. XIIl. 13—21). Ganz früh am folgenden Tage findet die Taufe der Matthidia im Meere statt. Während die drei Söhne ihre Mutter nach Haus begleiten, hält sich Petrus noch länger auf, da ein alter Mann, der von fern die ganze Taufhandlung mit angesehen hatte, zu ihm herarntritt; Mitleiden, sagt er zu Petrus, habe ihn ergriffen, als er sie nach der Taufe habe beten sehen, da es keinen Gott, keine Vorsehung gebe, sondern Alles einer eisernen Nothwendigkeit unterliege. Aus dem weiteren Gespräche erkennt Petrus, daß es Faustus, der Vater des Clemens, sei. So erfolgt die dritte Scene des Wiedererkennens (hom. XIV. 1—10). Nach der ersten Freude des Wiedersehens kommt Gespräch auf die Behauptung des Faustus, daß Alles nach einem unabänderlichen Fatum geschehe, zurück. Da aber weder Faustus noch Petrus in den mathematischen und astrologischen Kenntnissen bewandert sind, so erbietet sich S. 108 Clemens, mit dem astrologischen Annubion im Beisein seines Vaters zu disputiren, sobald sie nach Antiochien, wo jener mit Simon sich aufhalte, gekommen wären (hom. XIV. 11, 12). Der folgende Tag vergeht mit religiösen Unterredungen, in welchen Petrus besonders dem Faustus die Existenz einer göttlichen Vorsehung durch den Hinweis auf sein eigenes wunderbares Schicksal zu beweisen sucht, wodurch auch Faustus, wenngleich noch nicht überzeugt, so doch mächtig erschüttert wird (hom. XV. 1—11). Schon will Petrus am folgenden Tage vor dem versammelten Volke in Gegenwart des Faustus die Lehren der wahren Religion zusammenhängend entwickeln, als er die unerwartete Nachricht erhält, daß Simon mit Athenodorus und einigen Anderen von Antiochia angekommen sei. Schon tritt auch Simon selbst in die Versammlung herein und sucht den Faustus von Petrus abwendig zu machen. So beginnt denn eine heftige Disputation, die drei Tage dauert; von einer Behauptung wird Simon zur andern zurückgedrängt, dreimal gibt er fremde Ansichten für die seinigen aus, immer wird er sogleich widerlegt, seine wahre Überzeugung wird endlich von Petrus aufgedeckt (hom. XVIII. 12) und auch diese in ihrer Nichtigkeit gezeigt (hom. XVI. — hom. XVIIl. 20). Nun will Simon Nichts mehr von Petrus hören, da diesen Nichts bewegen könne, Etwas zu glauben, was gegen den Weltschöpfer gesagt sei, und ist im Begriffe, sich zu entfernen; Petrus aber ruft ihn zurück und beweist, daß man den Schöpfer, selbst wenn er ein schlechtes Wesen wäre, lieben müsse, und da Simon Dieß nicht thue, sei er ein Diener der Bosheit, ohne es zu wissen. So ist nun Simon ganz überwunden; doch nochmals versucht er Petrus in die Enge zu treiben durch die Frage, woher das Böse entstanden sei; aber auch da muß Simon weichen, worauf Petrus mit seinen Begleitern ein Privatgespräch über den Teufel hält (hom. XVIII. 21 — hom. XX. 11) 4. Unterdessen sind Apion S. 109 und Annubion auch angekommen, und Faustus geht, den Apion zu besuchen, wird aber von Simon verwandelt und kehrt mit dem Gesichte des Simon zurück; diese Verwandlung benützt Petrus gegen Simon, indem er dem Faustus verspricht, ihn wieder zu heilen, wenn er nach Antiochien,.vo Simon viele Anhänger gewann, gehen und daselbst unter der Gestalt des Simon Alles, was dieser gegen Petrus vorgebracht, reumüthig widerrufen wolle; Dieß geschieht auch, und nachdem diese List des Petrus den besten Erfolg mit sich gebracht, ordnet Petrus die in Laodicea gegründete Gemeinde und reist ebenfalls nach Antiochia ab (hom. XX. 11—23).


  1. Textausgaben der Clementinen: a) Cotelerius Patres Apostolici, Paris 1672, welcher den bis dann unbekannten Text der Homilien in einem Codex der Pariser Königlichen Bibliothek entdeckte; b) verbessert von Davisius und Clericus in der neuen Ausgabe des Werkes von Cotelerius,Antwerpen 1698 und Amsterdam 1724; c) Gallandius Biblioth. Vet. Patrum II. T. Venetiis 1776 (derselbe Text wie bei b 1724); d) Schwegler (Clementis R. quae feruntue Homiliae, Stuttgartiae 1847 (wenig verbessert); e) Dressel edirte nach einer neu entdeckten vollständigen Handschrift der Ottobonianischen Bibliothek die Homilien in Göttingen 1853; f) Migne, Sammlung der griechischen Väter t. I. u. II. mit den Recognitionen. ↩

  2. Der Inhalt dieses Briefes wird unten näher angegeben werden. ↩

  3. Daß es zwanzig Homilien seien, wußte schon Cotelerius; aber bis zur Ausgabe von Dressel kannte man sie nur bis in das 14. Cap. der neunzehnten Homilie. ↩

  4. Der Schluß, Dressels Ausgabe entnommen, ist dem der Recognitionen ähnlich; Schliemann construirte einen muthmaßlichen Schluß, der von dem der Recognitionen abweicht und, wie er meinte, nach dem Vorhergehenden auch abweichen muß. ↩

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Echte und unechte Papstbriefe 1 (42-309) (BKV)

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