2. Gott soll nach dem Walten der Vorsehung oder den Hervorgängen gepriesen werden
Diese Gottesnamen also, die die Vorsehung offenbaren, begehrt die Abhandlung zu preisen; sie verspricht nicht die überwesentliche Güte der überwesentlichen Gottheit, ihr Wesen, ihr Leben und ihre Weisheit zu enthüllen, da sie die Güte über alle Güte, die Gottheit, das Wesen, die Weisheit und das Leben in Verborgenheit hüllte, wie die Heilige Schrift sagt: Sondern sie preist die offenbar gewordene Vorsehung, die alles Gute bewirkt, die überragende Güte und Ursache alles Guten; und das Seiende, das Leben und die Weisheit als seinsbegründende, lebenschaffende, weisheitspendende Ursache für alles, was Sein und Leben, Geist, Vernunft- und Sinnenbegabung durch Teilhabe besitzt. Sie sagt nicht, Gutes, Seiendes, Leben und Weisheit seien Verschiedenes und viele Ursachen, und verschiedene Gottheiten bewirkten das eine und das andere, höhere und niedere, sondern dem Einen Gott gehören alle guten Hervorgänge und die von uns gepriesenen Gottesnamen zu; und einer ist es, der die gesamte Vorsehung des Einen Gottes offenbart, andere aber enthüllen mehr oder minder allgemeine, teilweise Wirkungen der Vorsehung.