5.
So bin ich bedrängt von allen Seiten und meine Seele seufzt beständig. Ich zittere vor Schrecken, wenn ich meiner vielen Sünden gedenke und werde verwirrt wegen meiner häßlichen Gedanken. Schaue ich hin auf meine Unreinigkeit, so klage ich in einem fort, und führe ich meine Gottlosigkeit mir zu Gemüte, so befallen mich Schrecken und Unruhe und die Schmerzen der Beängstigung schlagen mich nieder. Denn immer sehe ich die Angst vor dem furchtbaren Gerichte und die Schrecken vor dem drohenden Richterstuhle, vernehme ich den Schall der Trompete und die furchtbare Stimme des Erzengels, das (Wogen und) Flammen des Feuerbrandes und dessen Umsichgreifen auf der ganzen Erde, die Erhöhung der Gerechten und das Zurückbleiben der Sünder; sehe, wie die Sünder sich versammeln und Rechenschaft ablegen über Worte und Werke, sehe das furchtbare Antlitz des Richters und den unerbittlichen Tag des Gerichtes, die schlimme Schmach der Sünde und die bitteren, unaufhörlichen Qualen in alle Ewigkeit.
