1.
Der Satan verwundet uns mit vielen heimlich geschossenen Pfeilen, ohne die Wunde zu offenbaren; den Beginn der Dinge läßt er als Tugendwerk erscheinen, die Vollendung aber winkt er in furchtbarer Lasterhaftigkeit; zum Entgelt für ihre Bemühungen stürzt er (die Menschen) in Sünde und Ungerechtigkeit; so (geschah es) ja auch bei den Opfern des Kain1 und Jephte2, die unter dem Scheine des Guten die Werke der Ungerechtigkeit vollbrachten. So macht es der Teufel auch jetzt noch; bei vielen bereitet er eitle Mühe und vergebliche Arbeit den Priestern aus den Früchten und Opfergaben. Ja, wir sehen nicht nur, wie sie sich unnütz und erfolglos abmühen, sondern auch noch in Vorwürfen unter Feindseligkeiten. Sie ziehen sich den Fluch der Strafe von Gott zu, wie auch der Prophet Malachias3 sagt: „Verflucht sei der Mann, der reich ist, und in dessen Herde ein Männliches steht und (dann) doch dem Herrn ein unnützes, mangelhaftes und mageres (Tier zum) Opfer bringt.“ Aber auch die Priester und jene, die Schlechtes von den Gemeinden annehmen, tadelt er und spricht: „Ihr Priester seid es, die meinen Namen lästern und S. 99 (denn ihr bringt) unreines Brot auf meinen Altar bringen, Schlechtes, Gestohlenes, Wertloses, das heißt Mageres, und ich soll das aus euren Händen entgegennehmen? Aber ich will den Fluch über euch herabsenden und will verbannen euren Segen und will euch hinwegfegen samt diesen (Gaben) zur Strafe dafür, daß ihr keine Ehrfurcht vor mir im Herzen tragt4.“
