1.
S. 13 Athanasius wünscht dem Bruder und Mitdiener Serapion Freude in dem Herrn.
Ich habe dein ehrfurchtsvolles Schreiben gelesen, in welchem du uns ermahntest, wir möchten dir unsere Angelegenheiten und die gegenwärtigen Vorfälle erzählen, und zugleich über die höchst gottlose Ketzerei der Arianer schreiben, wegen welcher wir diese Leiden erduldeten, und welches Lebensende Arius gehabt habe. Da du also drei Dinge von mir verlangtest, habe ich zwei bereitwillig gethan, und deiner Frömmigkeit mein Schreiben an die Mönche übersendet; denn aus diesem kannst du sowohl das auf uns, als auch das auf die Ketzerei Bezügliche ersehen. Was aber den dritten Punkt betrifft, nämlich den Tod des Arius, habe ich vieles erwogen, weil ich fürchtete, es möchte Jemand vermuthen, daß ich mich über den Tod des Mannes lustig mache. Weil jedoch bei euch über die Ketzerei gesprochen wurde, und die Untersuchung mit der Frage endigte, ob Arius in der Kirchen-Gemeinschaft gestorben sey; deßwegen habe ich, da ich von der Geschichte seines Todes die Lösung dieser S. 14 Frage abhängt, nothwendiger Weise mich beeilt, die Sache genau zu erzählen, in der Meinung, es sey eines und dasselbe, dieses zu erzählen, und dem Streite für die Folge ein Ende zu machen. Denn ich glaube, daß, von seinem wunderbaren Tode in Kenntniß gesetzt, nicht einmal mehr diejenigen, welche früher hierüber Untersuchungen anstellten, es wagen werden, daran zu zweifeln, daß die arianische Ketzerei Gott verhaßt sey.
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