23. Konstantin mahnt die Ägypter durch einen Brief zum Frieden.
Während aber nun alle in Frieden lebten, verharrten allein die Ägypter in unversöhnlichem Streit untereinander, so daß sie dem Kaiser wiederum Unruhe schufen, ohne ihn jedoch zum Zorne reizen zu können. Ja er erwies ihnen wie Vätern oder vielmehr wie Propheten Gottes alle Ehre und berief sie sogar ein zweites Mal1 und wiederum suchte er in seiner Langmut unter ihnen zu vermitteln, wiederum zeichnete er sie durch Geschenke aus; er gab seine Entscheidung durch einen Brief, bestätigte und bekräftigte die Beschlüsse der Synode und forderte auf, an der Eintracht festzuhalten und nicht die Kirche Gottes zu spalten und zu zerreißen, sondern im Geiste des göttlichen Gerichtes zu gedenken. Auch dies gab der Kaiser durch ein eigenes Schreiben zu wissen.
Nachsynode von Nicäa 327. ↩
