25. Von der Verfolgung des Eurich
Zu seiner Zeit verhängte auch Eurich, der Gothenkönig, die spanische Grenze überschreitend, über die rechtgläubigen Christen in Gallien eine schwere Verfolgung. Denn er tötete aller Orten, die seiner verkehrten Lehre nicht beistimmten, die Geistlichen warf er in den Kerker und schickte die Bischöfe in die Verbannung oder ließ sie enthaupten. Auch ließ er die Zugänge der heiligen Gotteshäuser mit Dornengesträuch versetzen, auf daß nur wenige hineingingen und so der rechte Glaube in Vergessenheit S. 100 geriete. Besonders wurden die novempopulanischen Städte und die der. beiden Aquitanien1 von dieser Heimsuchung betroffen. Auch hieruber haben wir noch heute einen vortrefflichen Brief des» Sidonius an den Bischof Basilius2, welcher diese Dinge so erzahlt Aber der Berfolger starb bald darauf, von der göttlichen Rache ereilt.
Novempopulana wurde von den Römern die Gascogne genannt; Aquitania das Land zwischen Garonne und Loire; es zerfiel in zwei Teile: das erste Aquitanien hieß der östliche, das zweite der westliche Teil. Bei Gregor übrigens steht Germanien statt Aquitanien, wohl infolge eines Versehens ↩
B. VIL Brief 6. ↩
