2.
Daher scheint es mir, dass ich drei Arten von Menschen sehe, die die Philosophie aufnehmen kann, gleichsam wie drei Typen von Seefahrern. Die erste Art sind jene, die, sobald das Alter sie zur Vernunft befähigt, mit einem kleinen Anstoß und Ruderbewegungen die näheren Gefilde verlassen und sich in jene Ruhe zurückziehen, von wo aus sie, soweit sie können, die anderen Bürger ermahnen, sich ihnen zuzuwenden, und ein leuchtendes Zeichen ihrer Arbeit aufstellen. Die zweite Art, im Gegensatz zur ersten, sind jene, die durch das trügerische Aussehen des Meeres getäuscht, sich entscheiden, sich ins offene Meer zu wagen und sich weit von ihrer Heimat zu entfernen und sie oft zu vergessen. Wenn der Wind, den sie für günstig halten, sie auf eine unbekannte und verborgene Weise vom Heck her verfolgt, dringen sie in die tiefsten Tiefen des Elends ein, aufgeblasen und erfreut darüber, dass ihnen überall die trügerische Heiterkeit von Vergnügungen und Ehren schmeichelt. Was ist diesen Menschen wohl anderes zu wünschen als etwas Unglück in jenen Dingen, von denen sie hin- und hergeworfen werden, und wenn das nicht genug ist, ein wütender Sturm und ein entgegengesetzter Wind, der sie, weinend und klagend, zu den festen und soliden Freuden führt? Von dieser Art sind jedoch viele, die noch nicht allzu weit hinausgewagt haben und durch einige nicht allzu schwere Unannehmlichkeiten zurückgebracht werden. Dies sind die Menschen, die, wenn sie entweder von den tragischen Ereignissen ihres Schicksals zu Tränen gerührt oder von den sorgenvollen Schwierigkeiten nutzloser Geschäfte getrieben werden, als hätten sie nichts anderes zu tun, in die Bücher der gelehrtesten und weisesten Männer gedrängt werden und gleichsam im Hafen selbst aufwachen, von wo aus sie keine der falschen Versprechungen jenes lächelnden Meeres mehr ausschließen können. Es gibt jedoch eine dritte Art von Menschen, die entweder am Beginn ihrer Jugend oder schon lange und weit geworfen, dennoch gewisse Anzeichen beachten und sich an ihre süßeste Heimat erinnern, wenn auch mitten in den Wellen: entweder verfolgen sie direkt und ohne Täuschung oder Verzögerung ihren Weg zurück; oder sie irren oft länger, indem sie sich entweder in den Wolken verirren, die untergehenden Sterne betrachten oder von einigen Verlockungen gefangen werden und die Zeit der guten Seefahrt hinauszögern, und geraten oft in Gefahr. Diese Menschen werden oft auch durch irgendein Unglück in den wechselnden Schicksalen, gleichsam wie ein Sturm, der ihren Bemühungen entgegensteht, in das sehnlichst erwartete Land der Ruhe getrieben.
