25. Daß Diejenigen elender sind, die von den Lastern, als Die, welche von den Teufeln selbst besessen sind.
Trotzdem ist gewiß, daß viel schwerer und heftiger Diejenigen belästigt sind, welche, obwohl sie körperlich durchaus nicht von ihnen erfüllt scheinen, doch dem Geiste nach in einer gefährlicheren Weise besessen sind, indem sie in die Laster und Lüste Jener verstrickt sind; denn nach dem Ausspruche des Apostels 1 wird Jeder der Sklave dessen, von dem er überwunden wird. Nur sind Diese insofern noch verzweifelter krank, als sie trotz ihrer Sklaverei nicht einmal erkennen, daß sie von jenen angefochten werden und ihre Herrschaft tragen. Übrigens wissen wir, daß auch heilige Männer für die geringsten Vergehen der körperlichen Besessenheit oder großen Krankheiten hingegeben worden seien. Da die göttliche Güte nicht duldet, daß in ihnen das geringste Mal oder Fleckchen an jenem Tage des Gerichtes gefunden werde, so brennt sie nach dem Ausspruche des Propheten, ja Gottes selbst allen Schmutz ihres Herzens in der Gegenwart aus, damit sie dieselben als feuererprobtes Gold oder Silber, ohne jedes Bedürfniß einer reinigenden Strafe zu jener Ewigkeit zulassen könne. „Ich werde rein schmelzen deine Schlacken und all dein Zinn wegnehmen, und darnach wirft du heissen: 2 Stadt des Gerechten, treue Stadt;“ und wieder: 3 „Wie das Silber und Gold im Ofen geläutert wird, so sucht der Herr die S. a497 Herzen aus:“ ferner: 4 „Gold und Silber bewährt das Feuer, der Mensch aber wird bewährt im Ofen der Erniedrigung.“ Auch jene Stelle gehört noch hieher: 5 „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt.“
