4. Daß das thätige Leben sich in viele Berufsarten und Strebungen theilt.
Dieses thätige Leben nun, welches wie gesagt in zwei S. b101 Hauptweisen besteht, theilt sich in viele Berufsarten und Strebungen. Denn Einige richten ihr Hauptaugenmerk auf die Verborgenheit in der Wüste und die Reinheit des Herzens, wie wir ja sehen, daß in der Vergangenheit Elias und Elisäus, in unserer Zeit aber der hl. Antonius und andere Anhänger derselben Lebensweise Gott auf das Innigste durch die Stille der Einöde anhiengen. Andere widmeten der Unterweisung der Brüder und der wachsamen Aufsicht über die Klöster alle Sorgfalt ihres Strebens, wie wir uns erinnern, daß neuerer Zeit der Abt Johannes, 1 der in der Nähe der Stadt Thmuis 2 einem großen Kloster vorstand, und einige Männer von gleichem Verdienste durch apostolische Wunderzeichen glänzten. Einige erfreut der Liebesdienst der Herberge und Gastfreundschaft, wodurch, wie wir wissen, in der Vergangenheit Abraham und Lot dem Herrn gefielen, in der Neuzeit der hl. Makarius, ein Mann von ausserordentlicher Sanftmuth und Geduld, der dem Fremdenhause in Alexandria so vorstand, daß man nicht glauben darf, er sei irgend Einem, der die Verborgenheit der Wüste suchte, nachgestanden. Einige erwählen sich die Pflege der Kranken, Andere üben die Bitte für Arme und Bedrückte, oder sie befleissen sich der Lehrtätigkeit oder theilen den Dürftigen Almosen aus und glänzen so unter den großen und größten Männern gemäß ihrer Neigung und Frömmigkeit.
