13. Daß die Liebe nicht bloß Etwas sondern auch Gott sei.
Die Tugend der Liebe endlich wird so sehr erhoben, daß der hl. Apostel Johannes erklärt, sie sei nicht nur Etwas von Gott, sondern auch Gott selbst, da er sagt: 1 „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Wir sehen nemlich, daß sie so sehr göttlich sei, daß wir die lebendige Kraft jenes Apostelwortes 2 ganz offenbar in uns merken: „ .... weil die Liebe Gottes ausgegossen ist in unsern Herzen durch S. b151 den hl. Geist, der in uns wohnt.“ Das ist gerade, als ob er sage: „Weil Gott ausgegossen ist in unsern Herzen durch den hl. Geist, der in uns wohnt.“ „Dieser bittet auch, da wir nicht wissen, um was wir beten sollen, für uns mit unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Geist verlangt, weil er nach Gottes Ordnung fleht für die Heiligen.“ 3

Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | vergleichen |
Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (BKV) |
Avant-Propos des Conférences de Cassien sur la perfection religieuse | |
Einleitung: Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern |
- Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)
- Vorwort des Priesters Johann Cassian zu den zehn Unterredungen mit den Vätern, die in der scythischen Wüste wohnten.
- Erste Unterredung, gehalten mit Abt Moyses über Absicht und Endzweck des Mönches.
- Zweite Unterredung des Abtes Moyses über die Klugheit.
- Dritte Unterredung, welche die mit dem Abte Paphnutius ist, über die drei Entsagungen.
- Vierte Unterredung, welche die mit Abt Daniel ist über die Begierlichkeit des Fleisches und des Geistes.
- Fünfte Unterredung, welche die des Abtes Serapion über die acht Hauptsünden ist.
- Sechste Unterredung, welche die des Abtes Theodor über den Mord der Heiligen ist.
- Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
- Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.
- Neunte Unterredung, welche die erste des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Zehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Isaak ist, über das Gebet.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben Unterredungen mit den Vätern, welche die ägyptische Wüste Thebais bewohnten.
- Elfte Unterredung, welche die erste des Abtes Chäremon ist über die Vollkommenheit.
- Zwölfte Unterredung welche die zweite des Abtes Chäremon ist, über die Keuschheit.
- Dreizehnte Unterredung, welche die dritte des Abtes Chäremon ist, über die Hilfe Gottes.
- Vierzehnte Unterredung, welche die elfte des Abtes Nesteros ist, über die geistliche Wissenschaft.
- Fünfzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Nesteros ist, über die göttlichen Gnadengaben.
- Sechzehnte Unterredung, welche die erste des Abtes Joseph ist, über die Freundschaft.
- 1. Abt Josephs Herkommen und Bildung.
- 2. Abhandlung desselben Greises über eine treulose Art von Freundschaften.
- 3. Woher eine unauflösliche Freundschaft komme?
- 4. Frage, ob etwas Nützliches auch gegen den Wunsch des Bruders ausgeführt werden müsse.
- 5. Antwort, daß eine unaufhörliche Freundschaft nur unter Vollkommenen bestehen könne.
- 6. Auf welche Weise eine Verbindung unverletzt bewahrt werden könne.
- 7. Daß man der Liebe Nichts vorziehen und der Zornsucht Nichts nachsetzen müsse.
- 8. Aus welchen Ursachen unter geistlichen Personen Uneinigkeit entstehe?
- 9. Daß man auch die geistlichen Ursachen der Streitigkeiten vermeiden soll.
- 10. Über die beste Erforschung der Wahrheit.
- 11. Daß es Solchen, die auf ihr eigenes Urtheil vertrauen, unmöglich sei, nicht vom Teufelstrug getäuscht zu werden.
- 12. Warum in der Unterredung die Schwächern nicht verachtet werden dürfen?
- 13. Daß die Liebe nicht bloß Etwas sondern auch Gott sei.
- 14. Über die Stufen der Liebe.
- 15. Von Jenen, welche entweder ihre eigene oder der Brüder Aufregung durch Verstellung stärken.
- 16. Daß unsere Gebetsopfer von Gott verschmäht werden, wenn der Bruder irgend eine Verstimmung gegen uns hat.
- 17. Von Jenen, welche meinen, daß man mit den Weltlichen mehr Geduld haben müsse als mit den Brüdern.
- 18. Von Jenen, welche Geduld heucheln und die Brüder durch ihr Schweigen zum Zorne reizen.
- 19. Von Jenen, welche aus Ärger sich des Essens enthalten.
- 20. Von der erheuchelten Geduld Einiger, mit welcher sie die andere Wange zum Schlage darbieten.
- 21. Frage, wie denn Solche, welche den Geboten Christi gehorchen, um die evangelische Vollkommenheit betrogen werden können.
- 22. Antwort, daß Christus nicht nur auf die That, sondern auch auf den Willen schaue.
- 23. Daß Jener tapfer und unverletzt sei, der sich dem Willen eines Andern unterwirft.
- 24. Daß Schwache gerne beleidigen, aber Beleidigungen nicht ertragen können.
- 25. Frage, wie Jener stark sei, der den Schwachen nicht immer erträgt.
- 26. Antwort, daß der Schwache nicht zuläßt, daß man ihn ertrage.
- 27. Wie der Zorn zu unterdrücken sei.
- 28. Daß Freundschaften, die mit Schwüren eingegangen wurden, nicht fest sein können.
- Siebzehnte Unterredung, welche die zweite des Abtes Joseph ist, über das Entscheiden.
- Vorwort des Johannes Cassianus zu sieben letzten Unterredungen mit den Vätern, welche im Gebiete des jenseitigen Ägyptens wohnten.
- Achtzehnte Unterredung, welche die des Abtes Piammon ist, über drei alle Arten von Mönchen und eine vierte, neu entstandene.
- Neunzehnte Unterredung, welche die des Abtes Johannes ist, über das Ziel des Mönches und des Einsiedlers.
- Zwanzigste Unterredung, welche die des Abtes Pinusius ist über das Ziel der Buße und die Genugthuung.
- Einundzwanzigste Unterredung, welche die erste des Abtes Theonas ist, über die Nachsicht in der Quinquagesima.
- Zweiundzwanzigste Unterredung, welche die zweite des Abtes Monas ist, über die nächtlichen Bethörungen.
- Dreiundzwanzigste Unterredung, welche die dritte des Abtes Theonas ist, darüber, daß der Apostel sagt: „Denn nicht das Gute, welches ich will, thue ich, sondern was ich nicht will, das Böse, das thue ich.“
- Vierundzwanzigste und letzte Unterredung, welche die des Abtes Abraham ist über die Abtödtung.