2.
S. 260Doch zuerst muß ich den Heiligen Geist anrufen, damit er die Jungfräulichkeit der seligen Maria in seinem Sinne durch meinen Mund verteidige. Unseren Herrn Jesus muß ich anrufen, damit er ihren heiligen Schoß, den er zehn Monate1 lang bewohnt hat, vor jedem Verdacht ehelichen Verkehres schütze. Auch Gott Vater muß ich anflehen, er möge dartun, daß die Mutter seines Sohnes Jungfrau gewesen ist nach der Geburt, wie sie auch Mutter war vor ihrer Vermählung. Ich will nicht die Arena rhetorischer Beredsamkeit betreten, ich will mich nicht abgeben mit den Fallstricken der Dialektiker und mit dem Dorngestrüpp aristotelischer Beweisführung. Nur die Worte der Heiligen Schrift sollen zugrunde gelegt werden. Mit denselben Stellen, die er gegen uns angeführt hat, soll er widerlegt werden, damit er einsieht, daß er zwar lesen konnte, was geschrieben steht, aber nicht zu verstehen vermochte, was sich durch fromme Überlieferungen befestigt hat.
Es sind Mondmonate gemeint. ↩
