• Accueil
  • Œuvres
  • Introduction Instructions Collaboration Sponsors / Collaborateurs Copyrights Contact Mentions légales
Bibliothek der Kirchenväter
Recherche
DE EN FR
Œuvres Geschichte Gross-Armeniens
Drittes Buch: Schluss der Geschichte unseres Vaterlandes.

55. Chosrow gelangt wieder in Armenien zur Regierung und nach ihm der Perser Schapuh.

Wramschapuh stirbt nach einer Regierung von 21 Jähren mit Hinterlassung eines zehnjährigen Sohnes Namens Artasches. Um dieselbe Zeit kommt der grosse Sahak an den Hof des Perserkönigs Haskert, um. den gefesselten Chosrow zurück zu fordern, der seit dem Tode Artaschirs in freier Haft in der Anusch genannten Festung gehalten wurde. Haskert geruhte die Bitte zu gewähren, gab dem Chosrow den Thron wieder und entliess ihn nach Armenien. Dieser förderte den Hrahat, den Sohn Gasavons, zurück, welcher nach dem Tode seines Vaters aus der eben genannten Festung weggebracht und noch über Sagastan hinausgeschaft worden war; Chosrow bekam ihn nicht mehr zu sehen, denn er regierte zum zweiten Male nur ein Jahr.

Nach Chosrow machte Haskert über die Armenier Niemanden aus ihnen selbst, sondern seinen Sohn Schapuh zum Könige, wobei er den sündhaften Plan hatte, dass so fortwährend die Satrapen durch Gespräche, gegenseitige Geschenke, Feste und Jagdvergnügen sich an ihn anschliessen und auch die Fremden durch Blutsverwandtschaft und Verschwägerung sich ihm nähern sollten, damit die Möglichkeit eintrete, sie zur Verehrung der Heroen zu verleiten, in Folge dessen sie sich gänzlich von den Griechen lossagen würden. Jedoch der Thor wusste nicht, dass der Herr die Pläne der Heiden zu Nichten macht, wenn sie auch zeitweise gelingen. Da Hamasasp gestorben und Sahak in grosser Trauer war, brachte Niemand die armenischen Truppen zur Vereinigung. Daher konnte Schapuh mit Hrahat und allen Verbannten wohl leicht unser Land betreten, vermochte aber nicht die Herzen der Satrapen zu gewinnen, da alle ihn hassten; auch ehrten sie ihn nicht als König auf Jagden oder bei Spielen. S. 217 Eines Tages verfolgte er sehr heftig Truppen wilder Esel und gerieth dabei an unebene und steinigte Stellen; er begann anzuhalten. Jedoch Atom der Mokier tadelte ihn und sagte: „Nur vorwärts, Göttersohn der Perser, wenn du ein Mann bist.“ Er erwiederte: „Gehe du nur vorwärts, denn es ist Sache der Dämonen sich an die Steine zu stossen.“ Wiederum zu einer andern Zeit geschah es, dass man Eber durch Feuer in Rohrwälder jagte; Schapuh wagte nicht sich in das Dickicht hinein zu stürzen, so lange das Feuer ringsherum war; er warf seine Blicke nach beiden Seiten und ritt hier und dorthin; Da sagte wieder Atom: „Göttersohn der Perser, siehe da deinen Vater und Gott, warum fürchtest du?“ Schapuh antwortete: „Lass das Spotten, schwinge dich durch das Feuer hindurch, ich werde dir folgen; denn mein Pferd bäumt sich, wenn es vorgehen soll.“ Dann verspottete ihn Atom mit den Worten! „Gibt es auch hier Steine, dass ich vorangehen soll? Wenn du die Mokier Dämonen nennst; so nenne ich die Sasanier Weiber.“ Er spornte sein Pferd an und setzte über das Feuer; wie über ein kleines Blumenthal um den Schapuh zu befreien. Darauf geht er hinweg wohl wissend, dass Schapuh das nicht vergisst, und begibt sich ins Land Mok.

Ein anderes Mal traf es beim Stockspiele zwei Mal den Ardsrunier Schavasp die Kugel von Schapuh zu nehmen. Dieser schlug ihn mit dem Stocke und sagte: „Lerne dich kennen.‟ Jener antwortete: „Ja wohl, ich kenne mich als einen Königssohn aus dem Geschlechte Sanasars und habe Kraft meines Namens das Recht mit deinen Brüdern das Polster des Königs zu küssen.‟ Nachdem er das in sehr verächtlichem Tone gesagt hatte, eilte er schnell aus der Rennbahn. Ein anderes Mal bei einem Freudenfeste betrank sich der Gardmanier Chosrow am Weine in Gegenwart des Schapuh und lief wie ein unzüchtiger Stutzer einer fingerfertigen Harfenspielerin nach. Schapuh darüber unwillig lässt ihn ergreifen und in ein Zimmer einsperren. Allein dieser legte die Rechte an sein Schwert wie der Bagratunier Trdat, und ging hindurch in sein Haus, und keiner der königlichen Officiere wagte die Hand an ihn zu legen, S. 218 da sie von früher her durch Erfahrung den Mann kannten. Dieses zu erzählen hat mich deine Bitte genöthigt.

pattern
  Imprimer   Rapporter une erreur
  • Afficher le texte
  • Référence bibliographique
  • Scans de cette version
Traductions de cette œuvre
Geschichte Gross-Armeniens
Commentaires sur cette œuvre
Vorrede Geschichte Gross-Armeniens

Table des matières

Faculté de théologie, Patristique et histoire de l'Église ancienne
Miséricorde, Av. Europe 20, CH 1700 Fribourg

© 2026 Gregor Emmenegger
Mentions légales
Politique de confidentialité