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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Origène († 253/54) De principiis Über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft (BKV)
Zweites Buch.
Zehnter Abschnitt. Von der Auferstehung und dem Gerichte, (von dem Feuer und den Strafen der Hölle).

3.

Nun haben wir es mit den Schwachen und Unfähigen 1 unter uns zu thun, die einen sehr gemeinen Sinn S. 150 mit der Auferstehung des Leibes verbinden. Wie denken sich diese die Veränderung des sinnlichen Leibes durch die Gabe der Auferstehung, und die Verwandlung in einen geistigen? wie denken sie sich das „Auferstehen in Kraft“ nach dem „Gesä’etwerden in Schwachheit“, das Auferstehen in Herrlichkeit, das Uebergehen zur Unverweslichkeit? Wenn sie einmal dem Apostel glauben, daß der in Herrlichkeit, Kraft und Unverweslichkeit auferstandene Leib ebendamit auch geistig geworden sey, so ist es ja ein Widerspruch an sich und gegen den Sinn des Apostels, zu behaupten, daß ein solcher Leib wieder die Regungen von Fleisch und Blut empfinden werde, da der Apostel ausdrücklich sagt: Fleisch und Blut werden das Himmelreich nicht besitzen &c. (1 Cor. 15, 50). Wie nehmen sie ferner das: „werden wir Alle verwandelt werden? Diese Verwandlung ist nach dem Obigen zu erwarten, und wir dürfen uns etwas Gottes Würdiges darunter vorstellen. Ich denke mir den Hergang der Sache, wie es der Apostel (V. 37. 38.) beschreibt: es wird ein bloßes Korn in die Erde gelegt, und Gott gibt ihm einen Leib, wie er will, nachdem das erstere erstorben ist. Unser Körper fällt wie das Samkorn in die Erde; er enthält denjenigen Lebenskeim, 2 die den erstorbenen, S. 151 vermoderten und zerstäubten Leichnam, kraft des göttlichen Logos, wieder aus der Erde wecken, herstellen und zusammenfügen wird, wie die dem Korne inwohnende Kraft aus seiner Verwesung es zum Halme und zur Aehre aufzieht. Denen zwar, welche des Erbtheils im Himmel werden gewürdigt werden, wird jener Lebenskeim aus einem irdischen sinnlichen Leibe einen geistigen schaffen, der im Himmel wohnen kann. 3 S. 152 Die auf einer niedrigern, oder gar der niedrigsten und verworfensten Stufe stehen, werden je nach dem innern Werth ihres Lebens auch eine verminderte Klarheit und Würde des Körpers bekommen: so doch, daß der Leib der zum ewigen Feuer Verdammten durch die Umwandlung in der Auferstehung so unverweslich seyn wird, daß er auch durch die Höllenstrafen nicht zerstört werden kann. Dieß ist die Beschaffenheit des auferstandenen Leibes. Fragen wir nun nach der Bedeutung des ewigen Feuers.


  1. Die Chiliasten (s. Einl.), die „simplices et philosarcae“ Hier. ad Pamm., απλουστεροι, fragm. de resurr. Diese betrachtet Orig. als die inneren Gegner einer vernünftigen Auferstehungslehre. Gegen beide, die äußern und innern Gegner, die Häretiker sowohl als die Chiliasten, macht er (Select. in. Ps. 11. 534.) geltend: χρη σωσαι τε (zwar) και την των αρχαιων παραδοσιν, (die kirchliche Lehre gegen die Läugner der Auferstehung), και (aber auch gegen die fleischliche Auferstehung), και (aber auch gegen die fleischliche Auslegung), φυλαξασθαι εμπεσειν εις φλυαριαν πτωχων νοηματων, αδυνατων τε αμα και θεου αναξιων. Aber eben um dieser Unterscheidung willen kam er bei den letztern selbst in den Geruch der Ketzerei. ↩

  2. „insita ratio ea, quae substantiam continet corporalem“, λογος σπερματος c. Cels. VII, 32. und wörtlich wie hier ib. V, 23. ου φαμεν το διαφθαρεν σωμα επαναρχεσθαι εις την εξ αρχης φυσιν, ως ουδε τον διαφθαρεντα αοκκον του σιτου επανερχεσθαι εις τον κοκκον του σιτου. Λεγομεν γαρ ωσπερ επι του κοκκου του σιτου εγειρεται σταχυς ουτω λογος τις εγκειται τω σωματι, αφ ου μη φθειρομενου εγειρεται το σωμα εν αφθαρσια. Diese beiden angeführten Stellen sind in Uebereinstimmung mit dem obigen Abschnitt die Hauptstellen für die Auferst. Lehre des Orig. Das größere Fragm. de resurr. behandelt nur die Erscheinungen Verstorbener unter den Lebenden. Das andere sagt: και ημας αρα εξιστασθαι μελλοντας αγγελοις αναγκη δη σαρκων ωσαυτως εκεινοις γυμνους εσεσθαι δειν — wie hier. ↩

  3. Zur Bestätigung dient eine Stelle aus Orig. Comm. in Ps. I, welche Epiph. Haeres. 64, 14. aufbewahrt hat. Αναγκαιον γαρ, την ψυχην εν τοποις σωματικοις υπαρχουσαν κεχρησθαι σωμασι καταλληλοις τοις τοποις, και ωσπερ, εν θαλασση ζῃν ημας ενυδρους γενομενους ει εχρην, παντως εδει παραπλησιαν εχειν και την αλλην ιχθυων καταστασιν, ουτω μελλοντας κληρονομειν βασιλειαν ουρανων — αναγκαιον χρησθαι σωμασι πνευματικοις, ουχι του ειδους του προτερου αφανιζομενου, και επι το ενδοξοτερον γενηται η αυτου προπη, ωσπερ εν το Ιησου ειδος και Μωσεως και Ηλιου ουχ ετερον εν τῃ μεταμορφωσει, παρ’ ο ην. Cf. Pamph. apol. VII, 7. Andere, wie Justinian (dieser jedoch bloß, weil die palästinischen Mönche das behaupteten), Nikephorus XVII, 27. und der in der Einleitung bezeichnete Antipater von Bostra, geben dem Or. auch den Irrthum Schuld, daß er „sphärische Leiber der Auferstandenen“ (εν τη αναστασει σφαιροειδη τα των ανθρωπων εγειρεσθαι σωματα) angenommen habe. Hingegen spricht Hieron., der wohl Gelegenheit hiezu hatte in ep. ad Pammachium (61, 10.), nirgends davon und Antipater selbst schreibt angeblichen Irrthum Mehreren zu „εκ της εξωθεν περιλαλουντες σοφιας (Plato und Xenophanes) φασι u. s. w. (Joh. damasc. s. parall. p. 764.); auch sagt Just. ει τις λεγει η εχει κτλ.“ Ohne Zweifel hat sich Orig. darüber nirgends ausgesprochen, wenn nicht in der Schrift über die Auferstehung. Die Berufung auf π. Ευχ. 31. wo die επουρανια σωματα σφαιροειδη Himmelskörper, Gestirne sind, ist ein Irrthum. ↩

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