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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Augustin d'Hippone (354-430) Vorträge über das Johannes-Evangelium (BKV)
108. Vortrag

3.

Demgemäß fährt er fort und unterläßt nicht, dies deutlicher einzuprägen. „Dein Wort“1, sagt er, „ist Wahrheit“. Was hat er damit anders gesagt als: „Ich bin die Wahrheit“? Das griechische Evangelium nämlich hat λόγος [logos], was man auch dort liest, wo es heißt: „Im Anfang war das Wort2, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“. Und gewiß, wir erkennen als den eingeborenen Sohn Gottes das Wort, welches S. 1062 „Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“3. Daher konnte auch hier gesetzt werden, und in einigen Handschriften ist auch gesetzt: „Verbum tuum veritas est“, wie es in einzelnen Handschriften auch heißt: „In principio erat sermo“. Im Griechischen aber steht ohne allen Unterschied dort und hier λόγος [logos]. Also heiligt der Vater in der Wahrheit, d. h. in seinem Worte, in seinem Eingeborenen, seine Erben und dessen Miterben.


  1. Sermo. ↩

  2. Verbum. ↩

  3. Joh. 1, 1. 14. ↩

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Vorträge über das Johannes-Evangelium (BKV)

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