• Accueil
  • Œuvres
  • Introduction Instructions Collaboration Sponsors / Collaborateurs Copyrights Contact Mentions légales
Bibliothek der Kirchenväter
Recherche
DE EN FR
Œuvres Augustin d'Hippone (354-430) Vorträge über das Johannes-Evangelium (BKV)
25. Vortrag.

5.

Inzwischen, da er allein droben war, er, der Hohepriester ― der in das Innere des Vorhangs einging, indes das Volk außen stand; diesen nämlich sinnbildete jener Priester im alten Gesetze, der dies einmal im Jahre tat1 ―; da er also droben war, was erlitten die Jünger im Schifflein? Denn während jener in der Höhe sich befand, bildete das Schifflein die Kirche vorher. Wenn wir dies nicht vor allem von der Kirche verstehen, was das Schifflein litt, so waren es keine symbolischen, sondern einfach vorübergehende Dinge; wenn wir aber in der Kirche die Wahrheit jener vorbildlichen Dinge ausgedrückt sehen, dann ist klar, daß die Taten Christi eine Art von Reden sind. „Als es aber spät geworden war, heißt es, gingen seine Jünger zum Meere hinab, und als sie ein Schifflein bestiegen hatten, kamen sie über das Meer nach Kapharnaum.“ Rasch stellt er als vollendet hin, was erst nachher geschah. „Sie kamen über das Meer nach Kapharnaum.“ Und er kehrt dann zurück, um zu berichten, wie sie hinüberkamen, daß sie S. 420 nämlich über das Wasser fahrend hinüberkamen. Und während sie an den Ort fuhren, wo sie nach seiner Darlegung schon angelangt waren, erzählt er rekapitulierend, was vor sich ging. „Es war bereits dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.“ Selbstverständlich war es dunkel, weil das Licht nicht gekommen war. „Es war bereits dunkel und er war noch nicht gekommen.“ Je näher das Ende der Welt herankommt, desto mehr nehmen die Irrtümer zu, nehmen die Schrecknisse zu, nimmt die Ungerechtigkeit zu, nimmt der Unglaube zu; mit einem Worte das Licht, welches beim Evangelisten Johannes selbst klar und deutlich als die Liebe bezeichnet wird, so daß er sagte: „Wer seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis“2, löscht in weitem Umfang aus; es nehmen diese Finsternisse von Brüderzwisten zu, sie nehmen täglich zu, und noch ist Jesus nicht gekommen. Woraus ergibt sich, daß sie zunehmen? „Weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe vieler erkalten.“ Es nehmen die Finsternisse zu, und Jesus ist noch nicht gekommen. Die zunehmenden Finsternisse, die erkaltende Liebe, die überhandnehmende Ungerechtigkeit, das sind die Wogen, die das Schiff beunruhigen; Stürme und Winde sind die Lärmrufe der Schmäher. Dadurch erkaltet die Liebe, dadurch steigen die Wogen und kommt das Schiff in Gefahr.


  1. Hebr. 9, 12. ↩

  2. 1 Joh. 2, 11. ↩

pattern
  Imprimer   Rapporter une erreur
  • Afficher le texte
  • Référence bibliographique
  • Scans de cette version
Download
  • docxDOCX (859.52 kB)
  • epubEPUB (841.42 kB)
  • pdfPDF (3.20 MB)
  • rtfRTF (2.83 MB)
Traductions de cette œuvre
Vorträge über das Johannes-Evangelium (BKV)

Table des matières

Faculté de théologie, Patristique et histoire de l'Église ancienne
Miséricorde, Av. Europe 20, CH 1700 Fribourg

© 2026 Gregor Emmenegger
Mentions légales
Politique de confidentialité