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Bibliothek der Kirchenväter
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Œuvres Augustin d'Hippone (354-430)

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The City of God

Chapter 10.--That the Devils, in Suffering Either False or True Crimes to Be Laid to Their Charge, Meant to Do Men a Mischief.

It is alleged, in excuse of this practice, that the stories told of the gods are not true, but false, and mere inventions, but this only makes matters worse, if we form our estimate by the morality our religion teaches; and if we consider the malice of the devils, what more wily and astute artifice could they practise upon men? When a slander is uttered against a leading statesman of upright and useful life, is it not reprehensible in proportion to its untruth and groundlessness? What punishment, then, shall be sufficient when the gods are the objects of so wicked and outrageous an injustice? But the devils, whom these men repute gods, are content that even iniquities they are guiltless of should be ascribed to them, so long as they may entangle men's minds in the meshes of these opinions, and draw them on along with themselves to their predestinated punishment: whether such things were actually committed by the men whom these devils, delighting in human infatuation, cause to be worshipped as gods, and in whose stead they, by a thousand malign and deceitful artifices, substitute themselves, and so receive worship; or whether, though they were really the crimes of men, these wicked spirits gladly allowed them to be attributed to higher beings, that there might seem to be conveyed from heaven itself a sufficient sanction for the perpetration of shameful wickedness. The Greeks, therefore, seeing the character of the gods they served, thought that the poets should certainly not refrain from showing up human vices on the stage, either because they desired to be like their gods in this, or because they were afraid that, if they required for themselves a more unblemished reputation than they asserted for the gods, they might provoke them to anger.

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Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat (BKV)

10. Arglist der Dämonen ist es, wenn sie Schandtaten — sei es wirkliche oder erlogene — von sich erzählt wissen wollen.

Denn was man zur Rechtfertigung dieser Bühnenspiele vorbringt, daß sie nämlich nicht Wirkliches, sondern Erlogenes und Erdichtetes wider die Götter behaupten, gerade das ist noch verbrecherischer, wenn man die der Religion schuldige Ehrfurcht ins Auge faßt; wenn man sich dagegen die Bosheit der Dämonen vergegenwärtigt, wie hätte man es da schlauer und verschmitzter anpacken können, um irre zu führen? Wenn ein Vorwurf erhoben wird gegen einen guten und tüchtigen Staatslenker, ist das nicht umso nichtswürdiger, je weniger er zutrifft und je weniger sein Wandel Anlaß dazu bietet? Welche Strafen würden demnach zureichen, wenn einem Gott eine so frevelhafte, so außerordentliche Unbill zugefügt wird? Aber die bösen Geister, die man für Götter hielt, lassen sich auch Schandtaten, die sie gar nicht begangen haben, nachsagen, wofern sie nur durch solche Meinung von sich den Geist der Menschen wie mit Netzen umgarnen und mit sich in die prädestinierte Pein reissen können, mögen nun derlei Schandtaten jemals von Menschen begangen worden sein — in diesem Falle freuen sich die Dämonen darüber, daß solche Menschen für Götter gehalten werden, wie sie sich über alle Irrwege der Menschen freuen; sie setzen auch mit ihren tausenderlei Lug- und Trugkünsten sich an deren Stelle und nehmen für sie die göttliche Verehrung entgegen — oder mag es sich überhaupt nicht um wirkliche Verbrechen auch nur von Menschen Band 1, S. 92handeln — dann lassen es sich eben diese ganz abgefeimten Geister gern gefallen, daß man solche Verbrechen Gottheiten andichtet, damit es den Anschein gewinne, als ob vom Himmel selbst ein so anregendes Vorbild für Verübung von Freveln und Schändlichkeiten auf die Erde herüberwirke. Da sich also die Griechen als Diener von solchen Gottheiten fühlten, so glaubten sie bei so vielen und schweren Schmähungen der Götter durch die Bühnenspiele auch für sich selbst keine Schonung von den Dichtern beanspruchen zu sollen, entweder weil sie ihren Göttern auch hierin ähnlich sein wollten, oder weil sie deren Zorn herauszufordern fürchteten, wenn sie nach einem besseren Rufe strebten und in dieser Richtung vor ihnen etwas voraus haben wollten.

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The City of God
Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat (BKV)
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The City of God - Translator's Preface

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