15.
Viel billiger als Celsus ist der Pythagoreer Numenios, der seine große Gelehrsamkeit durch viele Schriften erwiesen, zahlreiche Glaubenslehren geprüft und dann aus der großen Zahl zusammengestellt hat, was er für wahr hielt. In seinem ersten Buch Über das (höchste) Gut spricht er über alle die Völker, welche Gott für ein körperliches Wesen halten, und reiht unter diese auch die Juden ein. Ja, er trägt kein Bedenken, in seiner Schrift auch die Aussprüche der Propheten zu verwenden und bildlich zu deuten1. Ferner soll Hermippos in seinem ersten Buch über die Gesetzgeber berichtet haben, dass Pythagoras seine Philosophie von den Juden zu den Griechen gebracht habe2. Auch ist von dem Geschichtsschreiber Hekataios ein Buch über die Juden vorhanden3, in welchem die Weisheit dieses Volkes noch mehr und in solchem Grade gelobt wird, dass sogar Herrennios Philo in seinem Werke über die Juden anfangs zweifelt, ob das Buch den Historiker zum Verfasser habe, dann aber erklärt, wenn es wirklich von diesem herrühre, so sei er wahrscheinlich von der Glaubwürdigkeit der Juden gewonnen worden und habe deshalb ihrer Lehre beigestimmt.
