7.
Wenn wir diesen Glauben bewahren, werden wir tadellos sein und mit verschiedenartigen Tugenden geschmückt werden. Der Glaube vermag soviel, daß er sogar Menschen befähigt, auf dem Meere zu wandeln. Petrus war Mensch wie wir, bestehend aus Fleisch und Blut und von gleichen Lebensmitteln sich ernährend. Als Jesus zu ihm sagte: „Komm!“, da glaubte er und wandelte auf den Wassern1. Der Glaube war ihm auf den Wassern ein festerer Halt als jeder Untergrund. Der schwere Körper wurde durch die Schwungkraft des Glaubens in die Höhe gehalten. Doch nur solange, als er glaubte, hatte er auf dem Wasser eine feste Basis. Als er zweifelte, da begann er unterzusinken. In dem Maße, als der Glaube nachließ, wurde auch der Körper mit abwärts gezogen. Jesus, der den leidenden Seelen aufhilft, sprach zu ihm, da er seine Not sah: „Kleingläubiger, warum zweifelst du?“2 Da ihn Jesus an der Hand nahm und ihm Kraft gab und er wieder glaubte, von da ab wandelte er — an der Hand des Herrn — in gleicher Weise wieder auf den Wogen. Dies deutete uns das Evangelium an, wenn es erklärte: „Sie S. 89 stiegen ins Schiff“3. Nicht sagte es, Petrus habe schwimmend das Schiff erreicht, sondern es gibt zu erkennen, er sei in das Schiff gestiegen, nachdem er den gleichen Weg, auf dem er zu Jesus gekommen, noch einmal gegangen war.