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Werke Cyrill von Jerusalem (313-387) Procatechesis et Catecheses ad illuminandos Katechesen an die Täuflinge (BKV)
VI. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Häresien

12.

[Forts. v. S. 102 ] Nicht nur unter den Heiden war der Teufel tätig. Viele falsche Christen, welche zu Unrecht mit dem so wohlriechenden Namen Christi bezeichnet worden waren, haben in gottloser Weise gewagt, Gott seine eigenen Werke abzusprechen. Ich meine die unseligen, ganz von Gott verlassenen Häretiker, die vorgeben Christusfreunde zu sein, aber durchweg Christusfeinde sind. Denn wer den Vater Christi lästert, ist Feind des Sohnes. Sie erkühnten sich, von zwei Gottheiten zu sprechen, von einer guten und einer bösen. O diese große Blindheit! Ist die Gottheit Gottheit, dann ist sie auch durchweg gut. Ist sie aber nicht gut, wie kann sie noch Gottheit genannt werden? Denn zum Wesen Gottes gehört es, gut zu sein. Gott kommt es zu, Menschen zu lieben, wohlzutun, allmächtig zu sein. Es ist nur eines von beiden möglich: entweder ihn Gott zu nennen und zugleich mit dem Namen ihm auch (göttliches) Wirken zuzusprechen, oder, wenn man ihm das Wirken absprechen will, ihm auch den Namen zu versagen.

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Katechesen an die Täuflinge (BKV)
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